Archiv für den Monat: April 2016

Bier Macht München Stadtmuseum

BIER.MACHT.MÜNCHEN

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Die inhaltlich sehenswerte Ausstellung im Stadmuseum München ist in
mehrere Themenbereiche gegliedert:

Der städtebauliche Einfluss

Über die Jahrhunderte hinweg besaßen die Braustätten und ihre Verlegung an andere Orte in der Stadt großen städtebaulichen Einfluss – und besitzen diesen bis heute. Während um 1600 innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern etwa 74 bürgerliche Brauereien ihren Standort hatten, schrumpfte diese Zahl im Laufe des 19. Jahrhunderts erheblich. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb kaum mehr als eine handvoll Brauereien in München.
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Das Bier als Markenzeichen

Die großen Brauereien, die sich in wenigen Jahren von Kellerwirtschaften zu Unternehmen entwickelt hatten und teilweise hunderttausende Liter Bier im Jahr verkauften, standen in enormer Konkurrenz. Umso höher der Konkurrenzdruck wurde, desto wichtiger erschien es, sich als qualitätvolle Marke zu präsentieren. Als späte Folge der Gewerbefreiheit verabschiedete der Deutsche Reichstag 1874 das „Gesetz über Markenschutz“. Damit waren markenrechtliche Grundlagen geschaffen, die einen Schutz des eigenen Produktes und ein modernes ‚branding‘ ermöglichten. Nur am Rande sei erwähnt, dass die Spatenbrauerei sich ihr bis heute unverändert bestehendes Signet bereits 1883 hat eintragen lassen. Besipielsweise ist das farblich sehr ähnliche Coca-Cola-Zeichen einige Jahre jünger.
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Die Tradition der Münchner Bierfeste

In München wird nicht nur zu allen Festen Bier ausgeschenkt, viele der über die Monate verteilten Festtage sind erst durch ihr besonderes Bier zu entsprechender Bedeutung gekommen. So spannt sich über das Jahr ein eigener Bierkalender, der mit dem Salvator im Frühjahr beginnt, vom Maibock abgelöst, schließlich mit dem Märzen zur Oktoberfestzeit zu einem populären Höhepunkt geführt wird und mit einem besinnlichen Weihnachtsbier das Jahr beschließt. Aufgrund der Sondersude, aus denen die Spezialbiere gewonnen werden, ist die Biervielfalt in München groß – in der Regel sind die saisonalen Biere allesamt stärker eingebraut. Figuren wie der Pater Barnabas, historische Liedstücke wie der Bockwalzer oder das traditionelle „O’zapft is“ werden dem Münchner Besucher bekannt vorkommen, schließlich sind sie aus der Biertradition der Stadt nicht wegzudenken.
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Ausstellung|Bier in Bayern

Am 29. April 2016 eröffnet die diesjährige Landesausstellung im Kloster Aldersbach im Passauer Land:
500 Jahre Reinheitsgebot in Bayern

Bayerische Landesausstellung Bier in Bayern Kloster Aldersbach

Bayerische Landesausstellung 2016: „Bier in Bayern“

Bier – Bayerns fünftes Element:
Anzapfen und Anbandeln, Bieraufstand und Bierkönigin, Brezen und Radi, Freibier und Starkbier, Radler und Russ, Rausch und Genuss, Schützenliesl und Steyrer Hans, Seidla und Pfiff, Weißbier und Weißwurst, Zoigl und Zwickl.
Bier gehört von A bis Z zur bayerischen Lebensart.
Um die bayerische Bier- und Wirtshauskultur und ihren weltweiten Siegeszug dreht sich die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“.

2016 jährt sich der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots zum 500. Mal.
Das Haus der Bayerischen Geschichte nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Kulturgeschichte eines Getränks vorzustellen, das für Bayern etwas ganz Besonderes ist.

Wertgeschätzt als „Nahrungsmittel“ und Nationalgetränk, verstanden als Inbegriff bayerischer Trinkkultur, wurde das Bier zum Markenzeichen und Mythos. Die großen Bierfeste, das einträgliche Weißbiermonopol des Wittelsbacher Herrscherhauses, die Revolten bei Bierpreiserhöhungen zeigen die Verbundenheit der Bayern mit diesem Getränk, das heute das Bild des Freistaats in der Welt mitprägt.

Die „Schützenliesl“ Schützenscheibe, 1881 Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut e.V. © Haus der Bayerischen Geschichte / Philipp Mansmann

Sieben Gründe für den Besuch der Bayerischen Landesausstellung:

Sie zeigt Bayerns „fünftes Element“ in vielen Facetten,
sie fügt vor einmaliger Klosterkulisse Bier und Barock zusammen,
sie präsentiert wahre Bierschätze und Bierberühmtheiten,
sie bindet original erhaltene Einrichtungen und Großgeräte ein wie das alte Sudhaus, die „Sau“ und die Darre,
sie wartet mit eindrucksvollen multimedialen Szenerien auf,
sie eröffnet die Möglichkeit, die Brauerei Aldersbach und die Barockkirche der Gebrüder Asam zu besichtigen,
sie bietet ein umfangreiches Begleitprogramm von Konzerten über Kabarett, Theater bis hin zur Bierverkostung und mehr.

Alle Details online unter: Ausstellung Bier in Bayern

 

Jüdische Braugeschichten

BIER IST DER WEIN DIESES LANDES.
JÜDISCHE BRAUGESCHICHTEN

13. April 2016 bis 08. Januar 2016

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums München

Kurator: Bernhard Purin in Zusammenarbeit mit Lilian Harlander

Das Reinheitsgebot feiert 2016 seinen 500. Geburtstag.
Das Jüdische Museum München nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, erstmals in einer Ausstellung Geschichte und Gegenwart des Bieres in der jüdischen Tradition und Kultur zu beleuchten.

Wenn Bier statt Wein das Hauptgetränk ist, dann, so legt der Talmud fest,
„ist das Bier der Wein dieses Landes“ und darf verwendet werden.

Der Frage, was der Brauerstern und seine oberpfälzische Ausprägung, der „Zoigl“, mit dem Davidstern zu tun haben, widmet sich ein weiterer Bereich der Ausstellung. Anschaulich wird auch die Geschichte des Hopfenhandels erzählt, der in Süddeutschland über lange Zeit von jüdischen Händlern maßgeblich geprägt war.

Gut recherchierte Hintergrundinformationen zum Braustern im
BLOG Westerwaldkeramik und im BLOG von INZUAM

Brauer Stern - Zoigl - Stern der Brauer Zutaten Hopfen Malz Wasser Quelle Blog Inzuam: https://inzuam.wordpress.com/2015/04/29/ein-stern-im-klausenerkiez/

Außerdem wird nachgewiesen, dass das „Bierkrugveredelungsgewerbe“, also die Bemalung von Krügen sowie die Herstellung und Montage der Zinndeckel, ein maßgeblich von jüdischen Münchnern entwickeltes und betriebenes Gewerbe war.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die jüdischen Brauherren in München und Umgebung.

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910 Abbildung: Jüdisches Museum München

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910
Abbildung: Jüdisches Museum München

Abschließend widmet sich die Ausstellung der Bierkultur im heutigen Israel, die zum einen stark von der deutschen Brautradition und deutschen Bierstilen geprägt ist und andererseits durch eine junge und vielfältige Craftbeer-Szene überrascht.

Quelle:
http://www.juedisches-museum-muenchen.de/wechselausstellung/wechselausstellung-single/bier-ist-der-wein-dieses-landes-juedische-braugeschichten.html