Archiv für das Jahr: 2016

saltglazed-stoneware-apothecary-jar Westerwald ca. 1700

Apothekengefäß um 1700

Westerwälder Apothekergefäß um 1700

Über 300 Jahre alt ist dieses Gefäß und immer noch modern!

This Westerwald antique ceramic saltglazed stoneware apothecary jar
is over 300 years old and still very modern.
Be inspired by the photos for your interior decoration project!

Spannende Hintergrundinformation zu Apothekengefäßen aus Westerwald in diesem
BLOG – Westerwaldkeramik

Vergleichsstück im Museum:

Keramik Museum Höhr-Grenzhausen

Ein Apothekergefäß von 1591

Inschrift:
„ch hab in meiner Apoteckn viel matern, die lieblich schmecken …“

Apotheker Gefäß Westerwald Jan Emens 1591 Quelle http://westerwaldkeramik.twoday.net/stories/5169462/

Apotheker Gefäß Westerwald Jan Emens 1591 Quelle: http://westerwaldkeramik.twoday.net/stories/5169462/

Literatur Quelle:

http://westerwaldkeramik.twoday.net/stories/5169462/

Aufwendig verzierte Apothekergefässe zählen heute zu weltweit gesuchten keramischen Raritäten. Sie standen ursprünglich als Schau- und Aufbewahrungsgefässe im Verkaufsbereich städtischer Apotheken und sollten dem Kunden einen positiven Eindruck von der Bonität und Seriosität des Unternehmens geben.

Solche Apothekengefässe, die in Italien (Albarello genannt)  entwickelt wurden, entstanden am Ende des 16. Jahrhunderts aus Steinzeug in Raeren, in der Folge aber auch im Westerwald.
Sie lassen sich auf die in Raeren bei Aachen ansässige Familie Mennicken zurückführen. Zu dieser Familie gehörte auch Jan Emens, einer der bedeutendsten Töpfer der Renaissance.

Mit dem Apothekengefäss von Jan Emens aus dem Jahre 1591 verfügt das Keramikmuseum Westerwald nicht nur über eine sehr kostbare Keramik aus der Hand dieses Raerener Meisters. Gleichzeitig belegt das Stück den kontinenteübergreifenden Austausch der Keramiker untereinander, dessen Wurzeln im Falle unseres Apothekergefässes im Persischen Reich liegen.

Im Vergleich zu der großen Fülle von Kannen, Krügen, Humpen und Trinkbechern sind Apothekergefäße aus Steinzeug wie dieses seltener bewahrt und vermutlich in nur geringerer Zahl hergestellt worden.

Der zylindrische Körper hat eine Höhe von 21,5 cm. Er ist zum einfach profilierten Fuß und zur fast horizontalen, ebenfalls durch Profilierungen abgesetzten Lippe leicht eingezogen und unten durch senkrechte Kannelüren sowie an seiner Schulter durch feinen Kerbschnittdekor gegliedert. Die Mitte des Gefäßkörpers nimmt eine Rollwerkkartusche mit einem horizontal gerahmten Feld für eine Beschriftung ein.
Die Beschriftung lautet: OF HI NIT IS VAN JUDAS GESLECHT 1591 [Ob er nicht aus Judas Geschlecht ist]. Kobaltoxid färbt den grauen Scherben blau.

Die am Ende des 16. Jahrhunderts von Italienern in Antwerpen hergestellten Fayencegefäße waren wahrscheinlich für viele Apotheker zu teuer, so dass dafür einheimische Produkte aus Ton oder Steinzeug einen Markt hatten. Vermutlich angeregt durch die weit verbreiteten Antwerpener Produkte beschäftigte man sich am Ende des 16. Jahrhunderts auch in Raeren mit der Herstellung solcher Apothekengefäße. Andere Orte mit Steinzeugproduktion wie Siegburg, Frechen, Köln und Creußen haben keine oder nur wenige Apothekengefäße angefertigt. Im Westerwald entstand eine Fabrikation von Apothekengefäßen, als Raerener Töpfer am Ende des 16. Jahrhunderts dorthin übersiedelten.

Während über Struktur, Entwicklung und tätige Künstler der Raerener Werkstätten wenig bekannt ist, sind die stilistischen Merkmale ihrer Erzeugnisse bekannt. In den zylindrischen Drogengefäßen nimmt Raeren den sogenannten Westerwaldstil vorweg: unser charakteristisch geformtes Stück besitzt geschuppte Schulter, blau ausgegründete Ornamentbordüren und eine aufgemodelte Rollwerkkartusche, deren Inschrift das Datum 1591 trägt. Den ältesten deutschen Apothekenfayencen aus Creußen gleich, führt auch dieses Steinzeuggefäß keine pharmazeutische Aufschrift.

Wie wir später sehen werden, ist die Beschriftung in platt-niederdeutscher oder platt-holländischer Sprache lesbar, hat allerdings zumindest keinen erkennbaren pharmazeutischen Bezug. Auch der tätige Künstler ist feststellbar, denn die Signatur des Stückes I E weist auf Jan Emens. Dieser Keramiker, der seine Produkte voller Stolz signierte, ist eine in Raeren herausragende Künstlerpersönlichkeit und zwar für Gefäßformen ebenso wie für Dekore.

Seinen mit Namenszeichen versehenen Krügen kommt wegen ihrer vollendeten Form und ihres Schmuckes wohl die größte Bedeutung zu. Jan Emens arbeitete schon im Jahre 1558 und wird noch 1591 genannt. Nachdem er gestorben und einige Meister der Familien Mennicken und Kalf nach dem Westerwald verzogen waren, hatte Jan Baldem (Mennicken) den größten und tätigsten Betrieb in Raeren. Von ihm kennen wir 1602-1605 datierte Stücke.
Es muss aber daran erinnert werden, dass die auf der Gefäßwandung angebrachten Daten nicht das Alter des Gefäßes, sondern die Herstellungszeit der Matrize und somit den terminus post quem angeben – als jenen Zeitpunkt, an dem das Gefäß frühestens entstanden ist. Es kann aber auch mit derselben Negativform noch Jahrzehnte später entstanden sein. Jan Baldem (Mennicken) machte sich von der an Reliefmatrizen gebundenen Form frei und bediente sich – wie im Westerwald seit Anfang des 17. Jahrhunderts üblich – der handgeschnittenen Rankornamente, die er auf die ganze Leibung der Gefäße verteilte.

Jan Emens hat um 1590 zum Belag seiner Apothekentöpfe eine Anzahl Zierschilder mit Rollwerkrahmen gestochen, die in der Regel Inschriften in seinen kennzeichnenden Kapitalbuchstaben enthalten. Die Rollwerkrahmen sind nach Stichen des Antwerpener Künstlers Jakob Floris angefertigt. Einige der häufigeren Sprüche lauten:

Tenor ich heb empor I E I590

Frauwe rechent noch nycht I E 1590

Waepen oever de moerrt I E M

Of hi nit en is van judas geslecht I E 1591

Dat was Dergen der mich verreit I E M 1591

Schoene Woerden sonder goenst is ein Art van Iuda Konst Y E M 1591

Wilt den Herren wt Lieffden met Loefsanck sengen und malkan dren vrintelick einen toe brengen I E 159

Irgendein Zusammenhang zwischen dem Wortlaut der Sprüche und dem Zweck der Gefäße ist bis jetzt nicht nachzuweisen. Die bislang bestehende Forschungsmeinung geht dahin, dass Jan Emens seinen Krügen mehr oder minder lange Sprüchlein gab, die, je wortreicher sie ausfielen, um so unverständlicher erscheinen. Der Schlüssel zu den heute für uns völlig unverständlichen Sinnsprüchen dürfte in der im Holland des ausgehenden 16. Jahrhunderts entwickelten Emblematik liegen. Dort sah man es als besondere intellektuelle Kunst an, durch Sinnsprüche und Bildworte den eigentlich zu gebenden Hinweis bis zur Unkenntnis zu verfremden – und damit Bildungsstand und Lebenserfahrung an den Tag zu legen. Andererseits konnte man somit Heilmittel für „peinliche“ Krankheiten, wie beispielsweise die Behandlung der weit verbreiteten Syphilis durch Quecksilber, dezent und nur für den Eingeweihten kenntlich machen. Gerade in der Sinnzuweisung der alleine in Raeren mehr als fünfhundert Inschriften auf reliefverziertem Steinzeug liegt sicher einer der Schlüssel zur vollständigen Erschließung der Gefäße selbst und ihres Funktionszusammenhangs im Sinne einer ganzheitlichen Erfassung einer der herausragenden kunsthandwerklichen Erzeugnisse der ausgehenden Renaissance.

Quelle: http://westerwaldkeramik.twoday.net/stories/5169462/

Dachauer Galerien Fresko Ausstellung Bier lokal 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal | Museum Dachau

Brauerei Schlossberg DachauBier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal

Bezirksmuseum Dachau   Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
Augsburger Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 17 Uhr
Sa, So, Feiertag 13 – 17 Uhr

Zum 500jährigen Jubiläum des ›Bayerischen Reinheitsgebots‹ steht ganz Bayern 2016 im Zeichen des gelben Getreidesaftes, dem auch das Bezirksmuseum eine kurzweilige Ausstellung mit einem besonderen Programm widmet.

Auch wenn von den ehemals sieben Dachauer Sudhäusern keines mehr existiert, so prägen noch heute der Unterbräu, der Hörhammer- und der Zieglerbräu das Erscheinungsbild des einstigen Marktes.
Unter dem Motto ›Jedem sein(e) Maß‹ erzählt die Ausstellung anhand von Biergefäßen aus sechs Jahrhunderten nicht nur Brauhistorie, sondern auch amüsante Geschichten über Bier, Braumeister und Zecher.

Rezension der Ausstellung in der Süddeutschen Zeitung

Im ersten Raum Hermann Stockmann Illustration 

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus Museum Dachau Bier lokal Ausstellung

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus

Im Museumskino offenbart Ludwig Thomas Satire ›Ein Münchner im Himmel‹ den von jeher engen Zusammenhang von Bier und Politik.

Teil der Ausstellung sind auch diverse Leihgaben aus der Sammlung Peter Vogt München

 

Zittauer Fayencen | Fachbuch

Gert & Sylke Wunderlich: Zittauer Fayencen.
Sammlung Sonja & Gert Wunderlich.

Historischer Überblick mit zahlreichen Abbildungen aus Museen und Sammlungen.

Die erste umfassende Publikation über die besonderen Fayencen stellt
die 1966 begründete Sammlung im Vergleich zu ausgesuchten
Museums
exemplaren vor.
Sie präsentiert die Formenvielfalt und Kreativität der unbekannten Fayencemaler und Töpfermeister des 17./18. Jahrhunderts.

Mehr lesen und Blick ins Buch ….

Bestellung zum Preis von: 36,- Euro, zzgl. Versandkosten bei der
Stiftung Plakat Ost

Vergleichsstück:

Zittauer Fayence Birnkrug 1678 datiert

Zittauer Fayencebirnkrug 1678 datiert – Sammlung Peter Vogt München

 

 

Cantagalli Seepferdchen Majolika Schale um 1900

Cantagalli Majolika Schale

Ulisse Cantagalli (1839-1901)
Majolika Manufaktur Florenz

Die Firma Cantagalli obwohl bereits 1494 gegründet, erlangte erst zur Zeit des Historismus im 19. Jahrhundert unter Ulisse Cantagalli Berühmtheit. Bezüglich Ausgestaltung und Dekor orientierte man sich an Majolika aus der Renaissance und dem Barock.

Cantagalli Majolika lässt sich sehr gut an der Marke mit dem Hahn erkennen:

Marke Cantagalli Majolika Hahn

Marke Cantagalli Majolika Hahn

Schale mit stilisiertem Seepferdchen

Cantagalli Majolika Schale um 1900

Cantagalli Majolika Schale um 1900

Vergleichsstücke finden sich im Schloss Pillnitz:

Literatur:

Götter, Helden und Grotesken. Das goldene Zeitalter der Majolika. Richter, Rainer (Hg.): Verlag: München, Hirmer,, 2006

Götter, Helden und Grotesken. Das goldene Zeitalter der Majolika.
Richter, Rainer (Hg.):
Verlag: München, Hirmer,, 2006

 

Artikel dazu in der NZZ

Majolika in Schloss Pillnitz bei Dresden
Aus Farbe und Feuer
Die antiken Götter und strammen Nymphen, die auf die Majoliken der italienischen Renaissance gemalt sind, ergötzten schon Goethe. Ihm gemäss bezeugen diese Geschirre einen heiteren Genius, «der sich in Formen und Gestalten mit Beyhülfe der Elementar-Farben leicht und lustig zu ….
zum Weiterlesen oben auf den link klicken
Weltkunst Online auktionen Ausstellungen Kunsthandel Experten

Weltkunst | Sammlerseminar Fayence

Das neue Online Portal der Zeitschrift Weltkunst aus dem Zeit Verlag:

WELTKUNST Online ist das Forum für Kunstfachwissen. Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem Kunstmarkt und der Kunstszene werden von Experten ausführlich vermittelt.
Dazu zeigt Deutschlands größter Kunst-Veranstaltungskalender alle Termine weltweit.

Hilfreiche Informationen für Sammler und Kunstinteressierte.
Einige Artikel aus vergangenen Weltkunst Print Ausgaben sind jetzt online einsehbar
wie z. B. das Sammlerseminar FAYENCE – zum lesen link anklicken

Weltkunst Sammlerseminar Deutsche Fayence

Weltkunst Sammlerseminar Deutsche Fayence

 

 

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Majolika Papagei Porzellan Manufaktur Nymphenburg Botanischer Garten München

Nymphenburg | Majolika

Botanischer Garten München

Eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts war Joseph Wackerle. Ihm verdankt die Manufaktur unter anderem eine Serie prachtvoller Majolika-Vögel, die der Künstler 1910 zur Weltausstellung in Brüssel entwarf.

Die neuartige Ausführung dieser großen Papagei-, Ara- und Kakadu-Figuren knüpfte an die Gartenskulptur des 18. Jahrhunderts an.
Bis heute zieren die farbenfrohen Skulpturen die Schmuckhofanlage des botanischen Gartens in München.

Quelle: http://www.nymphenburg.com/de/produkte/majolika/voegel

Majolika Papagei Porzellan Manufaktur Nymphenburg Joseph Wackerle

Botanischer Garten München Papagei Nymphenburg Joseph Wackerle

 

Fayence Brauer Zunft Krüge 18. Jhd.

Eine Auswahl an Fayence Zunftkrügen der
Bierbrauer aus dem 18. Jhd. verschiedener Manufakturen

 

Bier Macht München Stadtmuseum

BIER.MACHT.MÜNCHEN

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Die inhaltlich sehenswerte Ausstellung im Stadmuseum München ist in
mehrere Themenbereiche gegliedert:

Der städtebauliche Einfluss

Über die Jahrhunderte hinweg besaßen die Braustätten und ihre Verlegung an andere Orte in der Stadt großen städtebaulichen Einfluss – und besitzen diesen bis heute. Während um 1600 innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern etwa 74 bürgerliche Brauereien ihren Standort hatten, schrumpfte diese Zahl im Laufe des 19. Jahrhunderts erheblich. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb kaum mehr als eine handvoll Brauereien in München.
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Das Bier als Markenzeichen

Die großen Brauereien, die sich in wenigen Jahren von Kellerwirtschaften zu Unternehmen entwickelt hatten und teilweise hunderttausende Liter Bier im Jahr verkauften, standen in enormer Konkurrenz. Umso höher der Konkurrenzdruck wurde, desto wichtiger erschien es, sich als qualitätvolle Marke zu präsentieren. Als späte Folge der Gewerbefreiheit verabschiedete der Deutsche Reichstag 1874 das „Gesetz über Markenschutz“. Damit waren markenrechtliche Grundlagen geschaffen, die einen Schutz des eigenen Produktes und ein modernes ‚branding‘ ermöglichten. Nur am Rande sei erwähnt, dass die Spatenbrauerei sich ihr bis heute unverändert bestehendes Signet bereits 1883 hat eintragen lassen. Besipielsweise ist das farblich sehr ähnliche Coca-Cola-Zeichen einige Jahre jünger.
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Die Tradition der Münchner Bierfeste

In München wird nicht nur zu allen Festen Bier ausgeschenkt, viele der über die Monate verteilten Festtage sind erst durch ihr besonderes Bier zu entsprechender Bedeutung gekommen. So spannt sich über das Jahr ein eigener Bierkalender, der mit dem Salvator im Frühjahr beginnt, vom Maibock abgelöst, schließlich mit dem Märzen zur Oktoberfestzeit zu einem populären Höhepunkt geführt wird und mit einem besinnlichen Weihnachtsbier das Jahr beschließt. Aufgrund der Sondersude, aus denen die Spezialbiere gewonnen werden, ist die Biervielfalt in München groß – in der Regel sind die saisonalen Biere allesamt stärker eingebraut. Figuren wie der Pater Barnabas, historische Liedstücke wie der Bockwalzer oder das traditionelle „O’zapft is“ werden dem Münchner Besucher bekannt vorkommen, schließlich sind sie aus der Biertradition der Stadt nicht wegzudenken.
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Ausstellung|Bier in Bayern

Am 29. April 2016 eröffnet die diesjährige Landesausstellung im Kloster Aldersbach im Passauer Land:
500 Jahre Reinheitsgebot in Bayern

Bayerische Landesausstellung Bier in Bayern Kloster Aldersbach

Bayerische Landesausstellung 2016: „Bier in Bayern“

Bier – Bayerns fünftes Element:
Anzapfen und Anbandeln, Bieraufstand und Bierkönigin, Brezen und Radi, Freibier und Starkbier, Radler und Russ, Rausch und Genuss, Schützenliesl und Steyrer Hans, Seidla und Pfiff, Weißbier und Weißwurst, Zoigl und Zwickl.
Bier gehört von A bis Z zur bayerischen Lebensart.
Um die bayerische Bier- und Wirtshauskultur und ihren weltweiten Siegeszug dreht sich die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“.

2016 jährt sich der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots zum 500. Mal.
Das Haus der Bayerischen Geschichte nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Kulturgeschichte eines Getränks vorzustellen, das für Bayern etwas ganz Besonderes ist.

Wertgeschätzt als „Nahrungsmittel“ und Nationalgetränk, verstanden als Inbegriff bayerischer Trinkkultur, wurde das Bier zum Markenzeichen und Mythos. Die großen Bierfeste, das einträgliche Weißbiermonopol des Wittelsbacher Herrscherhauses, die Revolten bei Bierpreiserhöhungen zeigen die Verbundenheit der Bayern mit diesem Getränk, das heute das Bild des Freistaats in der Welt mitprägt.

Die „Schützenliesl“ Schützenscheibe, 1881 Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut e.V. © Haus der Bayerischen Geschichte / Philipp Mansmann

Sieben Gründe für den Besuch der Bayerischen Landesausstellung:

Sie zeigt Bayerns „fünftes Element“ in vielen Facetten,
sie fügt vor einmaliger Klosterkulisse Bier und Barock zusammen,
sie präsentiert wahre Bierschätze und Bierberühmtheiten,
sie bindet original erhaltene Einrichtungen und Großgeräte ein wie das alte Sudhaus, die „Sau“ und die Darre,
sie wartet mit eindrucksvollen multimedialen Szenerien auf,
sie eröffnet die Möglichkeit, die Brauerei Aldersbach und die Barockkirche der Gebrüder Asam zu besichtigen,
sie bietet ein umfangreiches Begleitprogramm von Konzerten über Kabarett, Theater bis hin zur Bierverkostung und mehr.

Alle Details online unter: Ausstellung Bier in Bayern