Archiv für den Monat: März 2017

Creussen stoneware Jug Planets 1665 dated

Creußen Planetenkrug 1665 datiert

Creußener Planetenkrug mit Spruch und Datierung 1665
mit Emailfarben ausdrucksvoll bemalt

Vorschau auf ein wunderschönes museales Stück aus unserem
Jubiläumskatalog 30 Jahre Fayence und Steinzeug im Rathaus München

Creußener Planetenkrug Sol 1665 datiert

Creußener Planetenkrug mit bunten Emailfarben bemalt Datierung 1665 H. 20 cm

Spruch: „Drinck und iß Gott und deineß nechsten nicht vergiß“

Literatur und Vergleichsstücke:

 

S. 138 ff
Creussener Steinzeug. Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber.
Joachim Kröll
Verlag: Braunschweig, Klinkhardt & Biermann, 1980

 

Crailsheimer Fayence Jagdkrug um 1770 Detail Jäger

Crailsheim Jagdkrug um 1770

Crailsheimer Fayence Jagdkrug um 1770 mit
bunten Scharffeuerfarben bemalt
aus der Periode des Johann Georg Weiß dem Älteren.

Eine Besonderheit dieses Jagdkruges ist der breite Bandhenkel ähnlich bei Krügen aus der Bayreuther Fayence Manufaktur zu finden. Dieser Walzenkrug stammt aus der Zeit vor der „Gelben Familie“.

Vergleichsstücke in Museum und Literatur:

Museum für angewandte Kunst Köln:

Weitere Erläuterungen zu den Walzenkrügen über nachfolgende Texte –
Anklicken um zu vergrößern:

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Literatur: Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig | Petra Hesse (Hg.) Die Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Köln

 

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Arsenius Germain Tankard, Workshop Johann Kizberger, Wels, dat. ca. 1773

Hausmaler Arsenius Germain Wels

Arsenius Germain Hausmaler Walzenkrug,
Werkstatt Johann Kizberger, Wels,
tätig in den Jahren 1772/1773

Arsenius Germain entstammt einer lothringischen Fayenciersfamilie aus Lunéville, die 1743 nach Holitsch auswanderte, um in der dort von Franz Stephan von Lothringen neu gegründeten Fayence-Fabrik zu arbeiten. Nach Vollendung seiner Lehrzeit in Holitsch ging Arsenius Germain auf Gesellenwanderschaft. Sein Weg führte ihn vermutlich über Italien nach Wels in die Werkstatt von Johann Kitzberger, wo er in den Jahren 1772/73 arbeitete.

Möglichweise brachte Germain die Kunst der Rotmalerei (Dukatenrot) aus Holitsch in die Welser Werkstatt, die dadurch – abgesehen von einer niederösterreichischen Hafnergruppe – eine Sonderstellung innerhalb der österreichischen Keramikmanufakturen einnahm.
(Auszug aus: Hermann Langer, Österreichische Fayencen, Weltkunstverlag München 1988)

Vergleichsstücke in der Literatur:

Hermann Langer, Österreichische Fayencen, Weltkunstverlag München 1988
Hermann Langer, Österreichische Fayencen, Weltkunstverlag München 1988,

Kat. Nr. 170, 171, S. 57-58, 194-195

Briotkrug Detail Isaak Faust Straßburg um 1600

Straßburg Briot-Krug um 1630

Früher Straßburger Briot Krug aus Reliefzinn um 1630

Vorschau auf ein wunderschönes museales Stück aus unserem
Jubiläumskatalog 30 Jahre Fayence und Steinzeug im Rathaus München

Auf dem Korpus drei Ovale Medallions mit allegorischen Figuren in Architekturlandschaften, durch Unterschriften als “PATIENTIA“, “SOLERTIA“ und “NONVI“ bezeichnet. Der Deckel ist mit Maskarons, Putten, Roll- und Rankenwerk verziert. Drücker in Form eines Maskaron. Ornamentaler Henkel mit halbplastischer, weiblicher Karyatide. Der Krug stammt aus der Hand des Straßburger Zinngießermeisters Isaac Faust der ab 1628 als Meister arbeitet.

Literatur:
Philippe Boucaud / Claude Frégnac

Zinn – Die ganze Welt des Zinns von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert
Bern-München/Scherz Verlag, 1978

Literatur Zinnmarken:
Hintze, Erwin
Die deutschen Zinngiesser und ihre Marken 7 Bände
ISBN: 9783777264103
Band 7.683-685
.
Dort auch mit Vermerk, dass Isaac Faust seine Reliefkrüge dieser Art frei nach dem Vorbild der Marsschüssel des Francois Briot gearbeitet hat

Marken Zinngießermeister Isaac Faust Straßburg

Marken Zinngießermeister Isaac Faust Straßburg

Referenzstücke in Sammlungen und Museen:

Reliefkrüge des Isaac Faust befanden und befinden sich unter anderen in bedeutenden Sammlungen wie Ruhmann, Lanna, Gimbel, im Kunstgewerbemuseum Straßburg oder im Bayerischen Nationalmuseum München.

François Briot Bassin de la Tempérance Lyon Montbéliard, dernier quart du XVIe siècle

François Briot (vers 1560 – après 1616). Bassin dits « de la Tempérance ». Lyon / Montbéliard, dernier quart du XVIe siècle Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Briot

 

 

Westerwald Steinzeug Bernisches Historisches Museum

Steinzeug in der Schweiz | A. Heege

Fachliteratur

Andreas Heege Steinzeug in der Schweiz

Andreas Heege
Steinzeug in der Schweiz (14.–20. Jh.).
Ein Überblick über die Funde im Kanton Bern und den Stand der Forschung zu deutschem, französischem und englischem Steinzeug
in der Schweiz.
Bern 2009.

Auszug aus dem Vorwort:
Von besonderer Bedeutung ist, dass Steinzeug in der Schweiz selbst, mangels geeigneter
Tonlager, nicht erzeugt werden konnte und daher importiert werden musste.
Die wissenschaftliche Bearbeitung der für die Schweiz herausragenden und gut datierten Steinzeug-Neufunde aus dem Kanton Bern bot die einmalige Möglichkeit, dem Phänomen des Steinzeughandels und der Steinzeugnutzung unter Einbeziehung der bislang bekannten Funde aus der Schweiz nachzugehen.
Dabei ergaben sich nicht nur neue Erkenntnisse zum Beginn, derEntwicklung und der Diversifizierung des Imports. Vielmehr gelang es, für das frühe 17. Jh. eine Gruppe von Gefässen herauszuarbeiten, die speziell für den bernischen und den schweizerischen Markt gefertigt wurden. Im 18. Jahrhundert, Berns sog. «Goldener Zeit», kennzeichnen die importierten Steinzeuge zugleich neue Konsumgewohnheiten (Kaffee, Tee und Schokolade) einer begüterten und sich an niederländischen Vorbildern orientierenden Einwohnerschaft.

Die Aufarbeitung der Steinzeugfunde lag bei Andreas Heege – aufgrund seiner langjährigen
wissenschaftlichen Tätigkeit in Deutschland – in den richtigen Händen. Für seinen
teilweise ausserdienstlichen Einsatz für dieses Buch sei ihm herzlich gedankt. Den verschiedenen Fachkolleginnen und Fachkollegen, die die Entstehung der vorliegenden Arbeit mit Hinweisen, Einsicht in das Fundmaterial und Abbildungen unterstützt haben, gilt unser
besonderer Dank. Das Bernische Historische Museum, das Historische Museum Basel,
das Schweizerische Landesmuseum Zürich, das Britische Museum in London, die Schlossmuseen Thun und Oberhofen sowie der Rittersaalverein in Burgdorf gewährten hilfreiche Einsicht in ihre Sammlungen und halfen mit Abbildungen vollständiger Gefässe.

Download des Buches als PDF:

Steinzeug Zentren Westerwälder Art

Abb. 1: Steinzeugzentren und Produktionsregionen in
denen Steinzeug «Westerwälder Art» produziert wurde
und ihre Lage im Verhältnis zu ausgewählten Fundorten
in der Schweiz

Inhalt

Vorwort . . . . . . 7
1. Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9
2. Stand der Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3. Fundstellen mit Steinzeug in der Stadt Bern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
4. Die Steinzeugfunde im Kanton Bern und vergleichbares Fundmaterial aus der Schweiz . 20
4.1 Faststeinzeug und Steinzeug, 14. bis 16. Jahrhundert . . 20
4.2 Steinzeug spätes 16. und erste Hälfte 17. Jh. (Köln, Frechen, Raeren und Westerwald) . 22
4.3 Exkurs: Die Produktion reliefverzierten Steinzeugs für den Keramikmarkt der Schweiz . 29
4.4 Steinzeug des zweiten Drittels und der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts . . . 33
4.5 Exkurs: Irdenwarekopien nach Steinzeug-Vorbildern . . . . 41
4.6 Graues und kobaltblau bemaltes Steinzeug des 18. Jahrhunderts
(Westerwald, Elsass, Süddeutschland) . . . . . . . . . . 43
4.7 Graues, kobaltblau bemaltes oder ritzverziertes Steinzeug «Westerwälder Art»
der zweiten Hälfte des 18. und 19. Jahrhunderts . . . . . . . . . . . 49
4.8 Weisses, salzglasiertes, englisches Steinzeug . . . . . . . . . . . .55
4.9 Mineralwasserflaschen aus Steinzeug . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
4.10 Ungewöhnliche Steinzeugobjekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .76
5. Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
6. Zusammenfassung – Résumé – Summary . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
7. Listen 1–12 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .87
8. Literatur . 96
9. Abbildungsnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105