Lötscher Keramik Rätisches Museum Chur

Lötscher Keramik Projekt

Die Hafner Lötscher in St. Antönien.

Zur bedeutenden Keramikproduktion des 19. Jahrhunderts
in einer Walsersiedlung des Prättigaus

Lötscher-Keramik-Projekt gestartet!

Video Beitrag von „Südostschweiz“ über das Projekt:

https://www.suedostschweiz.ch/unterhaltung/videos/2017-07-26/loetscher-keramik-in-st-antoenien

Bildquelle: Kultur Gruppe St. Antönien

Graubünden ist kein Land der Hafner oder Töpfer.
Das im Jahr 2000 erschienene Handbuch der Bündner Geschichte widmet dem Keramikhandwerk in Graubünden und der Familie Lötscher aus St. Antönien
im Speziellen nur einen einzigen Satz.

Und doch gab es in der Walsersiedlung St. Antönien im Prättigau im 19. Jahrhundert
eine wichtige Produktion von Geschirrkeramik und Kachelöfen
. Für Graubünden war die während fünf Generationen betriebene Werkstatt Lötscher in der Neuzeit sicher der bedeutendste Hafnereibetrieb was Qualität, Funktionalität und Schönheit der Produkte anbelangt.

Andreas_Lötscher_1787–1852 Keramik St. Antönien

Wandbrunnen bemalt von Peter oder Andreas Lötscher d.Ä., 1816

Eine umfassende Studie zur Hafnerdynastie Lötscher fehlt bis heute. Über hundert Jahre nach dem Ende der Hafnereitradition ist es dringend an der Zeit sich ans Werk zu machen.

Das geplante Projekt will erstmals die Geschichte der Hafner von St. Antönien auf der Basis historischer und musealer Quellen umfassend erarbeiten. Zugleich soll ein Gesamtkatalog aller Keramiken und Kachelöfen der fünf Hafnergenerationen erstellt werden. Die Ergebnisse werden in Buchform veröffentlicht und im Rahmen einer Sonderausstellung des Rätischen Museums Chur ab April 2019 präsentiert.

Helfen Sie mit!

Meldungen von Lötscher-Keramiken und Kachelöfen an:
roth-heege@bluewin.ch, 079 702 7343, 041 710 3069.
Die Meldungen werden vertraulich behandelt.

Projektleitung: Dr. Andreas Heege, 6300 Zug, Im Rötel 3

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung des Rätischen Museums Chur, der Kulturförderung Graubünden, der Anny-Casti-Sprecher-Stiftung, der Ernst-Göhner-Stiftung, der Stiftung Stavros S. Niarchos, der Gemeinde Luzein, der Gemeinde Klosters-Serneus und des Heimatmuseums Prättigau, Grüsch.

Projektpartner: Kulturgruppe St. Antönien/Museum im Postchäller, Rätisches Museum Chur, Archäologischer Dienst des Kantons Graubünden, Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich.

Links:

Aktueller Artikel des Projektleiters zur Hafnereigeschichte von St. Antönien:

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Ant%C3%B6nien-Keramik

Flyer zum Thema:

Die_Hafner_Loetscher_in_St._Antoenien_Andreas_Heege

direkt als PDF download oder über nachfolgenden link aufrufen auf academia.eu :

http://www.academia.edu/22646823/Die_Hafner_L%C3%B6tscher_in_St._Ant%C3%B6nien._Zur_bedeutenden_Keramikproduktion_des_19._Jhs._in_einer_Walsersiedlung_des_Pr%C3%A4ttigaus

 

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Schnaps&rösti_Ariana Genf

Musee Ariana Genf

Musee Ariana
„Schnaps et rösti“

Emailliertes Glas und Töpferware aus der Schweiz,
17. bis 19. Jahrhundert
9. Juni 2017 bis 18. Februar 2018

Röstiplatten und Terrinen aus Irdenware mit Engobedekor unter Glasur treffen auf
Schnapsflaschen
und Trinkbecher aus weissem oder farbigem Glas, die mit
polychromer Emailmalerei verziert sind.

Emailbemaltes «Flühli-Glas» wurde hauptsächlich zwischen 1720 und 1820 hergestellt.

Die bekanntesten Töpfereien befanden sich in Langnau, Blankenburg, Bäriswil
und Heimberg.

Die Exponate unterscheiden sich zwar im Hinblick auf Technik und Form, treten aber über die ikonografischen Motive miteinander in Resonanz. Blumen und Tiere, Wappendarstellungen und Genrefiguren zieren die naive Bauernkeramik. Oftmals ergänzen Sprüche mit religiösem, patriotischem oder amourösem Inhalt das Dekor und liefern Einblicke in das Alltagsleben im Bernbiet und im Entlebuch.

Langnau 1779 – Sammlung Musee Ariana Genf

Die Sammlung des Musée Ariana beherbergt einen bedeutenden
Korpus mit an die 200 Schweizer Keramikobjekten.

Sie decken einen grossen Zeitraum ab: von 1680 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Mit Ausnahme einiger Anschaffungen, die im Laufe der Zeit getätigt wurden, gelangten die meisten Stücke – teilweise erst im Zusammenhang mit dem Aufbau dieser Ausstellung – über Schenkungen und Legate in den Besitz des Museums.

SCHWEIZER TÖPFERWARE

Die grundsätzlich gleichbleibende Töpfereitechnik besteht darin, den Ton nach dem Drehen, Formen und Trocknen mit einer hellbeigen oder dunkelbraunen Grundengobe zu überziehen. Engoben bestehen aus naturbelassenem oder mit Metalloxiden eingefärbtem flüssigem Tonschlicker. In einem nächsten Schritt wird der Gegenstand mit einem Pinsel oder einem Malhörnchen – einer Art birnenförmigen, mit Engobe gefüllten Pipette verziert; zusätzlich zur Emailbemalung werden manchmal Springfeder – oder Ritzdekore angebracht. Schliesslich wird der Gegenstand mit Email überzogen und im Holzofen gebrannt. Der Brennvorgang bringt die kräftigen Engobefarben unter der durchsichtigen, glänzenden Glasur voll zur Geltung.

Zwar wurden Töpfereien nachweislich auch in mehreren anderen Schweizer Gegenden betrieben, doch die wichtigsten Produktionsstätten lagen im Kanton Bern:
die Werkstatt von Abraham Marti in Blankenburg sowie die Zentren in Langnau, Heimberg, Bäriswil und Steffisburg

Die Hafnerei Abraham Marti in Blankenburg (Simmental)

Teller Abraham Marti Blankenburg dat 1758

Plat Abraham Marti, Blankenbourg (Simmental, Berne), daté 1758
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 59 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 932
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Abraham Marti findet erstmals 1748 als einziger Töpfer des Simmentals (Berner Oberland) Erwähnung. Von 1749 bis 1789 stellte er Keramikgeschirr, hauptsächlich Platten, aber auch Ofenkacheln her.

Mit ihrem Dekor auf hellem Hintergrund sind Abraham Martis flache Teller unverwechselbar. Das Profil der Teller weist zwar besonders bei grossformatigen Stücken häufig Unregelmässigkeiten auf, doch die Arbeiten Martis zählen wegen ihrer bemerkenswerten Dekorqualität zu den Glanzleistungen der Schweizer Töpferkunst.
Der grosse Wappenteller (s. Abb.) ist ein Meisterwerk dieser Kategorie.

Mit 19 Tellern und Platten besitzt das Musée Ariana eine der schweizweit grössten Sammlungen von Blankenburger Keramik.

Daniel Herrmann und die Langnauer Keramik

Ab dem 17. Jahrhundert entstanden in der Gemeinde Langnau im Emmental eine ganze
Reihe von Töpfereibetrieben.

Teller Langnau (Berne), dat 1779

Assiette Langnau (Berne), daté 1779
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 30 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 909
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Für die Zeit bis 1850 gibt es Belege für mindestens zehn handwerklich
arbeitende Hafnereien
.

Über mehrere Generationen tätige Hafner, darunter die berühmte Familie Herrmann, entwickelten ein handwerkliches Können, für das der Begriff «Langnauer Stil»
geprägt wurde. Daniel Herrmann (1736-1798) übernahm stilistische Elemente der Frischingschen Fayencemanufaktur, der er eine Zeit lang als Direktor vorstand.
Die Malhorndekoration wurde auf weissem Grund aufgetragen, anschliessend mit
Ritz- und Springfederdekor kombiniert und schliesslich mit einer leicht grünlichen Glasur überzogen. Die meisten Teller sind zudem mit Sprüchen versehen.

Nebst Tellern und Platten wurden auch mindestens 250 weitere Arten von Gebrauchsgegenständen registriert, darunter zahlreiche Terrinen mit unterschiedlichen Formen.

Beiträge zum Thema Langnauer Keramik in der Presse:

Berner Zeitung

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/die-dynastie-herrmann/story/24930623

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/in-langnau-ist-die-welt-anders/story/14519499

Heimberg und «Heimberger Art»

Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das grösste Töpfereizentrum des Kantons Bern in der Region Heimberg. Um 1850 wurden in der Gegend von Heimberg bis zu 80 Töpfereien gezählt, in denen auch Gesellen und Ausmacherinnen (Keramikmalerinnen) beschäftigt waren.

Teller Heimberg Bern 1793 datiert

« Plat à rösti » « À la manière de Heimberg » (Berne), daté 1793
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 28,4 cm
Don d’Alfred Dumont, 1894 – Inv. R 195
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan 14

Zu den besonderen Merkmalen der Heimberger Produktion gehört, dass die Verzierungen mit dem Malhörnchen auf eine schwarzbraune Grundengobe aufgetragen wurden.
Die tiefen, als «Röstiplatten» bekannten Servierteller besitzen meistens einen charakteristisch abgeschrägten Rand. Nach heutigen Erkenntnissen beschränkt sich dieser Keramiktyp jedoch nicht auf das Heimberger Töpfereizentrum: Ähnliche Gegenstände wurden auch in Berneck im Rheintal hergestellt.
Dort, wo Stempel oder Markierungen zur Identifizierung des Hafners oder des Produktionsstandorts fehlen, ist deshalb vorsichtshalber der Begriff «Heimberger Art» zu verwenden.

Quelle: Presse Info Deutsch

Mehr Bildmaterial zur Ausstellung als PDF:

http://institutions.ville-geneve.ch/fileadmin/user_upload/ariana/documents/Expositions/DE_Visuels_Ariana_Schnaps_Roesti.pdf

Literatur:

Begleitend zu dieser Ausstellung entstanden mit der Unterstützung von Experten beider Fachgebiete zwei grössere Veröffentlichungen in deutscher und französischer Sprache.

Andreas Heege, Andreas Kistler, Isabelle Naef Galuba
Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heege Kistler Poteries décorées de Suisse alémanique musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-769-3
Avec le soutien de la Ceramica Stiftung et la Fondation Amaverunt

CHF 85.-

Heinz Horat, Stanislas Anthonioz
Verre émaillé en Suisse, 18e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heinz Horat Stanislas Anthonioz Verre émaillé en Suisse musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-768-6
Avec le soutien de la Fondation Amaverunt

CHF 65.-

CHF 135.- Prix spécial pour l’achat des 2 volumes „Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e – 19e siècles“ et „Verre émaillé en Suisse, XVIIIe-XIXe siècles“

Bestellung – per mail

ariana@ville-ge.ch

 

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Straßburger-Fayence-Jagdhund-Paul-Hannong-um-1750-DEtail

Straßburger Fayence Jagdhund um 1750

Straßburger Jagdhund aus der Periode Paul Hannong  um 1750
in bunter Muffelmalerei auf sogenanntem „Lebkuchensockel“:

Straßburger Jagdhund Paul Hannong um 1750

Straßburger Jagdhund in bunter Muffelmalerei, Paul Hannong um 1750, H. 14 cm

Straßburger Fayence Jagd Hund Paul Hannong um 1750

Vergleichsstück in den staatlichen Museen zu Berlin Abteilung Kunstgewerbe:

Tafelaufsatz mit Wildschweinjagd Straßburg um 1750 Staatliche Museen zu Berlin

Fayence Symposium 2016
3. Expertentagung auf Gut Hohen Luckow

Fayencen im Interieur des 18. Jahrhunderts
Von Wildschweinen, Wachteln und Kohlköpfen
Fayence für die gedeckte Tafel
an Beispielen aus dem Berliner Kunstgewerbemuseum
Staatliche Museen zu Berlin

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht ein zehnteiliger Tafelaufsatz mit Darstellung einer Wildschweinjagd (Abb. siehe oben)

Er umfasst einen Jäger mit Büchse, einen Jagdhornbläser mit Hund, einzelne Hunde,
sowie Bache und Keiler und wurde zwischen 1750 und 1754 in der
Straßburger Fayencemanufaktur nach Modellen von Johann Wilhelm Lanz
gefertigt.

Weitelesen können Sie im Originalartikel link siehe unten

Quelle:
http://www.terrinensammlung.de/pdf/zusammenfassung2016.pdf

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Detail Nymphenburger Porzellankrug um 1800

Nymphenburg Porzellankrug um 1800

Nymphenburger Porzellankrug mit Monogramm um 1800

Beliebt als Verlobungs- oder Hochzeitsgeschenk mit persönlichem Bezug.
Der goldene Buchstabe ist mit fein gemalten Blumengirlanden umrahmt.
Über der Mitte schwebender Blumenkranz, der auf allen Vergleichsstücken in
dieser Form zu finden ist.

Nymphenburger Porzellankrug um 1800

Nymphenburger Porzellankrug um 1800, auf dem Boden Preßmarke Rautenschild, H. 16 c

Vergleichsstücke in der Literatur:

2 Schokoladentassen mit Deckel aus der Sammlung Bäuml im Marstall Museum des Nymphenburger Schlosses.

„Die Sammlung repräsentiert den weltgrößten Bestand an Nymphenburger Porzellan aus nahezu 3 Jahrhunderten (18. Jh bis Anfang 20. Jh). Ein einzigarteiger Querschnitt durch die
künstlerische Entwicklung aller Epochen.der Nymphenburger Manufaktur“

Zitat:
Dr. Alfred Ziffer Nymphenburger Porzellan, Die Sammlumg Bäuml, Stuttgart, Arnoldsche 1997

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997 S. 221

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997 S. 221

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997

Julius Böhler <München>   [Hrsg.]
Sammlung Frau Margarete Oppenheim: [Ausstellung vom 23. April bis 15. Mai 1936 ; Versteigerung am 18., 19., 20., u. 22. Mai 1936] — München, 1936

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Tafel 65 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Tafel 65 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Quelle: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/boehler1936_05_18/0104

 

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Detail Siegburger Schnelle 1765 datiert

Siegburger Schnelle 1565 datiert

Museale und frühe Siegburger Schnelle 1565 datiert

Siegburg salt glazed stoneware Schnelle dated 1565

Frühe Siegburger Schnelle 1565 datiert, Zinndeckel mit Augsburger Marke, H. 21 cm

Schon im Mittelalter war Siegburg ein Töpferort mit der wohl größten Bedeutung im Rheinland und den übrigen bekannten deutschen Zentren. Basis für diese Stellung sind die Tonlager, die eine feinkörnige und weiß brennende Tonmasse ermöglichen.

Vom frühen 16. Jh. an entstehen die ersten figürlichen Gefäße (Männer und Frauen) in Form von Sturzbechern. Aber erst Mitte des 16. Jh. , als viele Kölner Töpfer nach Siegburg kamen, datiert das feinste Siegburger Steinzeug für das die Staht weit über die Grenzen bis nach England und Skandinavien berühmt wurde. Schlanke, hohe konische Gefäße die sogenannten „Schnellen“ wurden mit aufgelegtem Schmuckdekor figürlicher Szenen ausgearbeitet. Die Themen sind der Mythologie und der Bibel entlehnt.

Quelle: S. 18ff Kapitel Siegburg in „Steinzeug und Zinn“ Annaliese Ohm, Margit Bauer
Museum für Kunsthandwerk Frankfurt, 1977

Zinndeckel mit Augsburger Marke

Augsburger Zinnmarke 16. JH

Vergleichsstück im Museum und Literatur:

Stadtarchäologie Lüneburg:

Siegburger Schnelle: Judith erschlägt Holofernes

Für viele Reliefauflagen wurden die Werke bekannter Künstler als Vorlage genutzt. Vor allem christliche Motive entstammen zumeist nicht der Fantasie der Formenschneider, sondern gehen auf die Werke (Holzschnitte, Kupferstiche usw.) anderer Künstler zurück.

Bei Ausgrabungen in Lüneburg wurde eine Schnelle geborgen, deren rechte Reliefauflage auf eine grafische Vorlagen des Künstlers Virgil Solis (1514-1562) zurückgeht.

grafische Vorlage von V. Solis

Judith erschlägt Holofernes, aus: Virgil Solis,
Biblische Figuren deß Alten Testaments. Frankfurt am Main 1565.

Bei der Darstellung der Judith von Virgil Solis handelt es sich um ein Bild im Querformat, das von einem breiten Rahmen umgeben ist. Zu sehen ist – wie auf der Längsauflage der Schnelle – Judith, die mit einen Hammer in der Hand, aus dem Zelt des Holofernes tritt. Holofernes liegt hinter ihr tot am Boden. Anders als auf dem Tonrelief zeigt die graphische Vorlage jedoch noch die Soldaten des Holofernes rechts vom Zelt und im Hintergrund die Stadt Bethulia, auf einem Berg gelegen. Da die Längsauflage, anders als das Originalbild, im Hoch- und nicht im Querformat ist, konnte vermutlich nicht die ganze Szene umgesetzt werden.

Siegburger Schnelle

Die beiden anderen Reliefauflagen zeigen Judith mit dem abgeschlagenen Kopf des Holofernes in ihrer linken Hand und die Gerechtigkeit mit Schwert und Waage.

Literatur:
Penselin, Anna, Das Steinzeug Siegburger Art mit Motivauflagen aus Lüneburg. In: Denkmalpflege in Lüneburg 2012, 36-50.

 

Museum für Kunsthandwerk Frankfurt

Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35

Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35

Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977

Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977

Sammlung Carl und Petra Amendt ausgestellt Krefelder Kunstmuseum

Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs Abb. 70

Sammlung Carl und Petra Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs: Schnelle Siegburg um 1571 Abb. 70 S. 95

die-kunst-des-deutschen-steinzeugs-karl-und-peter-amendt-ingeborg-unger

Die Kunst des Deutschen Steinzeugs-Collection Karl und Petra Amendt und der Krefelder Kunstmuseen, Ingeborg Unger Krefeld 2013

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Detail Künersberger Hausmalerkrug mit Fruchtdekor um 1765

Künersberger Hausmalerkrug um 1765

Künersberger Hausmalerkrug mit Fruchtdekor
auf Durlacher Fayence um 1765

Künersberger Fayence Hausmalerkrug um 1765

Künersberger Hausmalerkrug um 1765, bunte Muffelmalerei auf Durlacher Fayence, H. 22 cm

Große Früchtearrangements gehören zu den für die Künersberger Manufaktur typischen Dekoren und sind auf Objekten unterschiedlicher Form zu finden.
Nachdem die Künersberger Manufaktur ihren Betrieb 1765 eingestellt hat, arbeiteten einige Maler als selbständige Hausmaler weiter und bezogen Weißware aus Durlach.

Vergleichsstücke im Museum : (vergleiche auch unser früherer Blogbeitrag zum Museum)

Memminger Stadtmuseum im Hermansbau:

Vergleichsstücke in der Literatur:

Fayencen der Sammlung Wolf-D. Amelung
Mainfränkisches Museum Würzburg Festung Marienberg

Sammlerglück Fayencen der Sammlung Amelung Mainfränkisches Museum Würzburg 2014

Sammlerglück Fayencen der Sammlung Amelung Mainfränkisches Museum Würzburg 2014

 

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Detail Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760,
mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Sehr schön ausgeführter Dekor in Scharffeuerfarben Blau, Gelb, Ocker, Grün und Mangan mit sogenanntem „Indianischem Blumensumpf“ mit blühenden Päonien und Papageien.

Friedberger Walzenkrug Fayence Blumenmotiv um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760, mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut, H. 23 cm

Friedberger Fayence Walzenkrug um 1760 Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Friedberger Fayence Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Vergleichsstücke in der Literatur und im Museum:
Museum im Wittelsbacher Schloss der Stadt Friedberg / Bayern

Große Friedberger Fayence Platte 1754 - 1758 Museum Friedberg

Große Friedberger Fayence Platte Museum Wittelsbacher Schloss Inv. Nr. 796

 

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Dießen Fayence Krug um 1680 Werkstatt Wilhelm Rauch

Dießen Fayence Krug um 1680

Seltener und musealer Dießener Fayencekrug um 1680
Der Krug wird der Werkstatt Wilhelm Rauch aus Dießen
St. Georgen zugeschrieben

Dießener Fayencekrug um 1680

Dießener Fayencekrug um 1680 Scharffeuerfarben Mangan und Kobalt H. 26 cm

Bei diesem Krug sehr gut zu sehen die Charakteristik für Dießener Fayencen des 17. Jahrhunderts: die in der Bauchzone sechsfach abgeplattete Form.
Besonders bei diesem Krug ist die Ergänzung der Kobaltblauen Bemalung
um Manganfarbene Akzente.

Literatur:

Mehr zur Geschichte der Diessener Keramik finden Sie in dem Aufsatz von Wolfgang Lösche: „Plab und Weiss Geschirr aus Diessen – eine handwerkliche Fayenceproduktion des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland.

PDF download Wolfgang_Loesche_Fayence_Diessen

Im 17. Jahrhundert war der Markt Diessen weit über seine Grenzen hinaus bekannt für die Produktion der blau-weissen Fayencen.

Es ist der Verdienst Ernst Lösches und seiner Familie die Geschichte der
Diessener Keramik und deren Bedeutung lebendig zu halten.


Vergleichsstück mit Datierung 1684 in der Sammlung der Marktgemeinde Dießen:

Vergleichsstück mit Datierung 1676 im Museum Deutscher Fayencen Schloss Höchstädt

diessen fayence krug 1776 datiert museum deutscher fayencen

Diessener Fayence Krug 1676 datiert: Scharffeuerfarben, auf den Flächen christliche Monogramme und Motive, umlaufend Blattbordüre und Spiralranken

Quelle:

Begleitende CD zum Katalog Fayence Museum Schloss Höchstädt Autor: Dr. Ziffer
Herausgeber. Bayerische Schlösser und Seenverwaltung

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Detail Creussen Salt Glazed Stoneware Flask ca. 1625

Creussen Vierkant Flasche um 1625

Seltene und museale Creußener Vierkantflasche um 1625,
Mit bunten Emailfarben bemalt und Auflagen verziert

 

Detail Phönix Creussen Steinzeug Flasche um 1625

Detail Phönix Creussen Steinzeug Flasche um 1625

Ikonographie (Wikipedia)

Pelikan auf dem Schlussstein der St. Pankratius-Kirche in Widecombe-in-the-Moor

Als Symbol für Jesus Christus sind Pelikane auch Teil der christlichen Ikonographie.[11] Nach dem Physiologus, einem frühchristlichen Tierkompendium, öffnet sich der Pelikan mit dem Schnabel die eigene Brust, lässt sein Blut auf seine toten Jungen tropfen und holt sie so wieder ins Leben zurück. Dies wurde allegorisch in Bezug zum Opfertod Jesu Christi gesetzt, wodurch der Pelikan zu einem in der christlichen Ikonographie häufig verwendeten Motiv wurde.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pelikane

Phönix (Mythologie)

Ein Phönix in den Flammen (Aberdeen Bestiarium, 12. Jahrhundert)

Der Phönix (altgriechisch Φοίνιξ, Phoínix, von altägyptisch Benu: „Der Wiedergeborene/Der neugeborene Sohn“; lateinisch Phoenix) ist ein mythischer Vogel, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt oder stirbt, um aus dem verwesenden Leib oder aus seiner Asche wieder neu zu erstehen.
Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche“ für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint.
Quelle: Wikipedia_Phönix_(Mythologie)

Vergleichsstück:
Sammlung J.J. Ludwig, Regensburg

Eine vergleichbare 1621 datierte Flasche befand sich in der
Sammlung J.J. Ludwig, Regensburg

Publiziert in:
Nagel Auktionskatalog
Sammlung J.J. Ludwig, Regensburg
Vol I/II
Lot 122
27. – 28. Februar 2008

Sammlung J.J. Ludwig Regensburg

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Ansbacher Jagdkrug um 1740 Detail

Ansbacher Jagdkrug Grüne Familie um 1740

Ansbacher Jagdkrug der „Grünen Familie“ um 1740 in Muffelfarben
Provenienz: Aus der Keramiksammlung des
Bayerischen Nationalmuseums München

Vorschau auf ein wunderschönes museales Stück aus unserem
Jubiläumskatalog 30 Jahre Fayence und Steinzeug im Rathaus München

Provenienz und Literatur:

Bayer Dr. Adolf Ansbacher Fayence Fabrik 1928 Jagdkrug

Bayer Dr. Adolf Ansbacher Fayence Fabrik 1928 Jagdkrug

Dr. Adolf Bayer Die Ansbacher Fayence-Fabriken 1928

Abb. 109 S. 115
Bayer, Dr. Adolf,
Die Ansbacher Fayence – Fabriken. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Keramik
1710 – 1839. Ansbach, C. Brügel & Sohn, 1928

Führungen zu der Sammlung Dr. Bayer:

WIR HABEN NOCH ALL(T)E TASSEN IM SCHRANK…

Renate Müller-Reuther
Eine spannende Reise zum Thema Porzellan und Fayencen in Ansbach

fuehr_porzellan2017_ansbach_museum

WIR HABEN NOCH ALL(T)E TASSEN IM SCHRANK...Residenz Ansbach 2017

WIR HABEN NOCH ALL(T)E TASSEN IM SCHRANK…Residenz Ansbach 2017

Residenz Ansbach
jeweils um 14 Uhr

Ostermontag, 17.04.2017
Muttertag, 14.05.2017

 

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