Kategorie-Archiv: Fayence

Hypo Kunsthalle Ausstellung Lust der Täuschung

Lust der Täuschung | Kunsthalle München

Lust der Täuschung

Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality

17. August 2018 – 13. Januar 2019

Auf unser Auge allein ist kein Verlass. Die digitale Bildbearbeitung ist mittlerweile so perfekt, dass genaues Hinsehen nicht ausreicht, um wissen zu können, womit wir es zu tun haben: Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind.
Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.

Die Geschichte der Täuschung

Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus.

Quelle: https://www.kunsthalle-muc.de/ausstellungen/details/lustdertaeuschung/

Auch in der Welt der Keramik des 18. Jahrhunderts gab es solche Augentäuschungen in Form von Trompe-l’Œil- Werken in Fachkreisen als  »Schaugerichte« bezeichnete Gefäße in Form von seltenen Früchten, Gemüse und jagdbaren Tieren. Terrinen und Platten in Form von Eberköpfen, Hirschen, Enten, Schildkröten oder Kohlköpfen zierten den Tisch der adligen Gesellschaft.

Ein sehr schönes Beispiel aus Frankreich und der Manufaktur in Sceaux sind die beiden Kohlkopf Terrinen um 1765, die wir im Moment im Bestand haben.

Vergleichsstück in Museum und Literatur:

Eine vielseitige und künstlerisch hochstehende Sammlung befindet sich
in Gut Hohen Luckow

Terrinensammlung Gut Hohen Luckow

Quelle: http://www.terrinensammlung.de/
(Hintergrundinformationen zu den einzelnen Objekten beim Klick auf das Foto)

Gut Hohen Luckow Terrine Sceaux um 1755

Die Gefäße entstanden in über 60 Manufakturen in 15 Ländern Europas
und dokumentieren eindrucksvoll die Blütezeit der Fayenceherstellung.
Die zahlreichen Spitzenobjekte und Gebrauchsgeschirre aus Fayence und Zinn gewähren einen repräsentativen Einblick in die prunkvolle Tafelkultur des Barock und Rokoko, die am Hof Ludwigs XIV. in Versailles ihren Ausgang nahm.

Kunstvolle Schaugerichte als Trompe-l’œils

Seit der Renaissance wurden an Königs- und Fürstenhöfen ausgelassene Feste gefeiert, die sich oft mehrere Tage hinzogen. Reich gedeckte Tafeln mit kostbarem Geschirr, Tischbrunnen, Tafelaufsätzen, Leuchtern und Figuren waren ein zentrales Element der Repräsentation und des Amüsements. Als besondere Attraktion wurden Tiere wie Schwäne, Pfauen, Tauben, Schnepfen oder Eberköpfe sowie Obst und Gemüse wie Salat- und Kohlköpfe, Melonen und Trauben aufgetragen. Im Barock und Rokoko ersetzte man die realen Objekte durch Fayence- und Porzellangefäße, die sehr naturalistisch aussahen und kulinarische Leckereien enthielten.
Man liebte raffinierte Augentäuschungen und erfreute sich daran, dass die Gäste erst bei näherer Betrachtung die echten von den keramischen Speisen unterscheiden konnten. Ein hervorragendes Beispiel ist dieser prächtige Salatkopf aus der berühmten französischen Manufaktur in Sceaux.

Quelle : http://www.guthohenluckow.de/pdf/terrinen_leseprobe_07.pdf

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN
Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow, Hirmer München 2007

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Hirmer 2007

Kunst und Auktionen Fund meines Lebens Peter Vogt Delfter Wappenkrug

Der Fund meines Lebens | Fürstlicher Wappenkrug

Delfter Wappenkrug des Fürsten Wilhelm von Anhalt um 1705

Delfter Wappenkrug Fürst von Anhalt um 1705

Weiß glasierte Fayence mit dem Wappen des Fürsten Wilhelm von Anhalt in leuchtend bunten Scharffeuerfarben. Auf dem Lippenwulst blaue Inschrift „Wilhelminus Dei Gratia Princeps Anhalting, Dux Saxonia, Angaria et Westphalia Comes Ascania, D. Bernburg et S.“ Auf dem Boden blaue Manufakturmarke „VE“ Lambert van Eenhoorn, von de Metalen Pot. Feuervergoldete Silbermontierung H. 27 cm

Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (* 18. August 1643 in Harzgerode; † 14. Oktober 1709 ebenda) war der letzte Fürst von Anhalt-Harzgerode.

Er war der Sohn von Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613–1670) und dessen erster Frau Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar (1619–1647).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Anhalt-Harzgerode)

Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Delfter Wappenkrug Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Peter vogt München Kunst und Auktionen 15_2018

Barocker Luxus Bayerisches Nationalmuseum

Barock | Bayrisches Nationalmuseum

Barock und Rokoko
Neugestaltung der Dauerausstellung im Westflügel des Bayrischen Nationalmuseums

Ein Highlight aus der Sammlung höfischer Fayencen:

Weitere Hintergrundinformationen über Fayence Objekte aus dem Barock und Rokoko
finden Sie in der Datenbank des Museums unter nachfolgendem link:
(Die Datenbank ist noch im Aufbau befindlich)

Objektdatenbank des Bayrischen Nationalmuseums

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur
– ein Beispiel aus der Datenbank

Deckelpokal Bayreuth Knöller Bayrisches Nationalmuseum München

Georg Friedrich Grebner Bayreuth, um 1737 Fayence, bemalt, vergoldet 31,5 cm Inv.-Nr. 34/1250.1-2 Vermächtnis Dr. Paul Heiland, 1934

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur Bayreuth Johann Georg Knöller (1728-1744). Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt, Blüten-und Bandelwerkelementen.

Quelle: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=547

Sachbegriff: Deckelpokal
Funktion: Repräsentation
Formtyp: Deckelpokal
Sammlungsbereich: Keramik
Darstellung: Bandelwerk
Blütenwerk
Blattwerk
Ornamentdekor
Wappen (Knöller, Johann Georg)
Monogramm (Knöller, Johann Georg)
Künstler/in: Georg Friedrich Grebner (Nachweis Nürnberg 1717-1731, Nachweis Bayreuth 1731-1738)
Werkstatt: Fayencemanufaktur Bayreuth
Entstehungsort: Bayreuth
Datierung: um 1737
Epoche: Barock
Material / Technik: Fayence / bemalt / vergoldet / Aufglasurfarbe
Maße: Höhe 31,5 cm
Provenienz: Vermächtnis 1934
Dr. Paul Heiland, Potsdam
Inventarnummer: 34/1250.1-2
Fotonummer: D65609
Beschreibung: Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt-, Blüten- und Bandlwerkelementen.
Summary: Standing cup and cover with a monogram and coat of arms; Bayreuth Faience Factory, painting Georg Friedrich Grebner (active in Bayreuth 1731-1738), ca 1737; Faience with onglaze colours and gold, height 31.5 cm; Dr. Paul Hei land Bequest, 1934. Inv. no. 34/1250
The coat of arms and the central monogram with the initials JGK on the bell-shaped bowl of this covered cup can be traced to Johann Georg Knöller, Commissioner for War, who in 1728 leased the Bayreuth Faience Factory founded by the Margrave Georg Wilhelm. Under Knöller the enterprise prospered and succeeded in attracting the services of out-standing painters. The Nuremberg faience painter Georg Friedrich Grebner, for instance, is recorded in Bayreuth from 1731. The brilliant mufflefired decoration with foliate, floral and strapwork elements is from his hand.
Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelfarben

Crailsheim Fayence | Grün Muffelfarben

Seltener und musealer Crailsheimer Fayencekrug um 1770
in grünen Muffelfarben und heimischem Blumendekor

Die Besonderheit dieses Kruges ist die Bemalung in zweierlei Kupfergrün mit
dunkelbraunen Konturen. Nach Auffassung von Hermann Gretsch
(S. 83ff. – Die Fayencefabrik in Crailsheim,
Stuttgart 1928)
ist eben dies auf den Einfluß von Meißen zurückzuführen, den Blumendekor
in grüner Muffelmalerei anzufertigen.
Es kann davon ausgegangen werden, daß zwischen Crailsheim und Meißen
Zusammenhänge bestanden haben.

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Vergleichsstücke aus dem Katalog Fayence und Steinzeug aus 4 Jahrhunderten 2009:

Ähnliche Stücke in grüner Muffelmalerei befinden sich in der Sammlung Heiland,
(Suppenterrine nach Straßburger Vorbild) dem Schlossmuseum in Stuttgart
(Untersatz zu einer Suppenterrine) sowie der Sammlung Igo Levi (Walzenkrug).
Quelle: Hermann Gretsch – Die Fayencefabrik in Crailsheim, Stuttgart 1928 S. 83ff.

Literatur:

Crailsheimer Walzenkrug in bunter Muffelmalerei um 1760/1765
Periode Johann Georg Weiß sen.

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Detail Datierung Friedberger Fayence Walzenkrug 1756

Friedberger Walzenkrug 1756 datiert

Ein museales Stück aus der Friedberger Manufaktur

Manufakturmarke Friedberg CB unter Kurhutmit früher Datierung
2
Jahre nach Gründung im Jahr 1754.

Darstellung eines galanten Rokoko Paares
gemeinsam „gärtnernd“ im Orangenhain in
polychromen Scharffeuerfarben.
Die Edeldame begießt ein Orangenbäumchen
mit dem Namen Johannes auf dem Blumentopf.
Die Gießkanne trägt die Datierung 1756.
Der Galan pflückt derselben eine Frucht.
Spruchband „Geliebte nehm sie dies von meinen
treuen Händen und glaub Sie ganz gewiß nichts soll
mein Lieb enden“


Detail Datierung 1756 Friedberger Fayencekrug

Ein Vergleichssstück in
Blaumalerei befindet sich
in London im
Victoria + Albert Museum

Tankard Friedberg 18. JH copyright Victoria Albert Museum

Mit dem link kommen Sie direkt
zum Objekt und der Beschreibung.
Bildrechte Victoria + Albert Museum

 

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

 

Das in der Literatur aufgeführte
früheste datierte Stück der
Friedberger Manufaktur aus dem
Jahr 1755 befindet sich in der
Sammlung des
Maximilian Museum
in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Literatur:

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 200 Jahre Friedberger Fayence

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg

Detail Crailsheimer Küfer Zunft Fayence Krug 18.Jh

Fayence Zunftkrug der Küfer um 1780

Crailsheimer Faßmacherkrug um 1780, der „Gelben Familie“
in Scharffeuermalerei, H. 23 cm

Ein seltener Zunftkrug (verbreitet sind eher die Müller, Bäcker und Bierbrauer) aus der Crailsheimer Manufaktur mit besonders schöner Ausgestaltung aller Zunft Werkzeuge
im
Zunftwappen:

  • Böttcherzirkel
  • Schägel
  • Triebel
  • Bindermesser
  • Bandhaken

Crailsheimer Zunftkrug der Küfer um 1780

Die Zunft der Küfer trägt viele Namen – je nach Region: (Quelle Wikipedia)

  • Fassbinder (dazu: Binder, Bindter, Pinter), Fassler, Fässler, Fassmacher
  • Böttcher, Böttiger (von Bottich)
  • Böttner, Büttner (von Bütte, Franken)
  • Schäffler, Scheffler (von Schaff, Bayern und Pfalz)
  • Küfner, Küffner
  • Kübler (von Kübel)
  • Kuper, Küper[1] (Niederdeutsch)
  • Schedler (alemannisch zum Hohlmaß Schedel)
  • Simmermacher (zum Hohlmaß Simmer)
  • Tonnenmacher

Alle diese Namen sind auch Hohlmaße und Maßeinheiten

Vergleichsstücke aus der Durlacher Fayencemanufaktur:

Vergleichsstück in der Literatur
Nürnberger Zunftkrug 1763 datiert:

S.-Glaser-Nürnberger-Fayencen-Germanisches-Nationalmuseum-S.-71

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen Germanisches Nationalmuseum S. 71

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Museum:
Küfermuseum Zell-Weierbach

Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch

Videobericht über das Handwerk der Faßmacher:

Der Fassmacher von Eußenheim

Der Letzte seines Standes Der Faßmacher Karl Aßmann

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KxBDAZDukIc

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

mit Abbildung von Vertretern der Zunft
der Metzger und der Bierbrauer
und die Zünfte verbindendem Sinnspruch

In die heutige Sprache übertragen „Meine Wurst macht Euch den Durst“

(Bekannt auch aus der Gastronomie, das salzige Essen fördert den Durst der Gäste)

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Ein spannendes Buch zum Thema Zunft der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums aus dem Jahr 2013 hier als download ein Blick ins Buch:

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert waren Handwerker in Zünften organisiert. Das Germanische Nationalmuseum bewahrt eine der größten Sammlungen zur Handwerks- und Zunftgeschichte im deutschen Sprachraum. Ausstellung und Katalog präsentieren daraus – ergänzt um bedeutende Leihgaben – erstmals rund 260 Exponate. Neueste Forschungsergebnisse liefern die Grundlage für faszinierende Geschichten rund um kostbare Zunftladen, raffinierte Meisterstücke oder kuriose Trinkgeräte.

Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800

Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller und Ralf Schürer. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 21. März bis 7. Juli 2013
Nürnberg 2013
314 Seiten
300 farbige Abb., Festeinband 27,5 x 22,5 cm
Best.-Nr: 755
ISBN: 978-3-936688-73-3

Abbildung in der Literatur:

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

S. 84 f. Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

 

 

Gmundner Fayence Jagdmotiv 18. JH

Fayence aus Gmunden um 1800

Gmundner Fayence Krüge aus unserem aktuellen Jahreskatalog 2018

Frühe Fayencen aus Gmunden aus dem 18. Jahrhundert haben ihre ganz
eigene Charakteristik und sind deshalb als Sammlerobjekte sehr beliebt.
Katharina Marchgraber beschreibt dies eindrucksvoll in
ihrer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008.

Zur Farbgebung:
„In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts begannen sich die Motive auf Gmundner Fayencen mehr und mehr an der Heimat zu orientieren.
Man bemerkt wachsendes Selbstbewusstsein und den Willen nach einem eigenständigen Erscheinungsbild, besonders im Bezug auf die Darstellungen.
Trotzdem zeigt sich das vornehme holländische Blau noch bis ins letzte Viertel des
Jahrhunderts, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits seine größte internationale
Bedeutung verloren war. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde nach einem
langen Entwicklungsprozess jene Eigenständigkeit erreicht, mit der sich die
allgemeine Vorstellung von der Gmundner Fayence verbindet. Gleichzeitig treten alle
vier Scharffeuerfarben nebeneinander auf, wobei die Rolle der vorherrschenden
blauen Farbe jetzt das Grün übernimmt“

Zur Formgebung:
„Krüge sind meist in der Form des Birnkruges – mit oder ohne Zinnmontierung –
geformt und mit Bordüren oder Horizontalstreifen am Mund- und über dem
Bodenrand versehen, sodass dazwischen ein breites Bildfeld für die Bemalung blieb.
Die Krugform erlebt nach 1800 eine Schwerpunktverlagerung zum zylindrischen
Walzenkrug, der auch eine gefälligere Trinkform darstellt.
Die Henkel der meisten Krüge und anderer Gefäße sind an ihrem unteren und oft auch oberen Ansatz zu einem Voluten- oder Schneckenende geformt.“

Zitate aus der Diplomarbeit von Katharina Marchgraber ab S. 20 ff

Quelle Literatur:

Frühe Gmundner Fayence
bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts“
Verfasserin
Katharina Marchgraber
Wien 2008

Link zur Diplomarbeit:
http://othes.univie.ac.at/1098/1/2008-09-15_0002754.pdf

Download als PDF
fruehe-gmundner-fayence-katharina-marchgraber-2008

 

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770 Johannes der täufer

Nürnberger Fayence mit biblischen Szenen

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770
mit der Taufe Christi und Jacob kämpft mit dem Engel

Literatur und Vergleichsstücke im Museum:

Das im Jahr 2017 erschiene umfassende Werk über Nürnberger Fayencen von Silvia Glaser enthält detaillierte Erläuterungen zu den Stücken im Germanischen Nationalmuseum,
sowie Vergleichsstücken in Sammlungen.
Frau Dr. Glaser stellt erstmals die nachweisbaren Maler der Nürnberger Fayencefabrik mit Ihren wichtigsten Werken vor.

Mit diesem LINK erhalten Sie einen Einblick in das sehr empfehlenswerte Werk als PDF.

Auf den Seiten 242 ff  Lot 87 werden Vergleichsstücke ausführlich beschrieben.
(Klick auf das Bild für eine größere Ansicht)

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums