Kategorie-Archiv: Fayence

Ansbacher Enghalskrug ca. 1740 Grüne Familie detail

Ansbach Faience „famille verte“ 18th century

Rare 18th century Baroque Ansbach Faience Jug decorated with polychome muffle-fired enamel colours with a chinese couple in „famille verte“ style ca. 1740 – Provenance: Collection Igo Levi, Luzern and Collection Ulrich Seiler, Cologne

Ansbacher Enghalskrug der „Grünen Familie“ um 1740, bunte Muffelmalerei, H. 30 cm

Ansbach narrow necked faience jug ca. 1740 Famille verte
Ansbacher Enghalskrug der „Grünen Familie“ um 1740, bunte Muffelmalerei, H. 30 cm Provenienz: Sammlung Igo Levi, Luzern und Sammlung Ulrich Seiler, Köln

Reference Object Bayerisches Nationalmuseum München

Unter der Regentschaft der kunstsinnigen Markgräfin Christiane Charlotte (1723-1729) erreichte die fürstliche Fayence-Manufaktur Ansbach mit den Geschirren der „Grünen Familie“ ihren künstlerischen Höhepunkt. Als Vorbild dienten chinesische Porzellane der K’ang-hsi-Periode.


Ansbach Fayence Deckelterrine mit Karpfenteichmuster 2. Hälfte 18. Jh. Inv. 17/271.1-2

During the regency of the Margravine Christiane Charlotte (1723–1729), an art lover and connoisseur, the royal faience factory at Ansbach reached its artistic zenith with superbly crafted tableware in the ‚famille verte‘ style which was based on Chinese porcelain of the Kangxi period.


https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=486&tx_paintingdb_pi%5Bp%5D=1&cHash=5f0413c34dd09fee5b7bca72f2c4d502&L=1
Teller und Vasen Ansbach Karpfenteichdekor „Grüne Familie“ um 1735
18th century faience plateau kuenersberg ca. 1750

Fayence Bildtafel Künersberg ca. 1750

Rare Baroque Künersberg faience plate circa 1750. A very special 18 century museum piece painted by a HAUSMALER in Augsburg in brightly polychrome muffle-fired enamel colours.

Barocke Museale Künersberger Bildplatte mit profiliertem Rahmen um 1750, in Augsburg von einem Hausmaler in leuchtend bunten Muffelfarben bemalt.

Museum Reference | Metropolitan Museum |Stadtmuseum Memmingen

18th century Kuenersber Faience Plateau Stadtmuseum Memmingen
Künersberg Bildtafel um 1750 im Stadtmuseum Memmingen
https://www.metmuseum.org/art/collection/search/20088

Interesting reference piece in the European Sculpture and Decorative Arts Department of the Metropolitan Museum New York it shows the faience manufactury of Künersberg.

Literatur:


vMagdeburger Fayence Netzvase um 1770 Detail

Magdeburger Fayence Netzvase um 1770

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

English Synopsis: Rare Magdeburg Faience Potpourri late 18th century
Fisherman motive in landscape with manganese high-fired colors
Asymmetrical Rocaille Cartouche.
Net decoration is artfully adorned with flowers.

Seltene Magdeburger Netzvase aus dem 18. JH
Figürliches Fischer Motiv in Landschaft mit manganen Scharffeuerfarben
in asymetrischer rocaillenförmiger Kartusche.
Das gitterförmig ausgearbeitete Netzdekor ist kunstvoll mit Blüten dekoriert

Magdeburger Fayence Netzvase um 1770, mit manganen Scharffeuerfarben H 24 cm
Magdeburg Faience Potpourri ca. 1770



Grassi Museum Potpourri Magdeburg Manufaktur Guischard
um 1760/1780 Kat. Nr. 189

Vergleichsobjekte im
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Europäische Fayencen 17.–18. Jahrhundert Bestands- und Verlustkatalog der Sammlung des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig Autor: Dr. Thomas Rudi

Der Bestand des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig an Fayencen des 17. und 18. Jahrhunderts ist außergewöhnlich umfangreich und qualitativ herausragend.
Seit der Eröffnung des Museums im Jahre 1874 wurden Fayencen kontinuierlich gesammelt, sodass die Kollektion heute ungefähr 540 Geschirre und 150 Fliesen nahezu aller bedeutenden Manufakturen umfasst.
Die oft aufwändig gearbeiteten Kunstwerke sind bis heute Belege einer der ideenreichsten Epochen der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte.
Sie reflektieren die Lebensformen des 18. Jahrhunderts in ihrer großen Komplexität und in ihrem ganzen Reichtum und offenbaren zugleich gesellschaftliche Verhältnisse, repräsentative Ansprüche und zeittypische Sitten.

Blick in die Ausstellungsräume der Sonderausstellung für Europäische Fayencen des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig 23.11.2017 – 06.05.2018

Literatur:

Europäische Fayencen Grassi Museum Leipzig
Europäische Fayencen 17.–18. Jahrhundert Bestands- und Verlustkatalog der Sammlung des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig Autor: Dr. Thomas Rudi

Ein sehr aufschlussreiches Werk von Dr. Thomas Rudi mit einem ausführlichen Text zur Geschichte der Fayence, zur Technik der Fayenceherstellung, zum Manufakturbetrieb und zur Herkunftsbestimmung.
734 Objekte aus Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien – geordnet nach Ländern und Manufakturen. Mit einem Literaturverzeichnis sowie einem bebilderten Markenverzeichnis.

Aus folgenden Städten kommen die Europäischen Fayencen
Deutschland: Abtsbessingen, Ansbach, Bayreuth, Berlin, Braunschweig, Dorotheenthal, Dresden, Durlach, Erfurt, Frankfurt/Main, Fulda, Gera, Hamburg, Hanau, Hannoversch Münden, Hubertusburg, Kassel, Kellinghusen, Kiel, Künersberg, Lesum, Ludwigsburg, Magdeburg, Mosbach, Nürnberg, Offenbach, Rheinsberg, Rudolstadt, Schrezheim, Stockelsdorf, Stralsund, Sulzbach, Wrisbergholzen, Zerbst, Zittau
Frankreich: Allemagne-en-Provence, Auch, Bayonne, Bordeaux, La Rochelle, Les Islettes, Lille, Lunéville, Marseille, Moustiers/Moustiers-Sainte-Marie, Nevers, Niderviller, Quimper, Roanne, Rouen, Saint-Amand-les-Eaux, Saint-Clément, Samadet, Sceaux, Straßburg/Strasbourg, Varages
Italien: Bassano, Castelli, Deruta, Laterza, Le Nove, Pavia, Savona
Niederlande: Delft, Friesland, Haarlem, Harlingen
Österreich: Gmunden, Niederösterreich, Salzburg
Polen: Proskau/Prószków
Portugal: Lissabon
Schweden: Rörstrand
Schweiz: Winterthur
Slowakische Republik/Slowakei: Habaner Ware, Holitsch/Holic
Spanien: L‘Alcora

Hier können Sie das Buch bestellen
118th century Gmunden Faience Wedding Jug dated 1764 Detail

Gmundener Hochzeitskanne 1764 datiert

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog :

English synopsis:
Baroque Gmundener wedding jug dated 1764.
Very rare form of a jug painted with bright highfired colours.
The subject of the painting is a shepherd couple on a boat trip on Lake Traunsee. The painting is attributed to Gottfried Sauber the Elder,
H. 27 cm

Barocke Gmundener Hochzeitskanne 1764 datiert.
Sehr seltene Form einer Kanne, die mit bunten Scharffeuerfarben bemalt ist.

Sujet der Malerei ist ein Schäferpaar bei einer Bootsfahrt auf dem Traunsee.
Die Bemalung wird Gottfried Sauber dem Älteren zugeschrieben,

H. 27 cm

Gmundener Fayence Hochzeitskanne 1764 datiert, H. 27 cm
Gmundener Fayence Hochzeitskanne 1764 datiert

Early faiences from Gmunden dating from the 18th century have their very own characteristics and are therefore very popular collector’s items.

Frühe Fayencen aus Gmunden aus dem 18. Jahrhundert haben
ihre ganz eigene Charakteristik und sind deshalb als Sammlerobjekte sehr beliebt.
Katharina Marchgraber beschreibt dies eindrucksvoll in ihrer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008.

Das PDF der Diplomarbeit in einem unserer Beiträge aus dem Jahr 2018
http://www.fayence-steinzeug-vogt.de/fayence-aus-gmunden-um-1800/

Gmunden Hochzeitskanne 1764 datiert Fayence

Die Bemalung wird Gottfried Sauber dem Älteren zugeschrieben


Around 1770 the Gmundner Hafner used all the four highfired colours.
The colour blue no longer is as dominant as in earlier timers and the colour green does not yet have the leading part as in later objects. However, nothing changes regarding forms and the style of painting.

In der Zeit um 1770 verwendeten die Gmundner Hafner die vier Scharffeuerfarben gleichberechtigt nebeneinander.
Die Farbe Blau schlägt nicht mehr und die Farbe Grün noch nicht durch. An dem Formenkanon und der Bemalung ändert sich jedoch nichts.

Quelle: Frühe Gmundner Fayence bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts“ Verfasserin Katharina Marchgraber Wien 2008

Museum Reference Object – Vergleichsstück im Museum:

http://www.landesmuseum.at/de/sammlungen/gruppe-kunst-und-kultur/kunstgewerbe.html

Abbildungsverzeichnis Abb 6 Krug Gmunden oö. Landesmuseum
Abbildungsverzeichnis Keramik Gmunden oö. Landesmuseum

Quelle: DIE KERAMIK GMUNDENS IN DER KUNSTHISTORISCHEN ABTEILUNG DES OBERÖSTERREICHISCHEN LANDESMUSEUMS Von Brigitte Heinzl

© Oberösterreichischer Musealverein – Gesellschaft für Landeskunde

Literatur:

F-H-König+Alt-Gmundner-Fayencen-Eine-Handwerkskunst-aus-dem-Salzkammergut-17-19-Jhd 1964

König, F. H.

Alt-Gmundner Fayencen.
Eine Handwerkskunst aus dem Salzkammergut (17.-19.Jhd.).

Linz, Verlag J. Wimmer

Erschienen: 1964.

Peter Vogt Antiquitäten im Rathaus München Barocke Fayence München

Katalog Fayence und Steinzeug 2019

Preview of the 2019 Annual Catalogue with selected
16th, 17th, 18th century European Ceramic objects and Works of Art:
Faience, Stoneware, Bohemian Glass and Enamel Snuff Boxes.

Vorschau auf den Jahreskatalog 2019 mit ausgewählten
Keramik Objekten aus Fayence, Steinzeug und Glas.

Click on the button below for the PDF of our catalogue online

EINLADUNG ZUR VERKAUFSAUSSTELLUNG – AUCTION
Samstag, den 23. Februar 2019

VORBESICHTIGUNG – PREVIEW:
Montag 18. Februar bis Freitag 22. Februar 2019
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10 – 13 Uhr & 14 – 18 Uhr


Peter Vogt Antiquitäten im Rathaus München Barock Fayence und Steinzeug
Hypo Kunsthalle Ausstellung Lust der Täuschung

Lust der Täuschung | Kunsthalle München

Lust der Täuschung

Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality

17. August 2018 – 13. Januar 2019

Auf unser Auge allein ist kein Verlass. Die digitale Bildbearbeitung ist mittlerweile so perfekt, dass genaues Hinsehen nicht ausreicht, um wissen zu können, womit wir es zu tun haben: Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind.
Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.

Die Geschichte der Täuschung

Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus.

Quelle: https://www.kunsthalle-muc.de/ausstellungen/details/lustdertaeuschung/

Auch in der Welt der Keramik des 18. Jahrhunderts gab es solche Augentäuschungen in Form von Trompe-l’Œil- Werken in Fachkreisen als  »Schaugerichte« bezeichnete Gefäße in Form von seltenen Früchten, Gemüse und jagdbaren Tieren. Terrinen und Platten in Form von Eberköpfen, Hirschen, Enten, Schildkröten oder Kohlköpfen zierten den Tisch der adligen Gesellschaft.

Ein sehr schönes Beispiel aus Frankreich und der Manufaktur in Sceaux sind die beiden Kohlkopf Terrinen um 1765, die wir im Moment im Bestand haben.

Vergleichsstück in Museum und Literatur:

Eine vielseitige und künstlerisch hochstehende Sammlung befindet sich
in Gut Hohen Luckow

Terrinensammlung Gut Hohen Luckow

Quelle: http://www.terrinensammlung.de/
(Hintergrundinformationen zu den einzelnen Objekten beim Klick auf das Foto)

Gut Hohen Luckow Terrine Sceaux um 1755

Die Gefäße entstanden in über 60 Manufakturen in 15 Ländern Europas
und dokumentieren eindrucksvoll die Blütezeit der Fayenceherstellung.
Die zahlreichen Spitzenobjekte und Gebrauchsgeschirre aus Fayence und Zinn gewähren einen repräsentativen Einblick in die prunkvolle Tafelkultur des Barock und Rokoko, die am Hof Ludwigs XIV. in Versailles ihren Ausgang nahm.

Kunstvolle Schaugerichte als Trompe-l’œils

Seit der Renaissance wurden an Königs- und Fürstenhöfen ausgelassene Feste gefeiert, die sich oft mehrere Tage hinzogen. Reich gedeckte Tafeln mit kostbarem Geschirr, Tischbrunnen, Tafelaufsätzen, Leuchtern und Figuren waren ein zentrales Element der Repräsentation und des Amüsements. Als besondere Attraktion wurden Tiere wie Schwäne, Pfauen, Tauben, Schnepfen oder Eberköpfe sowie Obst und Gemüse wie Salat- und Kohlköpfe, Melonen und Trauben aufgetragen. Im Barock und Rokoko ersetzte man die realen Objekte durch Fayence- und Porzellangefäße, die sehr naturalistisch aussahen und kulinarische Leckereien enthielten.
Man liebte raffinierte Augentäuschungen und erfreute sich daran, dass die Gäste erst bei näherer Betrachtung die echten von den keramischen Speisen unterscheiden konnten. Ein hervorragendes Beispiel ist dieser prächtige Salatkopf aus der berühmten französischen Manufaktur in Sceaux.

Quelle : http://www.guthohenluckow.de/pdf/terrinen_leseprobe_07.pdf

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN
Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow, Hirmer München 2007

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Hirmer 2007

Kunst und Auktionen Fund meines Lebens Peter Vogt Delfter Wappenkrug

Der Fund meines Lebens | Fürstlicher Wappenkrug

Delfter Wappenkrug des Fürsten Wilhelm von Anhalt um 1705

Delfter Wappenkrug Fürst von Anhalt um 1705

Weiß glasierte Fayence mit dem Wappen des Fürsten Wilhelm von Anhalt in leuchtend bunten Scharffeuerfarben. Auf dem Lippenwulst blaue Inschrift „Wilhelminus Dei Gratia Princeps Anhalting, Dux Saxonia, Angaria et Westphalia Comes Ascania, D. Bernburg et S.“ Auf dem Boden blaue Manufakturmarke „VE“ Lambert van Eenhoorn, von de Metalen Pot. Feuervergoldete Silbermontierung H. 27 cm

Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (* 18. August 1643 in Harzgerode; † 14. Oktober 1709 ebenda) war der letzte Fürst von Anhalt-Harzgerode.

Er war der Sohn von Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613–1670) und dessen erster Frau Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar (1619–1647).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Anhalt-Harzgerode)

Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Delfter Wappenkrug Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Peter vogt München Kunst und Auktionen 15_2018

Barocker Luxus Bayerisches Nationalmuseum

Barock | Bayrisches Nationalmuseum

Barock und Rokoko
Neugestaltung der Dauerausstellung im Westflügel des Bayrischen Nationalmuseums

Ein Highlight aus der Sammlung höfischer Fayencen:

Weitere Hintergrundinformationen über Fayence Objekte aus dem Barock und Rokoko
finden Sie in der Datenbank des Museums unter nachfolgendem link:
(Die Datenbank ist noch im Aufbau befindlich)

Objektdatenbank des Bayrischen Nationalmuseums

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur
– ein Beispiel aus der Datenbank

Deckelpokal Bayreuth Knöller Bayrisches Nationalmuseum München

Georg Friedrich Grebner Bayreuth, um 1737 Fayence, bemalt, vergoldet 31,5 cm Inv.-Nr. 34/1250.1-2 Vermächtnis Dr. Paul Heiland, 1934

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur Bayreuth Johann Georg Knöller (1728-1744). Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt, Blüten-und Bandelwerkelementen.

Quelle: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=547

Sachbegriff: Deckelpokal
Funktion: Repräsentation
Formtyp: Deckelpokal
Sammlungsbereich: Keramik
Darstellung: Bandelwerk
Blütenwerk
Blattwerk
Ornamentdekor
Wappen (Knöller, Johann Georg)
Monogramm (Knöller, Johann Georg)
Künstler/in: Georg Friedrich Grebner (Nachweis Nürnberg 1717-1731, Nachweis Bayreuth 1731-1738)
Werkstatt: Fayencemanufaktur Bayreuth
Entstehungsort: Bayreuth
Datierung: um 1737
Epoche: Barock
Material / Technik: Fayence / bemalt / vergoldet / Aufglasurfarbe
Maße: Höhe 31,5 cm
Provenienz: Vermächtnis 1934
Dr. Paul Heiland, Potsdam
Inventarnummer: 34/1250.1-2
Fotonummer: D65609
Beschreibung: Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt-, Blüten- und Bandlwerkelementen.
Summary: Standing cup and cover with a monogram and coat of arms; Bayreuth Faience Factory, painting Georg Friedrich Grebner (active in Bayreuth 1731-1738), ca 1737; Faience with onglaze colours and gold, height 31.5 cm; Dr. Paul Hei land Bequest, 1934. Inv. no. 34/1250
The coat of arms and the central monogram with the initials JGK on the bell-shaped bowl of this covered cup can be traced to Johann Georg Knöller, Commissioner for War, who in 1728 leased the Bayreuth Faience Factory founded by the Margrave Georg Wilhelm. Under Knöller the enterprise prospered and succeeded in attracting the services of out-standing painters. The Nuremberg faience painter Georg Friedrich Grebner, for instance, is recorded in Bayreuth from 1731. The brilliant mufflefired decoration with foliate, floral and strapwork elements is from his hand.
Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelfarben

Crailsheim Fayence | Grün Muffelfarben

Seltener und musealer Crailsheimer Fayencekrug um 1770
in grünen Muffelfarben und heimischem Blumendekor

Die Besonderheit dieses Kruges ist die Bemalung in zweierlei Kupfergrün mit
dunkelbraunen Konturen. Nach Auffassung von Hermann Gretsch
(S. 83ff. – Die Fayencefabrik in Crailsheim,
Stuttgart 1928)
ist eben dies auf den Einfluß von Meißen zurückzuführen, den Blumendekor
in grüner Muffelmalerei anzufertigen.
Es kann davon ausgegangen werden, daß zwischen Crailsheim und Meißen
Zusammenhänge bestanden haben.

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Vergleichsstücke aus dem Katalog Fayence und Steinzeug aus 4 Jahrhunderten 2009:

Ähnliche Stücke in grüner Muffelmalerei befinden sich in der Sammlung Heiland,
(Suppenterrine nach Straßburger Vorbild) dem Schlossmuseum in Stuttgart
(Untersatz zu einer Suppenterrine) sowie der Sammlung Igo Levi (Walzenkrug).
Quelle: Hermann Gretsch – Die Fayencefabrik in Crailsheim, Stuttgart 1928 S. 83ff.

Literatur:

Crailsheimer Walzenkrug in bunter Muffelmalerei um 1760/1765
Periode Johann Georg Weiß sen.

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Detail Datierung Friedberger Fayence Walzenkrug 1756

Friedberger Walzenkrug 1756 datiert

Ein museales Stück aus der Friedberger Manufaktur

Manufakturmarke Friedberg CB unter Kurhutmit früher Datierung
2
Jahre nach Gründung im Jahr 1754.

Darstellung eines galanten Rokoko Paares
gemeinsam „gärtnernd“ im Orangenhain in
polychromen Scharffeuerfarben.
Die Edeldame begießt ein Orangenbäumchen
mit dem Namen Johannes auf dem Blumentopf.
Die Gießkanne trägt die Datierung 1756.
Der Galan pflückt derselben eine Frucht.
Spruchband „Geliebte nehm sie dies von meinen
treuen Händen und glaub Sie ganz gewiß nichts soll
mein Lieb enden“


Detail Datierung 1756 Friedberger Fayencekrug

Ein Vergleichssstück in
Blaumalerei befindet sich
in London im
Victoria + Albert Museum

Tankard Friedberg 18. JH copyright Victoria Albert Museum

Mit dem link kommen Sie direkt
zum Objekt und der Beschreibung.
Bildrechte Victoria + Albert Museum

 

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

 

Das in der Literatur aufgeführte
früheste datierte Stück der
Friedberger Manufaktur aus dem
Jahr 1755 befindet sich in der
Sammlung des
Maximilian Museum
in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Literatur:

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 200 Jahre Friedberger Fayence

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg