Kategorie-Archiv: Museum

Raetisches Museum Chur Loetscher Hafner Sonderausstellung

Rätisches Museum Chur

Lötschers Kacheln. Die Hafner aus St. Antönien
Sonderausstellung vom 5. April bis 25. August 2019

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00–17:00
Montag geschlossen
Hofstrasse 1
7000 Chur
Tel. +41 81 257 48 40

Während fünf Generationen betrieb die Familie Lötscher im 19. Jahrhundert eine wichtige Keramik-Produktion. Für Graubünden war dies der bedeutendste Hafnereibetrieb in der Neuzeit, was Qualität, Funktionalität und Schönheit der Produkte anbelangt. Die Ausstellung präsentiert eine Vielzahl dieser einzigartigen Keramik und erzählt die bewegte Familien- und Handwerksgeschichte der Lötschers. Sie zeigt, wie sie im damals abgeschiedenen Prättigau eine Produktionsnische fanden und erfolgreich besetzten, aber auch, wie industriell produziertes Geschirr das alte Handwerk allmählich unter Druck setzte, bis der letzte Töpfer, Andreas Lötscher, seinen langjährigen Familienbetrieb schliesslich aufgeben musste.
Mehr zur Ausstellung als PDF zum download

Keramik aus St. Antönien
Von 1804 bis 1898 wurde in der auf 1300 m ü. M. gelegenen Walsersiedlung St. Antönien-Ascharina, im Norden des Kantons Graubünden, an der Grenze zum österreichischen Vorarlberg, Keramik hergestellt. Fünf Hafner der Familie Lötscher produzierten dort während vier Generationen Geschirrkeramik, Kachelöfen und Wasserleitungsröhren. Die Grundlage für den Betrieb bildete ein lokales Tonvorkommen. Obwohl die Lage der Töpferei, abgelegen in einem nur auf Saumpfaden erreichbaren Seitental des Prättigaus, nicht als optimal eingestuft werden kann, waren die Hafner Lötscher bis in die 1870er-Jahre wirtschaftlich erfolgreich. Ihre lokalen Produkte hatten wohl aufgrund der Transportkosten einen gewissen Vorteil gegenüber Importen aus der übrigen Deutschschweiz, Süddeutschland oder Italien. Erst mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Chur-Rheineck SG im Jahr 1858 und der Prättigauer Talstrasse um 1860 entstand die Möglichkeit für einen regelmässigeren Fracht- oder Postverkehr und einen besseren Warenverkehr, der die Konkurrenz zunehmend bevorteilte.

English Synopsis:
At St. Antönien-Ascharina, located in the north of the canton of Graubünden, on the border of the Austrian Vorarlberg, in the Walser region, at 1300 m above sea level, ceramics were made from 1804 to 1898. Five potters from the Lötscher family produced tableware, tiled stoves
and water pipes for four generations. The enterprise was established there because of the existence of a local clay deposit. Although the location of the pottery cannot be considered optimal, as it is isolated in a Prättigau side valley that can only be reached by mule tracks, Lötscher potters were economically prosperous until the 1870s. Probably the local products
had some advantage over imports from the rest of the German-speaking part of Switzerland, southern Germany or Italy because of the transport costs. It was not until the completion of the Chur-Rheineck railway line (Canton of St. Gallen) in 1858 and the Prättigau valley road in 1860 that freight or postal traffic could be more regular, thus promoting increased
competition.

4 Generationen der Lötscher Hafner Familie

Presse- und Radiobeiträge zur Eröffnung der Ausstellung

Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege
Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege

https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/2019-04-04/loetschers-kacheln-die-hafner-aus-st-antoenien
https://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/innovation-im-19-jahrhundert-als-st-antoenien-eine-hochburg-der-keramikproduktion-wa

Literatur zur Ausstellung:

Hypo Kunsthalle Ausstellung Lust der Täuschung

Lust der Täuschung | Kunsthalle München

Lust der Täuschung – Thrill of Deception

Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality – From Ancient Art to Virtual Reality
17. August 2018 – 13. Januar 2019

English Synopsis: We can no longer rely on the evidence of our eyes alone: digital image processing has come on in leaps and bounds to the point where we cannot tell if the things we see are fact or fake merely by looking closely. This is not a new phenomenon – optical illusions, trompe-l’oeil, visual trickery and deceptions have always been around, particularly in art. Since antiquity, artists have been playing with our senses, reminding us time and time again how easily we are deceived. With examples from painting, sculpture, video, architecture, design, fashion and interactive virtual-reality works, the exhibition weaves a highly entertaining path through the (art) history of appearance and illusion.

A veritable cabinet of curiosities

The exhibition transforms over four millennia of optical illusions into an exciting art experience, with every room holding new surprises in store. Visitors are invited to discover both little-known artists and marvel at works by great masters of art and design history, including Cornelis Gijsbrechts, Viktor&Rolf, Laurie Anderson, Jean Paul Gaultier, Thomas Demand, Gerhard Richter, Andy Warhol and many more. The common denominator: in an engaging way, they all turn our familiar perception of the world upside down.
view full description…

Auf unser Auge allein ist kein Verlass. Die digitale Bildbearbeitung ist mittlerweile so perfekt, dass genaues Hinsehen nicht ausreicht, um wissen zu können, womit wir es zu tun haben: Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind.
Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.

Die Geschichte der Täuschung

Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus.

Quelle: https://www.kunsthalle-muc.de/ausstellungen/details/lustdertaeuschung/

Auch in der Welt der Keramik des 18. Jahrhunderts gab es solche Augentäuschungen in Form von Trompe-l’Œil- Werken in Fachkreisen als  »Schaugerichte« bezeichnete Gefäße in Form von seltenen Früchten, Gemüse und jagdbaren Tieren. Terrinen und Platten in Form von Eberköpfen, Hirschen, Enten, Schildkröten oder Kohlköpfen zierten den Tisch der adligen Gesellschaft.

Ein sehr schönes Beispiel aus Frankreich und der Manufaktur in Sceaux sind die beiden Kohlkopf Terrinen um 1765, die wir im Moment im Bestand haben.

Vergleichsstück in Museum und Literatur:

Eine vielseitige und künstlerisch hochstehende Sammlung befindet sich
in Gut Hohen Luckow

Terrinensammlung Gut Hohen Luckow

Quelle: http://www.terrinensammlung.de/
(Hintergrundinformationen zu den einzelnen Objekten beim Klick auf das Foto)

Gut Hohen Luckow Terrine Sceaux um 1755

Die Gefäße entstanden in über 60 Manufakturen in 15 Ländern Europas
und dokumentieren eindrucksvoll die Blütezeit der Fayenceherstellung.
Die zahlreichen Spitzenobjekte und Gebrauchsgeschirre aus Fayence und Zinn gewähren einen repräsentativen Einblick in die prunkvolle Tafelkultur des Barock und Rokoko, die am Hof Ludwigs XIV. in Versailles ihren Ausgang nahm.

Kunstvolle Schaugerichte als Trompe-l’œils

Seit der Renaissance wurden an Königs- und Fürstenhöfen ausgelassene Feste gefeiert, die sich oft mehrere Tage hinzogen. Reich gedeckte Tafeln mit kostbarem Geschirr, Tischbrunnen, Tafelaufsätzen, Leuchtern und Figuren waren ein zentrales Element der Repräsentation und des Amüsements. Als besondere Attraktion wurden Tiere wie Schwäne, Pfauen, Tauben, Schnepfen oder Eberköpfe sowie Obst und Gemüse wie Salat- und Kohlköpfe, Melonen und Trauben aufgetragen. Im Barock und Rokoko ersetzte man die realen Objekte durch Fayence- und Porzellangefäße, die sehr naturalistisch aussahen und kulinarische Leckereien enthielten.
Man liebte raffinierte Augentäuschungen und erfreute sich daran, dass die Gäste erst bei näherer Betrachtung die echten von den keramischen Speisen unterscheiden konnten. Ein hervorragendes Beispiel ist dieser prächtige Salatkopf aus der berühmten französischen Manufaktur in Sceaux.

Quelle : http://www.guthohenluckow.de/pdf/terrinen_leseprobe_07.pdf

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN
Eine Sammlung auf Gut Hohen Luckow, Hirmer München 2007

DECKELTERRINEN DES 18. Jh AUS FAYENCE UND ZINN Hirmer 2007

Zum Wohle Stiftung Kupfermuseum Historische Trinkgefäße 2018

Zum Wohle! | Kupfermuseum

Ausstellung im Kupfermuseum vom 19.09. bis 24.11.2018

Zum Wohle Stiftung Kupfermuseum Historische Trinkgefäße

Rechtzeitig zum Beginn des Oktoberfests in München werden Schätze der besonderen Art im Kupfermuseum gezeigt:

Die Trinkkultur vergangener Zeiten beleuchtet die Sonderausstellung, in der  künstlerisch aufwendig gestaltete Schank- und Trinkgefäße vom 16. bis zum 20. Jahrhundert präsentiert werden. Über 120 ausgewählte Stücke aus dem Museumsbestand sowie Leihgaben aus Metall, Glas und Keramik zeigen die Entwicklung verschiedener Gefäßtypen im Laufe der Jahrhunderte.

Das Kupfermuseum

Bei einem Rundgang durch das Kupfermuseum können Sie die Entwicklung der Handwerkskunst nachvollziehen: Von ihren Anfängen in der Frühgeschichte,
der Blütezeit im Barock bis zu ihrem Niedergang gegen Ende des 19. Jahrhunderts
.

Schwerpunkt der Sammlung ist das mitteleuropäische Gebrauchsgerät des
17. bis 19. Jahrhunderts.
Kunstvoll ausgearbeitete Backmodeln und hochwertiges Küchengeschirr aus Hof- und Klosterküchen repräsentieren – chronologisch und thematisch in Gruppen arrangiert –
die Kultur des gehobenen Kücheninventars aus vergangener Zeit.
Zusätzlich vermitteln sie einen vergnüglichen Einblick in die Back-, Koch- und Essgewohnheiten der jeweiligen Epoche. Die Objekte selbst, vorwiegend europäischer Herkunft, vermitteln anschaulich die große Vielfalt und den Formenreichtum diverser Gebrauchsgerättypen sowie die unterschiedliche Funktion und Nutzung im Laufe der Jahrhunderte.

Hier können sie den Museumsflyer mit allen Informationen downloaden

Fachliteratur – Museumskatalog

Kuhnke, Siegfried Das rote Gold – Kunstwerke der Kupferschmiede

Kuhnke, Siegfried Das rote Gold – Kunstwerke der Kupferschmiede Stiftung Kupfermuseum Kuhnke, Pähl-Fischen

Blick ins Buch bei google Books

 

Barocker Luxus Bayerisches Nationalmuseum

Barock | Bayrisches Nationalmuseum

Barock und Rokoko
Neugestaltung der Dauerausstellung im Westflügel des Bayrischen Nationalmuseums

English Synopsis:
At the end of the 16th century the baroque spread from Italy outwards across all of Europe. Works of art from this period are characterised by a creative opulence which threatens to overwhelm the viewer. Life at the court of King Louis XIV of France became the model and measure of every absolutist prince in Europe. The Catholic Counter-Reformation and the religious strife of the period shaped sacred works, for example paintings and sculptures.

Under electors Maximilian I, Ferdinand Maria and Max II Emanuel, Munich was developed into a radiant capital city. The Bayerisches Nationalmuseum presents unique objects, found nowhere else but here, from all areas of production in the decorative and fine arts and once in the possession of the Wittelsbach family. Magnificent furniture, works in gold and silver, weapons, musical instruments, clocks, glass, miniatures, works in ivory and sculpture in bronze give a comprehensive picture of courtly displays of magnificence. read more …

Ein Highlight aus der Sammlung höfischer Fayencen:

Weitere Hintergrundinformationen über Fayence Objekte aus dem Barock und Rokoko
finden Sie in der Datenbank des Museums unter nachfolgendem link:
(Die Datenbank ist noch im Aufbau befindlich)

Objektdatenbank des Bayrischen Nationalmuseums

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur
– ein Beispiel aus der Datenbank

Deckelpokal Bayreuth Knöller Bayrisches Nationalmuseum München

Georg Friedrich Grebner Bayreuth, um 1737 Fayence, bemalt, vergoldet 31,5 cm Inv.-Nr. 34/1250.1-2 Vermächtnis Dr. Paul Heiland, 1934

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur Bayreuth Johann Georg Knöller (1728-1744). Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt, Blüten-und Bandelwerkelementen.

Quelle: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=547

Sachbegriff: Deckelpokal
Funktion: Repräsentation
Formtyp: Deckelpokal
Sammlungsbereich: Keramik
Darstellung: Bandelwerk
Blütenwerk
Blattwerk
Ornamentdekor
Wappen (Knöller, Johann Georg)
Monogramm (Knöller, Johann Georg)
Künstler/in: Georg Friedrich Grebner (Nachweis Nürnberg 1717-1731, Nachweis Bayreuth 1731-1738)
Werkstatt: Fayencemanufaktur Bayreuth
Entstehungsort: Bayreuth
Datierung: um 1737
Epoche: Barock
Material / Technik: Fayence / bemalt / vergoldet / Aufglasurfarbe
Maße: Höhe 31,5 cm
Provenienz: Vermächtnis 1934
Dr. Paul Heiland, Potsdam
Inventarnummer: 34/1250.1-2
Fotonummer: D65609
Beschreibung: Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt-, Blüten- und Bandlwerkelementen.
Summary: Standing cup and cover with a monogram and coat of arms; Bayreuth Faience Factory, painting Georg Friedrich Grebner (active in Bayreuth 1731-1738), ca 1737; Faience with onglaze colours and gold, height 31.5 cm; Dr. Paul Hei land Bequest, 1934. Inv. no. 34/1250
The coat of arms and the central monogram with the initials JGK on the bell-shaped bowl of this covered cup can be traced to Johann Georg Knöller, Commissioner for War, who in 1728 leased the Bayreuth Faience Factory founded by the Margrave Georg Wilhelm. Under Knöller the enterprise prospered and succeeded in attracting the services of out-standing painters. The Nuremberg faience painter Georg Friedrich Grebner, for instance, is recorded in Bayreuth from 1731. The brilliant mufflefired decoration with foliate, floral and strapwork elements is from his hand.
Boehmischer Milchglaskrug Jagdmotiv 1750 datiert

Böhmischer Milchglaskrug 1750 datiert

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Ein seltener Milchglaskrug mit umlaufender Aufschrift und
Jagddekor sowie der Datierung 1750 in Emailbemalung

Vergleichstücke in Literatur und Sammlung:

Die Sammlung Joos zählt mehr als 200 emailbemalte oder geschnittene
volkstümliche Gläser
aus der Zeit zwischen 1700 und 1800.

In diesem Jahr wird die Sammlung im Glasmuseum Frauenau erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770 Johannes der täufer

Nürnberger Fayence mit biblischen Szenen

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770
mit der Taufe Christi und Jacob kämpft mit dem Engel

Literatur und Vergleichsstücke im Museum:

Das im Jahr 2017 erschiene umfassende Werk über Nürnberger Fayencen von Silvia Glaser enthält detaillierte Erläuterungen zu den Stücken im Germanischen Nationalmuseum,
sowie Vergleichsstücken in Sammlungen.
Frau Dr. Glaser stellt erstmals die nachweisbaren Maler der Nürnberger Fayencefabrik mit Ihren wichtigsten Werken vor.

Mit diesem LINK erhalten Sie einen Einblick in das sehr empfehlenswerte Werk als PDF.

Auf den Seiten 242 ff  Lot 87 werden Vergleichsstücke ausführlich beschrieben.
(Klick auf das Bild für eine größere Ansicht)

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Schnaps&rösti_Ariana Genf

Musee Ariana Genf

Musee Ariana
„Schnaps et rösti“

Emailliertes Glas und Töpferware aus der Schweiz,
17. bis 19. Jahrhundert
9. Juni 2017 bis 18. Februar 2018

Röstiplatten und Terrinen aus Irdenware mit Engobedekor unter Glasur treffen auf
Schnapsflaschen
und Trinkbecher aus weissem oder farbigem Glas, die mit
polychromer Emailmalerei verziert sind.

Emailbemaltes «Flühli-Glas» wurde hauptsächlich zwischen 1720 und 1820 hergestellt.

Die bekanntesten Töpfereien befanden sich in Langnau, Blankenburg, Bäriswil
und Heimberg.

Die Exponate unterscheiden sich zwar im Hinblick auf Technik und Form, treten aber über die ikonografischen Motive miteinander in Resonanz. Blumen und Tiere, Wappendarstellungen und Genrefiguren zieren die naive Bauernkeramik. Oftmals ergänzen Sprüche mit religiösem, patriotischem oder amourösem Inhalt das Dekor und liefern Einblicke in das Alltagsleben im Bernbiet und im Entlebuch.

Langnau 1779 – Sammlung Musee Ariana Genf

Die Sammlung des Musée Ariana beherbergt einen bedeutenden
Korpus mit an die 200 Schweizer Keramikobjekten.

Sie decken einen grossen Zeitraum ab: von 1680 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Mit Ausnahme einiger Anschaffungen, die im Laufe der Zeit getätigt wurden, gelangten die meisten Stücke – teilweise erst im Zusammenhang mit dem Aufbau dieser Ausstellung – über Schenkungen und Legate in den Besitz des Museums.

SCHWEIZER TÖPFERWARE

Die grundsätzlich gleichbleibende Töpfereitechnik besteht darin, den Ton nach dem Drehen, Formen und Trocknen mit einer hellbeigen oder dunkelbraunen Grundengobe zu überziehen. Engoben bestehen aus naturbelassenem oder mit Metalloxiden eingefärbtem flüssigem Tonschlicker. In einem nächsten Schritt wird der Gegenstand mit einem Pinsel oder einem Malhörnchen – einer Art birnenförmigen, mit Engobe gefüllten Pipette verziert; zusätzlich zur Emailbemalung werden manchmal Springfeder – oder Ritzdekore angebracht. Schliesslich wird der Gegenstand mit Email überzogen und im Holzofen gebrannt. Der Brennvorgang bringt die kräftigen Engobefarben unter der durchsichtigen, glänzenden Glasur voll zur Geltung.

Zwar wurden Töpfereien nachweislich auch in mehreren anderen Schweizer Gegenden betrieben, doch die wichtigsten Produktionsstätten lagen im Kanton Bern:
die Werkstatt von Abraham Marti in Blankenburg sowie die Zentren in Langnau, Heimberg, Bäriswil und Steffisburg

Die Hafnerei Abraham Marti in Blankenburg (Simmental)

Teller Abraham Marti Blankenburg dat 1758

Plat Abraham Marti, Blankenbourg (Simmental, Berne), daté 1758
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 59 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 932
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Abraham Marti findet erstmals 1748 als einziger Töpfer des Simmentals (Berner Oberland) Erwähnung. Von 1749 bis 1789 stellte er Keramikgeschirr, hauptsächlich Platten, aber auch Ofenkacheln her.

Mit ihrem Dekor auf hellem Hintergrund sind Abraham Martis flache Teller unverwechselbar. Das Profil der Teller weist zwar besonders bei grossformatigen Stücken häufig Unregelmässigkeiten auf, doch die Arbeiten Martis zählen wegen ihrer bemerkenswerten Dekorqualität zu den Glanzleistungen der Schweizer Töpferkunst.
Der grosse Wappenteller (s. Abb.) ist ein Meisterwerk dieser Kategorie.

Mit 19 Tellern und Platten besitzt das Musée Ariana eine der schweizweit grössten Sammlungen von Blankenburger Keramik.

Daniel Herrmann und die Langnauer Keramik

Ab dem 17. Jahrhundert entstanden in der Gemeinde Langnau im Emmental eine ganze
Reihe von Töpfereibetrieben.

Teller Langnau (Berne), dat 1779

Assiette Langnau (Berne), daté 1779
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 30 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 909
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Für die Zeit bis 1850 gibt es Belege für mindestens zehn handwerklich
arbeitende Hafnereien
.

Über mehrere Generationen tätige Hafner, darunter die berühmte Familie Herrmann, entwickelten ein handwerkliches Können, für das der Begriff «Langnauer Stil»
geprägt wurde. Daniel Herrmann (1736-1798) übernahm stilistische Elemente der Frischingschen Fayencemanufaktur, der er eine Zeit lang als Direktor vorstand.
Die Malhorndekoration wurde auf weissem Grund aufgetragen, anschliessend mit
Ritz- und Springfederdekor kombiniert und schliesslich mit einer leicht grünlichen Glasur überzogen. Die meisten Teller sind zudem mit Sprüchen versehen.

Nebst Tellern und Platten wurden auch mindestens 250 weitere Arten von Gebrauchsgegenständen registriert, darunter zahlreiche Terrinen mit unterschiedlichen Formen.

Beiträge zum Thema Langnauer Keramik in der Presse:

Berner Zeitung

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/die-dynastie-herrmann/story/24930623

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/in-langnau-ist-die-welt-anders/story/14519499

Heimberg und «Heimberger Art»

Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das grösste Töpfereizentrum des Kantons Bern in der Region Heimberg. Um 1850 wurden in der Gegend von Heimberg bis zu 80 Töpfereien gezählt, in denen auch Gesellen und Ausmacherinnen (Keramikmalerinnen) beschäftigt waren.

Teller Heimberg Bern 1793 datiert

« Plat à rösti » « À la manière de Heimberg » (Berne), daté 1793
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 28,4 cm
Don d’Alfred Dumont, 1894 – Inv. R 195
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan 14

Zu den besonderen Merkmalen der Heimberger Produktion gehört, dass die Verzierungen mit dem Malhörnchen auf eine schwarzbraune Grundengobe aufgetragen wurden.
Die tiefen, als «Röstiplatten» bekannten Servierteller besitzen meistens einen charakteristisch abgeschrägten Rand. Nach heutigen Erkenntnissen beschränkt sich dieser Keramiktyp jedoch nicht auf das Heimberger Töpfereizentrum: Ähnliche Gegenstände wurden auch in Berneck im Rheintal hergestellt.
Dort, wo Stempel oder Markierungen zur Identifizierung des Hafners oder des Produktionsstandorts fehlen, ist deshalb vorsichtshalber der Begriff «Heimberger Art» zu verwenden.

Quelle: Presse Info Deutsch

Mehr Bildmaterial zur Ausstellung als PDF:

http://institutions.ville-geneve.ch/fileadmin/user_upload/ariana/documents/Expositions/DE_Visuels_Ariana_Schnaps_Roesti.pdf

Literatur:

Begleitend zu dieser Ausstellung entstanden mit der Unterstützung von Experten beider Fachgebiete zwei grössere Veröffentlichungen in deutscher und französischer Sprache.

Andreas Heege, Andreas Kistler, Isabelle Naef Galuba
Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heege Kistler Poteries décorées de Suisse alémanique musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-769-3
Avec le soutien de la Ceramica Stiftung et la Fondation Amaverunt

CHF 85.-

Heinz Horat, Stanislas Anthonioz
Verre émaillé en Suisse, 18e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heinz Horat Stanislas Anthonioz Verre émaillé en Suisse musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-768-6
Avec le soutien de la Fondation Amaverunt

CHF 65.-

CHF 135.- Prix spécial pour l’achat des 2 volumes „Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e – 19e siècles“ et „Verre émaillé en Suisse, XVIIIe-XIXe siècles“

Bestellung – per mail

ariana@ville-ge.ch

 

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ayinger_bier_zitat_ausstellung_sixthofstadel_1

Sixthof Aying 4 Jubiläen

23.09.2016 – 23.10.2016 Ausstellung in Aying
„Eine Gemeinde – vier Jubiläen“

ausstellung_sixthof_aying

Ausstellung im Sixthofstadel

1225 Jahre Aying
650 Jahre Filialkirche St. Nikolaus in Peiß
500 Jahre Reinheitsgebot
50 Jahre Schutzgemeinschaft Hofoldinger Forst

Dachauer Galerien Fresko Ausstellung Bier lokal 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal | Museum Dachau

Brauerei Schlossberg DachauBier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal

Bezirksmuseum Dachau   Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
Augsburger Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 17 Uhr
Sa, So, Feiertag 13 – 17 Uhr

Zum 500jährigen Jubiläum des ›Bayerischen Reinheitsgebots‹ steht ganz Bayern 2016 im Zeichen des gelben Getreidesaftes, dem auch das Bezirksmuseum eine kurzweilige Ausstellung mit einem besonderen Programm widmet.

Auch wenn von den ehemals sieben Dachauer Sudhäusern keines mehr existiert, so prägen noch heute der Unterbräu, der Hörhammer- und der Zieglerbräu das Erscheinungsbild des einstigen Marktes.
Unter dem Motto ›Jedem sein(e) Maß‹ erzählt die Ausstellung anhand von Biergefäßen aus sechs Jahrhunderten nicht nur Brauhistorie, sondern auch amüsante Geschichten über Bier, Braumeister und Zecher.

Rezension der Ausstellung in der Süddeutschen Zeitung

Im ersten Raum Hermann Stockmann Illustration 

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus Museum Dachau Bier lokal Ausstellung

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus

Im Museumskino offenbart Ludwig Thomas Satire ›Ein Münchner im Himmel‹ den von jeher engen Zusammenhang von Bier und Politik.

Teil der Ausstellung sind auch diverse Leihgaben aus der Sammlung Peter Vogt München