Kategorie-Archiv: Museum

Schnaps&rösti_Ariana Genf

Musee Ariana Genf

Musee Ariana
„Schnaps et rösti“

Emailliertes Glas und Töpferware aus der Schweiz,
17. bis 19. Jahrhundert
9. Juni 2017 bis 18. Februar 2018

Röstiplatten und Terrinen aus Irdenware mit Engobedekor unter Glasur treffen auf
Schnapsflaschen
und Trinkbecher aus weissem oder farbigem Glas, die mit
polychromer Emailmalerei verziert sind.

Emailbemaltes «Flühli-Glas» wurde hauptsächlich zwischen 1720 und 1820 hergestellt.

Die bekanntesten Töpfereien befanden sich in Langnau, Blankenburg, Bäriswil
und Heimberg.

Die Exponate unterscheiden sich zwar im Hinblick auf Technik und Form, treten aber über die ikonografischen Motive miteinander in Resonanz. Blumen und Tiere, Wappendarstellungen und Genrefiguren zieren die naive Bauernkeramik. Oftmals ergänzen Sprüche mit religiösem, patriotischem oder amourösem Inhalt das Dekor und liefern Einblicke in das Alltagsleben im Bernbiet und im Entlebuch.

Langnau 1779 – Sammlung Musee Ariana Genf

Die Sammlung des Musée Ariana beherbergt einen bedeutenden
Korpus mit an die 200 Schweizer Keramikobjekten.

Sie decken einen grossen Zeitraum ab: von 1680 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Mit Ausnahme einiger Anschaffungen, die im Laufe der Zeit getätigt wurden, gelangten die meisten Stücke – teilweise erst im Zusammenhang mit dem Aufbau dieser Ausstellung – über Schenkungen und Legate in den Besitz des Museums.

SCHWEIZER TÖPFERWARE

Die grundsätzlich gleichbleibende Töpfereitechnik besteht darin, den Ton nach dem Drehen, Formen und Trocknen mit einer hellbeigen oder dunkelbraunen Grundengobe zu überziehen. Engoben bestehen aus naturbelassenem oder mit Metalloxiden eingefärbtem flüssigem Tonschlicker. In einem nächsten Schritt wird der Gegenstand mit einem Pinsel oder einem Malhörnchen – einer Art birnenförmigen, mit Engobe gefüllten Pipette verziert; zusätzlich zur Emailbemalung werden manchmal Springfeder – oder Ritzdekore angebracht. Schliesslich wird der Gegenstand mit Email überzogen und im Holzofen gebrannt. Der Brennvorgang bringt die kräftigen Engobefarben unter der durchsichtigen, glänzenden Glasur voll zur Geltung.

Zwar wurden Töpfereien nachweislich auch in mehreren anderen Schweizer Gegenden betrieben, doch die wichtigsten Produktionsstätten lagen im Kanton Bern:
die Werkstatt von Abraham Marti in Blankenburg sowie die Zentren in Langnau, Heimberg, Bäriswil und Steffisburg

Die Hafnerei Abraham Marti in Blankenburg (Simmental)

Teller Abraham Marti Blankenburg dat 1758

Plat Abraham Marti, Blankenbourg (Simmental, Berne), daté 1758
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 59 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 932
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Abraham Marti findet erstmals 1748 als einziger Töpfer des Simmentals (Berner Oberland) Erwähnung. Von 1749 bis 1789 stellte er Keramikgeschirr, hauptsächlich Platten, aber auch Ofenkacheln her.

Mit ihrem Dekor auf hellem Hintergrund sind Abraham Martis flache Teller unverwechselbar. Das Profil der Teller weist zwar besonders bei grossformatigen Stücken häufig Unregelmässigkeiten auf, doch die Arbeiten Martis zählen wegen ihrer bemerkenswerten Dekorqualität zu den Glanzleistungen der Schweizer Töpferkunst.
Der grosse Wappenteller (s. Abb.) ist ein Meisterwerk dieser Kategorie.

Mit 19 Tellern und Platten besitzt das Musée Ariana eine der schweizweit grössten Sammlungen von Blankenburger Keramik.

Daniel Herrmann und die Langnauer Keramik

Ab dem 17. Jahrhundert entstanden in der Gemeinde Langnau im Emmental eine ganze
Reihe von Töpfereibetrieben.

Teller Langnau (Berne), dat 1779

Assiette Langnau (Berne), daté 1779
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 30 cm
Legs Gustave Revilliod, 1890 – Inv. AR 909
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan

Für die Zeit bis 1850 gibt es Belege für mindestens zehn handwerklich
arbeitende Hafnereien
.

Über mehrere Generationen tätige Hafner, darunter die berühmte Familie Herrmann, entwickelten ein handwerkliches Können, für das der Begriff «Langnauer Stil»
geprägt wurde. Daniel Herrmann (1736-1798) übernahm stilistische Elemente der Frischingschen Fayencemanufaktur, der er eine Zeit lang als Direktor vorstand.
Die Malhorndekoration wurde auf weissem Grund aufgetragen, anschliessend mit
Ritz- und Springfederdekor kombiniert und schliesslich mit einer leicht grünlichen Glasur überzogen. Die meisten Teller sind zudem mit Sprüchen versehen.

Nebst Tellern und Platten wurden auch mindestens 250 weitere Arten von Gebrauchsgegenständen registriert, darunter zahlreiche Terrinen mit unterschiedlichen Formen.

Beiträge zum Thema Langnauer Keramik in der Presse:

Berner Zeitung

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/die-dynastie-herrmann/story/24930623

https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/in-langnau-ist-die-welt-anders/story/14519499

Heimberg und «Heimberger Art»

Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das grösste Töpfereizentrum des Kantons Bern in der Region Heimberg. Um 1850 wurden in der Gegend von Heimberg bis zu 80 Töpfereien gezählt, in denen auch Gesellen und Ausmacherinnen (Keramikmalerinnen) beschäftigt waren.

Teller Heimberg Bern 1793 datiert

« Plat à rösti » « À la manière de Heimberg » (Berne), daté 1793
Terre cuite, engobes sous glaçure D. 28,4 cm
Don d’Alfred Dumont, 1894 – Inv. R 195
Collection Musée Ariana, Genève
Photo Mauro Magliani & Barbara Piovan 14

Zu den besonderen Merkmalen der Heimberger Produktion gehört, dass die Verzierungen mit dem Malhörnchen auf eine schwarzbraune Grundengobe aufgetragen wurden.
Die tiefen, als «Röstiplatten» bekannten Servierteller besitzen meistens einen charakteristisch abgeschrägten Rand. Nach heutigen Erkenntnissen beschränkt sich dieser Keramiktyp jedoch nicht auf das Heimberger Töpfereizentrum: Ähnliche Gegenstände wurden auch in Berneck im Rheintal hergestellt.
Dort, wo Stempel oder Markierungen zur Identifizierung des Hafners oder des Produktionsstandorts fehlen, ist deshalb vorsichtshalber der Begriff «Heimberger Art» zu verwenden.

Quelle: Presse Info Deutsch

Mehr Bildmaterial zur Ausstellung als PDF:

http://institutions.ville-geneve.ch/fileadmin/user_upload/ariana/documents/Expositions/DE_Visuels_Ariana_Schnaps_Roesti.pdf

Literatur:

Begleitend zu dieser Ausstellung entstanden mit der Unterstützung von Experten beider Fachgebiete zwei grössere Veröffentlichungen in deutscher und französischer Sprache.

Andreas Heege, Andreas Kistler, Isabelle Naef Galuba
Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heege Kistler Poteries décorées de Suisse alémanique musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-769-3
Avec le soutien de la Ceramica Stiftung et la Fondation Amaverunt

CHF 85.-

Heinz Horat, Stanislas Anthonioz
Verre émaillé en Suisse, 18e-19e siècles
Deutsch und Französisch

Heinz Horat Stanislas Anthonioz Verre émaillé en Suisse musee ariana

Collections du Musée Ariana à Genève
bilingue français-allemand
5 Continents
ISBN 978-88-7439-768-6
Avec le soutien de la Fondation Amaverunt

CHF 65.-

CHF 135.- Prix spécial pour l’achat des 2 volumes „Poteries décorées de Suisse alémanique, 17e – 19e siècles“ et „Verre émaillé en Suisse, XVIIIe-XIXe siècles“

Bestellung – per mail

ariana@ville-ge.ch

 

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ayinger_bier_zitat_ausstellung_sixthofstadel_1

Sixthof Aying 4 Jubiläen

23.09.2016 – 23.10.2016 Ausstellung in Aying
„Eine Gemeinde – vier Jubiläen“

ausstellung_sixthof_aying

Ausstellung im Sixthofstadel

1225 Jahre Aying
650 Jahre Filialkirche St. Nikolaus in Peiß
500 Jahre Reinheitsgebot
50 Jahre Schutzgemeinschaft Hofoldinger Forst

Dachauer Galerien Fresko Ausstellung Bier lokal 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal | Museum Dachau

Brauerei Schlossberg DachauBier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017

Bier lokal

Bezirksmuseum Dachau   Bier lokal Bezirksmuseum Dachau 29. Juli 2016 bis 29. Januar 2017
Augsburger Str. 3
85221 Dachau
Tel 08131/5675-0
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 17 Uhr
Sa, So, Feiertag 13 – 17 Uhr

Zum 500jährigen Jubiläum des ›Bayerischen Reinheitsgebots‹ steht ganz Bayern 2016 im Zeichen des gelben Getreidesaftes, dem auch das Bezirksmuseum eine kurzweilige Ausstellung mit einem besonderen Programm widmet.

Auch wenn von den ehemals sieben Dachauer Sudhäusern keines mehr existiert, so prägen noch heute der Unterbräu, der Hörhammer- und der Zieglerbräu das Erscheinungsbild des einstigen Marktes.
Unter dem Motto ›Jedem sein(e) Maß‹ erzählt die Ausstellung anhand von Biergefäßen aus sechs Jahrhunderten nicht nur Brauhistorie, sondern auch amüsante Geschichten über Bier, Braumeister und Zecher.

Rezension der Ausstellung in der Süddeutschen Zeitung

Im ersten Raum Hermann Stockmann Illustration 

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus Museum Dachau Bier lokal Ausstellung

Hermann Stockmann Triumphzug des Gambrinus

Im Museumskino offenbart Ludwig Thomas Satire ›Ein Münchner im Himmel‹ den von jeher engen Zusammenhang von Bier und Politik.

Teil der Ausstellung sind auch diverse Leihgaben aus der Sammlung Peter Vogt München

 

Bier Macht München Stadtmuseum

BIER.MACHT.MÜNCHEN

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Die inhaltlich sehenswerte Ausstellung im Stadmuseum München ist in
mehrere Themenbereiche gegliedert:

Der städtebauliche Einfluss

Über die Jahrhunderte hinweg besaßen die Braustätten und ihre Verlegung an andere Orte in der Stadt großen städtebaulichen Einfluss – und besitzen diesen bis heute. Während um 1600 innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern etwa 74 bürgerliche Brauereien ihren Standort hatten, schrumpfte diese Zahl im Laufe des 19. Jahrhunderts erheblich. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb kaum mehr als eine handvoll Brauereien in München.
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Das Bier als Markenzeichen

Die großen Brauereien, die sich in wenigen Jahren von Kellerwirtschaften zu Unternehmen entwickelt hatten und teilweise hunderttausende Liter Bier im Jahr verkauften, standen in enormer Konkurrenz. Umso höher der Konkurrenzdruck wurde, desto wichtiger erschien es, sich als qualitätvolle Marke zu präsentieren. Als späte Folge der Gewerbefreiheit verabschiedete der Deutsche Reichstag 1874 das „Gesetz über Markenschutz“. Damit waren markenrechtliche Grundlagen geschaffen, die einen Schutz des eigenen Produktes und ein modernes ‚branding‘ ermöglichten. Nur am Rande sei erwähnt, dass die Spatenbrauerei sich ihr bis heute unverändert bestehendes Signet bereits 1883 hat eintragen lassen. Besipielsweise ist das farblich sehr ähnliche Coca-Cola-Zeichen einige Jahre jünger.
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Die Tradition der Münchner Bierfeste

In München wird nicht nur zu allen Festen Bier ausgeschenkt, viele der über die Monate verteilten Festtage sind erst durch ihr besonderes Bier zu entsprechender Bedeutung gekommen. So spannt sich über das Jahr ein eigener Bierkalender, der mit dem Salvator im Frühjahr beginnt, vom Maibock abgelöst, schließlich mit dem Märzen zur Oktoberfestzeit zu einem populären Höhepunkt geführt wird und mit einem besinnlichen Weihnachtsbier das Jahr beschließt. Aufgrund der Sondersude, aus denen die Spezialbiere gewonnen werden, ist die Biervielfalt in München groß – in der Regel sind die saisonalen Biere allesamt stärker eingebraut. Figuren wie der Pater Barnabas, historische Liedstücke wie der Bockwalzer oder das traditionelle „O’zapft is“ werden dem Münchner Besucher bekannt vorkommen, schließlich sind sie aus der Biertradition der Stadt nicht wegzudenken.
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Ausstellung|Bier in Bayern

Am 29. April 2016 eröffnet die diesjährige Landesausstellung im Kloster Aldersbach im Passauer Land:
500 Jahre Reinheitsgebot in Bayern

Bayerische Landesausstellung Bier in Bayern Kloster Aldersbach

Bayerische Landesausstellung 2016: „Bier in Bayern“

Bier – Bayerns fünftes Element:
Anzapfen und Anbandeln, Bieraufstand und Bierkönigin, Brezen und Radi, Freibier und Starkbier, Radler und Russ, Rausch und Genuss, Schützenliesl und Steyrer Hans, Seidla und Pfiff, Weißbier und Weißwurst, Zoigl und Zwickl.
Bier gehört von A bis Z zur bayerischen Lebensart.
Um die bayerische Bier- und Wirtshauskultur und ihren weltweiten Siegeszug dreht sich die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“.

2016 jährt sich der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots zum 500. Mal.
Das Haus der Bayerischen Geschichte nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Kulturgeschichte eines Getränks vorzustellen, das für Bayern etwas ganz Besonderes ist.

Wertgeschätzt als „Nahrungsmittel“ und Nationalgetränk, verstanden als Inbegriff bayerischer Trinkkultur, wurde das Bier zum Markenzeichen und Mythos. Die großen Bierfeste, das einträgliche Weißbiermonopol des Wittelsbacher Herrscherhauses, die Revolten bei Bierpreiserhöhungen zeigen die Verbundenheit der Bayern mit diesem Getränk, das heute das Bild des Freistaats in der Welt mitprägt.

Die „Schützenliesl“ Schützenscheibe, 1881 Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut e.V. © Haus der Bayerischen Geschichte / Philipp Mansmann

Sieben Gründe für den Besuch der Bayerischen Landesausstellung:

Sie zeigt Bayerns „fünftes Element“ in vielen Facetten,
sie fügt vor einmaliger Klosterkulisse Bier und Barock zusammen,
sie präsentiert wahre Bierschätze und Bierberühmtheiten,
sie bindet original erhaltene Einrichtungen und Großgeräte ein wie das alte Sudhaus, die „Sau“ und die Darre,
sie wartet mit eindrucksvollen multimedialen Szenerien auf,
sie eröffnet die Möglichkeit, die Brauerei Aldersbach und die Barockkirche der Gebrüder Asam zu besichtigen,
sie bietet ein umfangreiches Begleitprogramm von Konzerten über Kabarett, Theater bis hin zur Bierverkostung und mehr.

Alle Details online unter: Ausstellung Bier in Bayern

 

Jüdische Braugeschichten

BIER IST DER WEIN DIESES LANDES.
JÜDISCHE BRAUGESCHICHTEN

13. April 2016 bis 08. Januar 2016

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums München

Kurator: Bernhard Purin in Zusammenarbeit mit Lilian Harlander

Das Reinheitsgebot feiert 2016 seinen 500. Geburtstag.
Das Jüdische Museum München nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, erstmals in einer Ausstellung Geschichte und Gegenwart des Bieres in der jüdischen Tradition und Kultur zu beleuchten.

Wenn Bier statt Wein das Hauptgetränk ist, dann, so legt der Talmud fest,
„ist das Bier der Wein dieses Landes“ und darf verwendet werden.

Der Frage, was der Brauerstern und seine oberpfälzische Ausprägung, der „Zoigl“, mit dem Davidstern zu tun haben, widmet sich ein weiterer Bereich der Ausstellung. Anschaulich wird auch die Geschichte des Hopfenhandels erzählt, der in Süddeutschland über lange Zeit von jüdischen Händlern maßgeblich geprägt war.

Gut recherchierte Hintergrundinformationen zum Braustern im
BLOG Westerwaldkeramik und im BLOG von INZUAM

Brauer Stern - Zoigl - Stern der Brauer Zutaten Hopfen Malz Wasser Quelle Blog Inzuam: https://inzuam.wordpress.com/2015/04/29/ein-stern-im-klausenerkiez/

Außerdem wird nachgewiesen, dass das „Bierkrugveredelungsgewerbe“, also die Bemalung von Krügen sowie die Herstellung und Montage der Zinndeckel, ein maßgeblich von jüdischen Münchnern entwickeltes und betriebenes Gewerbe war.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die jüdischen Brauherren in München und Umgebung.

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910 Abbildung: Jüdisches Museum München

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910
Abbildung: Jüdisches Museum München

Abschließend widmet sich die Ausstellung der Bierkultur im heutigen Israel, die zum einen stark von der deutschen Brautradition und deutschen Bierstilen geprägt ist und andererseits durch eine junge und vielfältige Craftbeer-Szene überrascht.

Quelle:
http://www.juedisches-museum-muenchen.de/wechselausstellung/wechselausstellung-single/bier-ist-der-wein-dieses-landes-juedische-braugeschichten.html

 

 

Reichsstadtmuseum Rothenburg

Die Stiftung Baumann
ist seit 1999 integraler Bestandteil des Reichsstadtmuseum Rothenburg.

Sammlung Baumann Reischsstadtmuseum Rothenburg - Fayence und Steinzeug

Sammlung Baumann Reischsstadtmuseum Rothenburg – Fayence und Steinzeug

Die beinahe 1.000 Objekte, die die Stiftung umfasst, besteht hauptsächlich aus Kriegs- und Jagdwaffen von der Steinzeit bis zum 19. Jh., in außergewöhnlicher Qualität und Auserlesenheit. Höhepunkte sind beispielsweise das Jagdensemble der französischen Königin Marie Antoinette, das Jagdgewehr mit Säbel von Jérôme Napoleon oder der Duellpistolenkasten des Fürsten Klemenz von Metternich – alle Objekte von den LePage geschaffen, den unbestrittenen europäischen Meistern des Büchsenmacherhandwerks!

Neben der Waffensammlung werden aber auch noch Fayencen gezeigt, deren Auswahl sich mit größeren Museen durchaus messen kann. Besonders die Objekte der Ansbacher Manufaktur, aber auch die Crailsheimer, Schrezheimer und Nürnberger Stücke zeigen ein sehr hohes Niveau.

Quelle: Reichsstadtmuseum Rothenburg

V+A Highlights | Paul Preuning

Eine Auktionsreise nach London mit Ausflug in das Victoria & Albert Museum

Victoria + Albert Museum London

Nürnberger Hafnerkrug aus der Werkstatt von Paul Preuning ca. 1545-1555
in der Keramik Abteilung des Museums

Victoria + Albert Museum London

Quelle: Weitere Details im online Museumskatalog

  • Descriptive line

    Earthenware jug decorated with coloured glazes and applied moulded decoration depicting the Adoration of the Magi and Massacre of the Innocents, workshop of Paul Preuning, Nuremberg, Germany, about 1545-55

  • Public access description

    This handsome jug was made in the workshop of Paul Preuning of Nuremberg in about 1545-55. It is typical of the brightly-coloured lead-glazed wares decorated with applied moulded relief decoration which were produced at Preuning’s pottery outside the Tiergarten Gate of Nuremberg from the mid-1540s for at most fifty years.
    The distinctive style of Preuning’s pots derives from the traditional local manufacture of stove tiles. At first usually plain green or brownish-black, such tiles decorated stoves which heated grand buildings such as palaces and abbeys. Bright polychrome glazes were introduced from about 1500 and in the 16th century were added relief mouldings after engraved designs and niches containing modelled figures.
    Preuning’s wares were produced in the main for a fairly local market – that is to say, for sale in Nuremberg, throughout Germany and possibly to other lands of the Holy Roman Empire. Their decorative style and subject matter were tailored to German tastes. This vessel, probably intended for display rather than use, is decorated with scenes from the Gospels showing the Adoration of the Magi and the Massacre of the Innocents.

  • Object history note

    This handsome jug was made in Nuremberg, one of the biggest towns of the Holy Roman Empire with a population of about 45,000 by the end of the 16th century. As a Free Imperial City in the centre of Europe, it became very wealthy and fostered artistic endeavour and scientific enterprise. Among Nuremberg’s talented artists in 16th century were Durer (painter and engraver), Veit Stoss (sculptor and wood-carver), and Wenzel Jamnitzer (goldsmith).
    Paul Preuning’s pottery outside the Tiergarten Gate of Nuremberg flourished from the mid-1540s as is deduced from a combination of documentary sources, excavated material from the site and subject-matter used. Pots from his workshop are quite distinctive with their range of bright glazes and repertoire of moulded relief figures. A relief mould (formerly in the possession of Alfred Walcher von Molthein) depicting Prince Elector Johann Friedrich of Saxony was excavated on the Preuning workshop site. It was almost certainly made between 1548 and 1551 as Johann Friedrich is shown as a prisoner in a simple robe without sword or chain (he was released in 1551). Another relief mould with Preuning’s dancing peasants is preserved at the Kunstmuseum, Frankfurt.
    Some later work exists which appears similar to the pots from Preuning’s workshop but this comes from Austria as former apprentices from Preuning’s pottery took their skills and glaze recipes to Salzburg and Upper Austria. However, they could not take the Preuning moulds with them so their use of their own moulds distinguishes the work from that of the Preuning workshop.

    Historical significance: Unlike Rhineland stonewares, Preuning’s wares were not exported in large quantities. The output from his workshop was relatively small and at most of 50 years‘ duration. Nor do the jugs survive in any quantity. Most seem to have been produced for the local i.e. Nuremberg market, for Germany and possibly other lands of the Holy Roman Empire. Their decorative style and subject matter were tailored to German tastes. In France, the market was for the more finely-moulded, less solid and less brightly-glazed wares of Bernard Palissy. Although the moulded figures which Preuning applied to his pots straightforward to make and quite quick to apply, the skill was in the overall design scheme, the placing of the figures, the making of the original moulds and in the glazing with several colours. The master often made variations to the stock moulded figures or varied their glazing scheme. It would have been possible to decorate several pots simultaneously as several employees could each work with copies of the moulds and their own colour supplies.
    Many motifs derived from Mannerist engravings by Italian masters such as by Enea Vico who did vase designs after the antique, metalwork designs by Riccio, Cellini and Giulio Romano, and paintings by Raphael and Rosso Fiorentino.
    Other subjects which appear on important Preuning jugs include:
    – The Electors of the Holy Roman Empire (Walters Art Museum, Baltimore)
    – The town of Nuremberg (Kunstgewerbe Museum, Cologne)
    – Nuremberg buildings (Metropolitan Museum, New York)
    – The Judgement of Paris (on four jugs including one in the Kunstgewerbe Museum,
    Berlin)
    – Adam and a lion with Eve and a deer (V&A)
    – Adam and Eve used in combination with Christ in Gesthemane, the Sacrifice of
    Abraham and the Adoration of the Magi (the latter containing figures used on the V&A
    jug)
    – Crucifixion group including the Virgin and St. John (Mainfraenkisches Museum,
    Wuerzburg).
    – Armed figures each side of a tree (V&A)
    – A stag hunt (V&A, formerly from Coombe Abbey, Coventry – the Countess of
    Craven’s sale at Christies, 11/12 April 1923 lot 6)

  • Historical context note

    Preuning’s pots fall into a category known as „Hafner ware“ which refers to stove tiles made first with green lead glaze and later also in brownish-black. These tiles decorated stoves which heated grand buildings such as palaces and abbeys. Bright polychrome glazes were introduced from about 1500 and in 16th century were added relief mouldings after engravings by the Kleinmeister and niches containing modelled figures. Nuremberg was then one of the most important centres for stove-making in Germany. Preuning’s jugs derived from this work with their bright glazes and applied leaves, stems, threads and relief-moulded figures. Preuning’s jugs were formerly assigned to the engraver and designer Augustin Hirchvogel (1503-c.1553) as he was known to be associated with some Nuremberg potters in 1531, but his wares were later discovered to be too early and he is now thought insteadto have made maiolica plates in the Venetian style.
    Although a large decorated Preuning jug could in theory be used for water, it is far more likely that this splendid luxury item was for display only. Some jugs were specially commissioned. By the 17th century, the status of Hafner ware jugs declined to a „peasant“ craft and with the Thirty Years‘ War, Nuremberg itself declined from its ascendant position.

  • Bibliographic References (Citation, Note/Abstract, NAL no)

    W.B. Honey, European Ceramic Art. Illustrated historical survey, London, 1949, pl.16A, and Dictionary, 1952, p.456.
    Otto von Falke, Das Sigmaringer Museum III: Kunstgewerbe der Renaissance, in Pantheon I, Jan.-June 1928, p.179
    Robin Hildyard, European Ceramics, London: V&A, 1999, pp.11-13
    Alfred Walcher von Molthein, Der Fertiger (Paulus Preuning) der sogenannten Hirschvogelkruege, in Kunst und Kunsthandwerk, 1904, v.7, p.486ff.
    Alfred Walcher von Molthein, Arbeiten der Nurnberger Hafnerfamilie, in Kunst und Kunsthandwerk, 1905, v.8, p.134ff.
    Alfred Walcher von Molthein, Beitraege zur Geschichte Deutscher Keramik: Die Deutschen Hafnerarbeiten der Sammlung Bondy in Wien, in Altes Kunsthandwerk, Band I Heft 1, Vienna, 1927
    Ingolf Bauer, Keramik des 16. Jahrhunderts als Religiöses Zeichen?, in Zeitschrift fuer Bayerische Landesgeschichte, 2005 vol.68, pp.541-553

 

Künersberg | Impressionen

Ein lohnender Ausflug an Pfingsten zu den:

Künersberger Fayencen im Stadtmuseum im Hermansbau Memmingen

Höhepunkte des Museums sind die Bilder des Memminger Barockmalers Johann Heiß und die Stücke der Fayencemanufaktur Künersberg, die im 18. Jahrhundert von dem Memminger Patrizier Jakob v. Küner betrieben wurde. Diese besonders hochwertigen Fayencen zählen heute zu den begehrtesten Beispielen der europäischen Feinkeramik und werden im Museum auch in ihrem schwierigen Produktionsgang erläutert.

Impressionen aus dem Museum: