Emaildose Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff um 1765

Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff

Emaildose mit der Stadtansicht von Ellwangen um 1765,
bemalt vom Haus- und Dosenmaler
Johann Andreas Bechdolff
in Ellwangen


Inspiration für die Malerei war möglicherweise die sogenannte Prahlschen Landkarte
aus dem Jahr 1746 mit dem Ellwanger Gebiet.
Quelle: http://ihro-fuerstliche-gnaden.de.tl/Sonderaktion-Prahlsche-Karte-1746.htm

Ellwanger Stadtansicht von 1746 auf der Prahlschen Karte

Die Emaildose ist abgebildet im Katalog Süddeutsche Fayencen, Sammlung Igo Levi, Luzern, (s.u.)

Der Schmelzmaler Johann Andreas Bechdolff arbeitete von 1758 bis Ende 1761
in der Prahlschen Porzellanfabrik in Ellwangen. Am 16.12. 1761 ließ er sich von Bux, dem Inhaber der Schrezheimer Fayencemanufaktur abwerben. Bechdolff verpflichtete sich hierbei das Arkanum der Porzellanherstellung preiszugeben. Bereits nach 2 Jahren verließ er die Schrezheimer Manufaktur und machte sich im Jahre 1764 in Ellwangen als Schmelz- und Dosenmaler selbständig.

Emaildose Johann Andreas Bechdolff um 1765

Detail Jagdszenerie im Deckel
Breite 9 cm

Weinmüller München, April 1962, Katalog 89, Tafel 153

Süddeutsche Fayencen - Sammlung Igo Levi Luzern - Weinmüller

Schlossmuseum Ellwangen:

Sonderausstellung 14.September 2008 – 19. Oktober 2008

Vergleichsstück im Ausstellungskatalog (s.u.) S. 88 – 89:

porzellan bechtdolff dosenmaler schrezheim

Vor über 250 Jahren, am 12. April 1758, genehmigte die fürstpröbstliche Hofkanzlei in Ellwangen der Witwe Prahl die Errichtung einer Porzellanmanufaktur. Joseph Jacob Ringler, ein erfahrener Arkanist aus Wien, leitete bis Anfang 1759 das Unternehmen, das Ende 1759 jedoch wieder geschlossen werden musste. Bereits seit 1752 besaß Johann Baptist Bux aus Schrezheim das Privileg zum Betrieb einer “Porcellain-Fabrique” in Schrezheim; doch in den ersten Jahren wurde dort ausschließlich Fayence hergestellt. 1761 gelang unter Mitwirkung des Malers und Arkanisten Johann Andreas Bechdolff die Herstellung von “echtem durchsichtigem Porcellain”, allerdings ohne den erhofften wirtschaftlichen Erfolg, bis 1773 ein weiterer, weitgereister Arkanist den Betrieb in holländischem Auftrag erneut aufnahm: der Franzose Louis Victor Gerverot. Aber nach nur zweijähriger Pachtzeit verließ dieser Schrezheim bereits 1775 wieder. Damit endete auch hier die Porzellanfertigung. Eine Ausstellung im Sommer 2008 hat erstmals die bekannten Produkte der Manufakturen in Ellwangen und Schrezheim in einer Ausstellung zusammengeführt. Das zu diesem Anlass erschienene Begleitbuch liefert das Grundlagenwerk zur Geschichte der Porzellanherstellung auf der Ostalb, verfasst von den ausgewiesenen Spezialisten auf diesem Gebiet.
Quelle:
http://www.landesstelle.de/wolfgang-rothmaier-und-eberhard-veith-porzellan-aus-ellwangen-und-schrezheim-1758-1775/

Literatur:

Rothmaier-Veit-Porzellan-aus-Ellwangen-und-Schrezheim 2008

Porzellan aus Ellwangen und Schrezheim 1758–1775.
Wolfgang Rothmaier / Eberhard Veit: Ellwangen 2008

Vergleichsstück aus der Sammlung
„The Helmut Joseph Collection of Porcelain Snuff Boxes“

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Los 36
An important Ellwangen or Schrezheim gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes 2011 No 36

The most important collection of porcelain snuff boxes ever assembled
was to be sold at Bonhams, New Bond Street, London .

Comprising 80 boxes, the Helmut Joseph Collection gives a comprehensive overview of the history of European ceramics in snuff boxes, with examples from all major factories including Capodimonte, Meissen, Fulda and Sèvres. These exceptional and exquisite objects were considered the pinnacle of refined 18th-century court culture at its most luxurious, and the collection has been exhibited in the world-renowned institutions of the Rijksmuseum, Amsterdam (1972-2000), alongside the Gilbert Collection in Somerset House (2003-2008) and most recently at the Bowes Museum, Co. Durham. The jewel-like objects are immensely tactile and widely varied in design and style.

Joseph began collecting boxes following the example of his father, who already had a substantial collection before WWII. A real connoisseur of early Meissen porcelain, he had a profound and intimate relationship with his subject, and a deep knowledge of the field.
Helmut Joseph generously made his collection available to the public; he always showed an interest in sharing information, and indeed supporting the development of knowledge on ceramics, be it by funding museums, or publishing his own collection.

Quelle Worldcollectors

 

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