Kölner Bartmannskrug um 1560

Ein Highlight aus dem neuen Katalog:
Kölner Bartmannskrug um 1560

Bartmaske am Hals. Auf der Wandungsmitte Fries mit Rankenwerk und Grotesken.
Oben und unten Rundmedaillons mit Profilköpfen zwischen Palmetten.
Hellbraunes salzglasiertes Steinzeug.

Kölner Bartmannskrug um 1560, der mit Reliefauflagen verziert ist, H. 19 cm

Kölner Bartmannskrug um 1560, der mit Reliefauflagen verziert ist, H. 19 cm

Literatur:

Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln
Autor:
Gisela Reineking von Bock
Köln 1986

Gisela Reineking von Bock: Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1986.

Vergleichbare Stücke:

Museum für angewandte Kunst Köln

Rheinisches Steinzeug

Steinzeug ist eine Keramik, die im späten Mittelalter entwickelt wurde und die härter, stoßunempfindlicher und daher begehrter war als andere Keramiken, die man kannte. Es konnte nur an wenigen Orten hergestellt werden, wo es den dafür notwenigen Ton gab: im Rheinland in der Nähe von Köln-Frechen, Siegburg und Raeren bei Aachen. Dies Orte entwickelten sich zu produktionsreichen Zentren. Die Blütezeit des Steinzeugs fällt dort in das 16. Jahrhundert. Es wurde von allen Ständen, selbst an Fürstenhöfen hoch geschätzt und in viele Länder bis nach Japan und Korea gehandelt. Mit den ersten Schiffen des Columbus gelangte es nach Amerika.

Schon im Mittelalter wurden Gefäße aus dem Rheinland (Brühler und Siegburger Ware) bis nach Skandinavien, Russland, Holland und England exportiert.

 

 

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