Schlagwort-Archiv: 18. Jhd

Kunst und Auktionen Fund meines Lebens Peter Vogt Delfter Wappenkrug

Der Fund meines Lebens | Fürstlicher Wappenkrug

Delfter Wappenkrug des Fürsten Wilhelm von Anhalt um 1705

Delfter Wappenkrug Fürst von Anhalt um 1705

Weiß glasierte Fayence mit dem Wappen des Fürsten Wilhelm von Anhalt in leuchtend bunten Scharffeuerfarben. Auf dem Lippenwulst blaue Inschrift „Wilhelminus Dei Gratia Princeps Anhalting, Dux Saxonia, Angaria et Westphalia Comes Ascania, D. Bernburg et S.“ Auf dem Boden blaue Manufakturmarke „VE“ Lambert van Eenhoorn, von de Metalen Pot. Feuervergoldete Silbermontierung H. 27 cm

Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (* 18. August 1643 in Harzgerode; † 14. Oktober 1709 ebenda) war der letzte Fürst von Anhalt-Harzgerode.

Er war der Sohn von Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613–1670) und dessen erster Frau Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar (1619–1647).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Anhalt-Harzgerode)

Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Delfter Wappenkrug Kunst und Auktionen 15_2018

Der Fund meines Lebens Peter vogt München Kunst und Auktionen 15_2018

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelfarben

Crailsheim Fayence | Grün Muffelfarben

Seltener und musealer Crailsheimer Fayencekrug um 1770
in grünen Muffelfarben und heimischem Blumendekor

Die Besonderheit dieses Kruges ist die Bemalung in zweierlei Kupfergrün mit
dunkelbraunen Konturen. Nach Auffassung von Hermann Gretsch
(S. 83ff. – Die Fayencefabrik in Crailsheim,
Stuttgart 1928)
ist eben dies auf den Einfluß von Meißen zurückzuführen, den Blumendekor
in grüner Muffelmalerei anzufertigen.
Es kann davon ausgegangen werden, daß zwischen Crailsheim und Meißen
Zusammenhänge bestanden haben.

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Vergleichsstücke aus dem Katalog Fayence und Steinzeug aus 4 Jahrhunderten 2009:

Ähnliche Stücke in grüner Muffelmalerei befinden sich in der Sammlung Heiland,
(Suppenterrine nach Straßburger Vorbild) dem Schlossmuseum in Stuttgart
(Untersatz zu einer Suppenterrine) sowie der Sammlung Igo Levi (Walzenkrug).
Quelle: Hermann Gretsch – Die Fayencefabrik in Crailsheim, Stuttgart 1928 S. 83ff.

Literatur:

Crailsheimer Walzenkrug in bunter Muffelmalerei um 1760/1765
Periode Johann Georg Weiß sen.

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Detail Crailsheimer Küfer Zunft Fayence Krug 18.Jh

Fayence Zunftkrug der Küfer um 1780

Crailsheimer Faßmacherkrug um 1780, der „Gelben Familie“
in Scharffeuermalerei, H. 23 cm

Ein seltener Zunftkrug (verbreitet sind eher die Müller, Bäcker und Bierbrauer) aus der Crailsheimer Manufaktur mit besonders schöner Ausgestaltung aller Zunft Werkzeuge
im
Zunftwappen:

  • Böttcherzirkel
  • Schägel
  • Triebel
  • Bindermesser
  • Bandhaken

Crailsheimer Zunftkrug der Küfer um 1780

Die Zunft der Küfer trägt viele Namen – je nach Region: (Quelle Wikipedia)

  • Fassbinder (dazu: Binder, Bindter, Pinter), Fassler, Fässler, Fassmacher
  • Böttcher, Böttiger (von Bottich)
  • Böttner, Büttner (von Bütte, Franken)
  • Schäffler, Scheffler (von Schaff, Bayern und Pfalz)
  • Küfner, Küffner
  • Kübler (von Kübel)
  • Kuper, Küper[1] (Niederdeutsch)
  • Schedler (alemannisch zum Hohlmaß Schedel)
  • Simmermacher (zum Hohlmaß Simmer)
  • Tonnenmacher

Alle diese Namen sind auch Hohlmaße und Maßeinheiten

Vergleichsstücke aus der Durlacher Fayencemanufaktur:

Vergleichsstück in der Literatur
Nürnberger Zunftkrug 1763 datiert:

S.-Glaser-Nürnberger-Fayencen-Germanisches-Nationalmuseum-S.-71

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen Germanisches Nationalmuseum S. 71

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Museum:
Küfermuseum Zell-Weierbach

Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch

Videobericht über das Handwerk der Faßmacher:

Der Fassmacher von Eußenheim

Der Letzte seines Standes Der Faßmacher Karl Aßmann

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KxBDAZDukIc

 

Fränkischer Korbhumpen um 1720 Detail

Fränkischer Korbhumpen um 1720

Ein rares Stück aus unserem aktuellen Katalog 2018:
Barocker Korb Humpen aus Franken

Vergleichsstücke in der Literatur:
Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert
Autor Renate Scholz

(Klick auf das Bild für eine Vergrößerung)

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S.144

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert
Autor Renate Scholz S.144

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz

Einladung zur Vorbesichtigung

Morgen am Aschermittwoch beginnt die
Vorbesichtigung ausgewählter Keramik Objekte
aus Fayence und Steinzeug, sowie Sammlerzinn.

Eines der Highlights ist eine museale
Creussen Sammlung 
mit 4 datierten Stücken
aus dem 17. Jh

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

VORBESICHTIGUNG:
Mittwoch, den 14. Februar
bis Freitag, den 23. Februar 2018
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag
10 – 13 Uhr & 14 – 18 Uhr

Peter Vogt Fayence und Steinzeug München 2018

EINLADUNG
ZUR VERKAUFSAUSSTELLUNG
GEGEN HÖCHSTGEBOT

Samstag, den 24. Februar 2018
um 16.00
in unseren Verkaufsräumen

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

mit Abbildung von Vertretern der Zunft
der Metzger und der Bierbrauer
und die Zünfte verbindendem Sinnspruch

In die heutige Sprache übertragen „Meine Wurst macht Euch den Durst“

(Bekannt auch aus der Gastronomie, das salzige Essen fördert den Durst der Gäste)

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Ein spannendes Buch zum Thema Zunft der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums aus dem Jahr 2013 hier als download ein Blick ins Buch:

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert waren Handwerker in Zünften organisiert. Das Germanische Nationalmuseum bewahrt eine der größten Sammlungen zur Handwerks- und Zunftgeschichte im deutschen Sprachraum. Ausstellung und Katalog präsentieren daraus – ergänzt um bedeutende Leihgaben – erstmals rund 260 Exponate. Neueste Forschungsergebnisse liefern die Grundlage für faszinierende Geschichten rund um kostbare Zunftladen, raffinierte Meisterstücke oder kuriose Trinkgeräte.

Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800

Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller und Ralf Schürer. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 21. März bis 7. Juli 2013
Nürnberg 2013
314 Seiten
300 farbige Abb., Festeinband 27,5 x 22,5 cm
Best.-Nr: 755
ISBN: 978-3-936688-73-3

Abbildung in der Literatur:

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

S. 84 f. Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

 

 

Gmundner Fayence Jagdmotiv 18. JH

Fayence aus Gmunden um 1800

Gmundner Fayence Krüge aus unserem aktuellen Jahreskatalog 2018

Frühe Fayencen aus Gmunden aus dem 18. Jahrhundert haben ihre ganz
eigene Charakteristik und sind deshalb als Sammlerobjekte sehr beliebt.
Katharina Marchgraber beschreibt dies eindrucksvoll in
ihrer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008.

Zur Farbgebung:
„In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts begannen sich die Motive auf Gmundner Fayencen mehr und mehr an der Heimat zu orientieren.
Man bemerkt wachsendes Selbstbewusstsein und den Willen nach einem eigenständigen Erscheinungsbild, besonders im Bezug auf die Darstellungen.
Trotzdem zeigt sich das vornehme holländische Blau noch bis ins letzte Viertel des
Jahrhunderts, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits seine größte internationale
Bedeutung verloren war. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde nach einem
langen Entwicklungsprozess jene Eigenständigkeit erreicht, mit der sich die
allgemeine Vorstellung von der Gmundner Fayence verbindet. Gleichzeitig treten alle
vier Scharffeuerfarben nebeneinander auf, wobei die Rolle der vorherrschenden
blauen Farbe jetzt das Grün übernimmt“

Zur Formgebung:
„Krüge sind meist in der Form des Birnkruges – mit oder ohne Zinnmontierung –
geformt und mit Bordüren oder Horizontalstreifen am Mund- und über dem
Bodenrand versehen, sodass dazwischen ein breites Bildfeld für die Bemalung blieb.
Die Krugform erlebt nach 1800 eine Schwerpunktverlagerung zum zylindrischen
Walzenkrug, der auch eine gefälligere Trinkform darstellt.
Die Henkel der meisten Krüge und anderer Gefäße sind an ihrem unteren und oft auch oberen Ansatz zu einem Voluten- oder Schneckenende geformt.“

Zitate aus der Diplomarbeit von Katharina Marchgraber ab S. 20 ff

Quelle Literatur:

Frühe Gmundner Fayence
bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts“
Verfasserin
Katharina Marchgraber
Wien 2008

Link zur Diplomarbeit:
http://othes.univie.ac.at/1098/1/2008-09-15_0002754.pdf

Download als PDF
fruehe-gmundner-fayence-katharina-marchgraber-2008

 

Boehmischer Milchglaskrug Jagdmotiv 1750 datiert

Böhmischer Milchglaskrug 1750 datiert

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Ein seltener Milchglaskrug mit umlaufender Aufschrift und
Jagddekor sowie der Datierung 1750 in Emailbemalung

Vergleichstücke in Literatur und Sammlung:

Die Sammlung Joos zählt mehr als 200 emailbemalte oder geschnittene
volkstümliche Gläser
aus der Zeit zwischen 1700 und 1800.

In diesem Jahr wird die Sammlung im Glasmuseum Frauenau erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770 Johannes der täufer

Nürnberger Fayence mit biblischen Szenen

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770
mit der Taufe Christi und Jacob kämpft mit dem Engel

Literatur und Vergleichsstücke im Museum:

Das im Jahr 2017 erschiene umfassende Werk über Nürnberger Fayencen von Silvia Glaser enthält detaillierte Erläuterungen zu den Stücken im Germanischen Nationalmuseum,
sowie Vergleichsstücken in Sammlungen.
Frau Dr. Glaser stellt erstmals die nachweisbaren Maler der Nürnberger Fayencefabrik mit Ihren wichtigsten Werken vor.

Mit diesem LINK erhalten Sie einen Einblick in das sehr empfehlenswerte Werk als PDF.

Auf den Seiten 242 ff  Lot 87 werden Vergleichsstücke ausführlich beschrieben.
(Klick auf das Bild für eine größere Ansicht)

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums