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Crailsheimer Blumenkrug

Barocke Fayence Blumenkrüge aus der Manufaktur in Crailsheim mit leuchtend bunten Muffelfarben bemalt

The polychrome flower painting with muffle fired colours was probably introduced by former Meissen porcelain painters in the Crailsheim Manufactory around the middle of the 18th century, .

Die Crailsheimer Blumenkrüge bestechen durch farblich fein abgestimmte und ausdrucksstarke Malerei mit sehr dünnen Konturen in Schwarzbraun.
Über die Crailheimer Fayence Manufaktur ist nur wenig bekannt. Sie bestand vermutlich von ca. 1715 bis etwa 1827. Walzenkrüge scheinen dort erstnach 1755 in größerem Umfang hergestellt worden zu sein. Der typisch polychrome Blumendekor in Aufglasurmalerei wurde in Crailsheim um Mitte des 18. Jh. eingeführt, vermutlich von ehemaligen Meissener Porzellanmalern.
Quelle: Sammlerglück Fayencen der Sammlung Amelung Mainfränkisches Museum Würzburg 2014 S. 117

Sehr selten sind Crailheimer Blumenkrüge und Teller mit Blumenmalerei in Abschattierungen ausschließlich grüner Muffelfarben. Mehr dazu in diesem Beitrag:

Objekte aus der Periode Johann Georg Weiß sen. um 1760

Museum für Franken

Das Kunsthandwerk war von Beginn an ein Sammlungsschwerpunkt im Museum für Franken. Hervorragende Beispiele an Möbeln, Fayencen, Uhren, Gold- und Silberarbeiten wurden schon vor der Museumsgründung 1913 durch den Kunst- und Altertumsverein gesammelt.
Eine Sonderstellung nimmt die umfangreiche Fayence-Sammlung ein, die vom ersten Direktor des Museums, August Stöhr, angelegt wurde. Trotz einiger Kriegsverluste ist sie immer noch eine der bedeutendsten Sammlungen süddeutscher Manufakturen. Besonders hervorzuheben ist die große Sammlung Ansbacher Fayencen der „Grünen Familie“ sowie die hervorragenden Beispiele Nürnberger Hausmalerkrüge.

https://museum-franke.de/sammlung/kunsthandwerk.html

Vergleichsstück in der Literatur