Schlagwort-Archiv: Siegburg

Siegburg saltglazed stoneware stein Code of Arms dated 1576

Siegburger Wappenkrug 1576 datiert

Der Werkstatt von Anno Knütgen zugeschrieben

Die Familie Knütgen ist die größte und bedeutendste Töpferfamilie Siegburgs.
In den Zunftlisten sind allein für die Jahre 1564 und 1572 sechs Werkstätten belegt,
die einem Knütgen zuzuordnen ist.
Töpfereiprodukte aus den Werkstätten der Familie Knütgen finden sich in Kunstmuseen auf der ganzen Welt. Das Deutsche Keramikmuseum zeigt als Hauptwerk der rheinischen Töpferkunst eine reich verzierte Gurde von Anno Knütgen um 1570. Eine Sammlung bedeutender Stücke sind ebenfalls im Museum für Angewandte Kunst Köln ausgestellt. Besonders aus der Werkstatt des Anno Knütgen, die zwischen 1560 und 1570 ihren wirtschaftlichen Höhepunkt hatte, stammen künstlerisch hochstehende Gefäße.
(Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Knütgen_(Töpferfamilie)#Anno_Knütgen)

Siegburg Salzglasiertes Steinzeug Wappenkrug 1576 datiert

Der aufgelegte Engel trägt ein Wappenschild – dies ist dem Siegburger Stadtwappen entlehnt und kennzeichnend für die Arbeiten von Anno Knütgen (Falke, Rheinsiches Steinzeug, 1908, S. 93)

Vergleichsstücke in der Literatur:

Das rheinische Steinzeug 

Otto von Falke 1862-1942

S. 93 (Klick auf das Bild für eine größere Darstellung) das copyright liegt bei Internet Archive

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Frühe Steinzeug Krüge Sammlung Les Paul – Beatrix Adler

(Klick auf das Bild für eine größere Darstellung)

Early Stoneware Steins from Les Paul Collection

Frühe Steinzeug Krüge Sammlung Les Paul Krüger Druck und Verlag

Detail Siegburger Schnelle 1765 datiert

Siegburger Schnelle 1565 datiert

Museale und frühe Siegburger Schnelle 1565 datiert

Siegburg salt glazed stoneware Schnelle dated 1565

Frühe Siegburger Schnelle 1565 datiert, Zinndeckel mit Augsburger Marke, H. 21 cm

Schon im Mittelalter war Siegburg ein Töpferort mit der wohl größten Bedeutung im Rheinland und den übrigen bekannten deutschen Zentren. Basis für diese Stellung sind die Tonlager, die eine feinkörnige und weiß brennende Tonmasse ermöglichen.

Vom frühen 16. Jh. an entstehen die ersten figürlichen Gefäße (Männer und Frauen) in Form von Sturzbechern. Aber erst Mitte des 16. Jh. , als viele Kölner Töpfer nach Siegburg kamen, datiert das feinste Siegburger Steinzeug für das die Staht weit über die Grenzen bis nach England und Skandinavien berühmt wurde. Schlanke, hohe konische Gefäße die sogenannten „Schnellen“ wurden mit aufgelegtem Schmuckdekor figürlicher Szenen ausgearbeitet. Die Themen sind der Mythologie und der Bibel entlehnt.

Quelle: S. 18ff Kapitel Siegburg in „Steinzeug und Zinn“ Annaliese Ohm, Margit Bauer
Museum für Kunsthandwerk Frankfurt, 1977

Zinndeckel mit Augsburger Marke

Augsburger Zinnmarke 16. JH

Vergleichsstück im Museum und Literatur:

Stadtarchäologie Lüneburg:

Siegburger Schnelle: Judith erschlägt Holofernes

Für viele Reliefauflagen wurden die Werke bekannter Künstler als Vorlage genutzt. Vor allem christliche Motive entstammen zumeist nicht der Fantasie der Formenschneider, sondern gehen auf die Werke (Holzschnitte, Kupferstiche usw.) anderer Künstler zurück.

Bei Ausgrabungen in Lüneburg wurde eine Schnelle geborgen, deren rechte Reliefauflage auf eine grafische Vorlagen des Künstlers Virgil Solis (1514-1562) zurückgeht.

grafische Vorlage von V. Solis

Judith erschlägt Holofernes, aus: Virgil Solis,
Biblische Figuren deß Alten Testaments. Frankfurt am Main 1565.

Bei der Darstellung der Judith von Virgil Solis handelt es sich um ein Bild im Querformat, das von einem breiten Rahmen umgeben ist. Zu sehen ist – wie auf der Längsauflage der Schnelle – Judith, die mit einen Hammer in der Hand, aus dem Zelt des Holofernes tritt. Holofernes liegt hinter ihr tot am Boden. Anders als auf dem Tonrelief zeigt die graphische Vorlage jedoch noch die Soldaten des Holofernes rechts vom Zelt und im Hintergrund die Stadt Bethulia, auf einem Berg gelegen. Da die Längsauflage, anders als das Originalbild, im Hoch- und nicht im Querformat ist, konnte vermutlich nicht die ganze Szene umgesetzt werden.

Siegburger Schnelle

Die beiden anderen Reliefauflagen zeigen Judith mit dem abgeschlagenen Kopf des Holofernes in ihrer linken Hand und die Gerechtigkeit mit Schwert und Waage.

Literatur:
Penselin, Anna, Das Steinzeug Siegburger Art mit Motivauflagen aus Lüneburg. In: Denkmalpflege in Lüneburg 2012, 36-50.

 

Museum für Kunsthandwerk Frankfurt

Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35

Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35

Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977

Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977

Sammlung Carl und Petra Amendt ausgestellt Krefelder Kunstmuseum

Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs Abb. 70

Sammlung Carl und Petra Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs: Schnelle Siegburg um 1571 Abb. 70 S. 95

die-kunst-des-deutschen-steinzeugs-karl-und-peter-amendt-ingeborg-unger

Die Kunst des Deutschen Steinzeugs-Collection Karl und Petra Amendt und der Krefelder Kunstmuseen, Ingeborg Unger Krefeld 2013

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