Schlagwort-Archiv: Zunft

Detail Crailsheimer Küfer Zunft Fayence Krug 18.Jh

Fayence Zunftkrug der Küfer um 1780

Crailsheimer Faßmacherkrug um 1780, der „Gelben Familie“
in Scharffeuermalerei, H. 23 cm

Ein seltener Zunftkrug (verbreitet sind eher die Müller, Bäcker und Bierbrauer) aus der Crailsheimer Manufaktur mit besonders schöner Ausgestaltung aller Zunft Werkzeuge
im
Zunftwappen:

  • Böttcherzirkel
  • Schägel
  • Triebel
  • Bindermesser
  • Bandhaken

Crailsheimer Zunftkrug der Küfer um 1780

Die Zunft der Küfer trägt viele Namen – je nach Region: (Quelle Wikipedia)

  • Fassbinder (dazu: Binder, Bindter, Pinter), Fassler, Fässler, Fassmacher
  • Böttcher, Böttiger (von Bottich)
  • Böttner, Büttner (von Bütte, Franken)
  • Schäffler, Scheffler (von Schaff, Bayern und Pfalz)
  • Küfner, Küffner
  • Kübler (von Kübel)
  • Kuper, Küper[1] (Niederdeutsch)
  • Schedler (alemannisch zum Hohlmaß Schedel)
  • Simmermacher (zum Hohlmaß Simmer)
  • Tonnenmacher

Alle diese Namen sind auch Hohlmaße und Maßeinheiten

Vergleichsstücke aus der Durlacher Fayencemanufaktur:

Vergleichsstück in der Literatur
Nürnberger Zunftkrug 1763 datiert:

S.-Glaser-Nürnberger-Fayencen-Germanisches-Nationalmuseum-S.-71

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen Germanisches Nationalmuseum S. 71

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Museum:
Küfermuseum Zell-Weierbach

Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch

Videobericht über das Handwerk der Faßmacher:

Der Fassmacher von Eußenheim

Der Letzte seines Standes Der Faßmacher Karl Aßmann

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KxBDAZDukIc

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

mit Abbildung von Vertretern der Zunft
der Metzger und der Bierbrauer
und die Zünfte verbindendem Sinnspruch

In die heutige Sprache übertragen „Meine Wurst macht Euch den Durst“

(Bekannt auch aus der Gastronomie, das salzige Essen fördert den Durst der Gäste)

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Ein spannendes Buch zum Thema Zunft der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums aus dem Jahr 2013 hier als download ein Blick ins Buch:

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert waren Handwerker in Zünften organisiert. Das Germanische Nationalmuseum bewahrt eine der größten Sammlungen zur Handwerks- und Zunftgeschichte im deutschen Sprachraum. Ausstellung und Katalog präsentieren daraus – ergänzt um bedeutende Leihgaben – erstmals rund 260 Exponate. Neueste Forschungsergebnisse liefern die Grundlage für faszinierende Geschichten rund um kostbare Zunftladen, raffinierte Meisterstücke oder kuriose Trinkgeräte.

Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800

Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller und Ralf Schürer. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 21. März bis 7. Juli 2013
Nürnberg 2013
314 Seiten
300 farbige Abb., Festeinband 27,5 x 22,5 cm
Best.-Nr: 755
ISBN: 978-3-936688-73-3

Abbildung in der Literatur:

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

S. 84 f. Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

 

 

Detail Schlesischer Doppelhenkelkrug 1665 datiert Schuster Zunft

Schlesischer Doppelhenkelkrug 1665 datiert

Ein Highligt aus unserem aktuellen Katalog:
Ein seltener und früher Schlesischer Doppelhenkelkrug
mit der Datierung 1655

sowie dem Zunftzeichen der Schuster

Schlesischer Doppelhenkelkrug Schusterzunft 1665 datiert

Detail: Zunftzeichen der Schuster Schnabelschuh mit Pfeil

Eine Vielfalt von Vergleichsobjekten findet sich im Bally Schuhmuseum in der Schweiz

Stubenzeichen Schusterzunft Steiermark 17. Jh Bally Schuh Museum

Stubenzeichen Steiermark 17. Jahrhundert
Gehört zur Ausstattung einer Zunftstube. Der aus holz geformte Schuh trägt typische barock Züge. Der das Emblem durchbohrende Pfeil deutet an, dass die Zunft, dem das Zeichen eigen war, wehrhaft war, d.h. sie hatte im Falle der Belagerung der Stadt durch feindliche Truppen Wehrdienst zu leisten. Bally Schuhmuseum Schweiz

Einen schönen Überblick über den Bestand des Bally Schuh Museums mit ähnlichen Zunftzeichen finden Sie in der nachfolgenden Galerie. (Klick für eine größere Ansicht)
Vielen Dank an die Kuratorin des Museums Frau Appenzeller für das zur
Verfügung gestellte Bildmaterial.

Vergleichsstücke in der Literatur:
Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert
Autor Renate Scholz

(Klick auf das Bild für eine Vergrößerung)

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S.25

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S. 25

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S.26

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S. 26

 

Fayence Brauer Zunft Krüge 18. Jhd.

Eine Auswahl an Fayence Zunftkrügen der
Bierbrauer aus dem 18. Jhd. verschiedener Manufakturen

 

Dippoldiswalde-Annaberg-Baker Guild Stoneware Stein ca. 1700 H. 21 cm

Zunft Krüge aus Fayence und Steinzeug

Schwerpunkt in unserer diesjährigen Ausstellung:
Fayence und Steinzeug mit Zunft Motiven der
Bierbrauer, Bäcker, Metzger, Müller und Küfer
aus verschiedenen Manufakturen