Barocker Luxus Bayerisches Nationalmuseum

Barock | Bayerisches Nationalmuseum

Barock und Rokoko
Neugestaltung der Dauerausstellung im Westflügel des Bayrischen Nationalmuseums

English Synopsis:
At the end of the 16th century the baroque spread from Italy outwards across all of Europe. Works of art from this period are characterised by a creative opulence which threatens to overwhelm the viewer. Life at the court of King Louis XIV of France became the model and measure of every absolutist prince in Europe. The Catholic Counter-Reformation and the religious strife of the period shaped sacred works, for example paintings and sculptures.

Under electors Maximilian I, Ferdinand Maria and Max II Emanuel, Munich was developed into a radiant capital city. The Bayerisches Nationalmuseum presents unique objects, found nowhere else but here, from all areas of production in the decorative and fine arts and once in the possession of the Wittelsbach family. Magnificent furniture, works in gold and silver, weapons, musical instruments, clocks, glass, miniatures, works in ivory and sculpture in bronze give a comprehensive picture of courtly displays of magnificence. read more …

Highlights aus der Sammlung höfischer Fayencen:

Tafelaufsatz Nürnberg Grebner 1718 Bayrisches Nationalmuseum

Tafelaufsatz mit Chinoiseriedekor Georg Friedrich Grebner Fayencemanufaktur Nürnberg, 1718 Fayence mit blauer Scharffeuerbemalung

Der 1718 datierte und von dem Fayencemaler Georg Friedrich Grebner signierte große achtpassige Tafelaufsatz mit einer von üppigen Rankenbordüren gerahmten Chinoiserieszene im Zentrum stammt aus der Frühzeit der Nürnberger Produktion.

Die fast ausschließlich verwendeten Blau-Weiß-Dekore der Geschirre lehnten sich zunächst stark an chinesische Porzellanmalerei an. Grebner, der spätestens seit 1718 bis zu seinem Weggang nach Bayreuth 1731 in der Nürnberger Manufaktur tätig war, zählt aufgrund seiner bemerkenswerten Dekorschöpfungen und der Qualität seiner Malereien zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Fayencekunst.

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur Bayreuth Johann Georg Knöller (1728-1744)

Deckelpokal Bayreuth Knöller Bayrisches Nationalmuseum München

Georg Friedrich Grebner Bayreuth, um 1737 Fayence, bemalt, vergoldet 31,5 cm
Inv.-Nr. 34/1250.1-2
Vermächtnis Dr. Paul Heiland, 1934

Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt, Blüten-und Bandelwerkelementen.