Archiv für den Monat: Februar 2018

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelfarben

Crailsheim Fayence | Grüne Muffelfarben 18. Jh

Seltener und musealer Crailsheimer Fayencekrug um 1770
in grünen Muffelfarben und heimischem Blumendekor

Die Besonderheit dieses Kruges ist die Bemalung in zweierlei Kupfergrün mit
dunkelbraunen Konturen. Nach Auffassung von Hermann Gretsch
(S. 83ff. – Die Fayencefabrik in Crailsheim,
Stuttgart 1928)
ist eben dies auf den Einfluß von Meißen zurückzuführen, den Blumendekor
in grüner Muffelmalerei anzufertigen.
Es kann davon ausgegangen werden, daß zwischen Crailsheim und Meißen
Zusammenhänge bestanden haben.

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Crailsheimer Fayencekrug um 1770 grüne Muffelmalerei

Vergleichsstücke aus dem Katalog Fayence und Steinzeug aus 4 Jahrhunderten 2009:

Ähnliche Stücke in grüner Muffelmalerei befinden sich in der Sammlung Heiland,
(Suppenterrine nach Straßburger Vorbild) dem Schlossmuseum in Stuttgart
(Untersatz zu einer Suppenterrine) sowie der Sammlung Igo Levi (Walzenkrug).
Quelle: Hermann Gretsch – Die Fayencefabrik in Crailsheim, Stuttgart 1928 S. 83ff.

Literatur:

Crailsheimer Walzenkrug in bunter Muffelmalerei um 1760/1765
Periode Johann Georg Weiß sen.

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der-schöne-Schein-Dr.-Brattig-S.-267

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Detail Datierung Friedberger Fayence Walzenkrug 1756

Friedberger Walzenkrug 1756 datiert

Ein museales Stück aus der Friedberger Manufaktur

Manufakturmarke Friedberg CB unter Kurhutmit früher Datierung
2
Jahre nach Gründung im Jahr 1754.

Darstellung eines galanten Rokoko Paares
gemeinsam „gärtnernd“ im Orangenhain in
polychromen Scharffeuerfarben.
Die Edeldame begießt ein Orangenbäumchen
mit dem Namen Johannes auf dem Blumentopf.
Die Gießkanne trägt die Datierung 1756.
Der Galan pflückt derselben eine Frucht.
Spruchband „Geliebte nehm sie dies von meinen
treuen Händen und glaub Sie ganz gewiß nichts soll
mein Lieb enden“


Detail Datierung 1756 Friedberger Fayencekrug

Ein Vergleichssstück in
Blaumalerei befindet sich
in London im
Victoria + Albert Museum

Tankard Friedberg 18. JH copyright Victoria Albert Museum

Mit dem link kommen Sie direkt
zum Objekt und der Beschreibung.
Bildrechte Victoria + Albert Museum

 

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

 

Das in der Literatur aufgeführte
früheste datierte Stück der
Friedberger Manufaktur aus dem
Jahr 1755 befindet sich in der
Sammlung des
Maximilian Museum
in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Literatur:

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 200 Jahre Friedberger Fayence

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg

Detail Crailsheimer Küfer Zunft Fayence Krug 18.Jh

Fayence Zunftkrug der Küfer um 1780

Crailsheimer Faßmacherkrug um 1780, der „Gelben Familie“
in Scharffeuermalerei, H. 23 cm

Ein seltener Zunftkrug (verbreitet sind eher die Müller, Bäcker und Bierbrauer) aus der Crailsheimer Manufaktur mit besonders schöner Ausgestaltung aller Zunft Werkzeuge
im
Zunftwappen:

  • Böttcherzirkel
  • Schägel
  • Triebel
  • Bindermesser
  • Bandhaken

Crailsheimer Zunftkrug der Küfer um 1780

Die Zunft der Küfer trägt viele Namen – je nach Region: (Quelle Wikipedia)

  • Fassbinder (dazu: Binder, Bindter, Pinter), Fassler, Fässler, Fassmacher
  • Böttcher, Böttiger (von Bottich)
  • Böttner, Büttner (von Bütte, Franken)
  • Schäffler, Scheffler (von Schaff, Bayern und Pfalz)
  • Küfner, Küffner
  • Kübler (von Kübel)
  • Kuper, Küper[1] (Niederdeutsch)
  • Schedler (alemannisch zum Hohlmaß Schedel)
  • Simmermacher (zum Hohlmaß Simmer)
  • Tonnenmacher

Alle diese Namen sind auch Hohlmaße und Maßeinheiten

Vergleichsstücke aus der Durlacher Fayencemanufaktur:

Vergleichsstück in der Literatur
Nürnberger Zunftkrug 1763 datiert:

S.-Glaser-Nürnberger-Fayencen-Germanisches-Nationalmuseum-S.-71

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen Germanisches Nationalmuseum S. 71

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Museum:
Küfermuseum Zell-Weierbach

Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch

Videobericht über das Handwerk der Faßmacher:

Der Fassmacher von Eußenheim

Der Letzte seines Standes Der Faßmacher Karl Aßmann

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KxBDAZDukIc

 

Fränkischer Korbhumpen um 1720 Detail

Fränkischer Korbhumpen um 1720

Ein rares Stück aus unserem aktuellen Katalog 2018:
Barocker Korb Humpen aus Franken

Vergleichsstücke in der Literatur:
Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert
Autor Renate Scholz

(Klick auf das Bild für eine Vergrößerung)

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz S.144

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert
Autor Renate Scholz S.144

Humpen und Krüge Trinkgefäße 16. - 20. Jahrhundert Autor Renate Scholz

Einladung zur Vorbesichtigung

Morgen am Aschermittwoch beginnt die
Vorbesichtigung ausgewählter Keramik Objekte
aus Fayence und Steinzeug, sowie Sammlerzinn.

Eines der Highlights ist eine museale
Creussen Sammlung 
mit 4 datierten Stücken
aus dem 17. Jh

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

VORBESICHTIGUNG:
Mittwoch, den 14. Februar
bis Freitag, den 23. Februar 2018
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag
10 – 13 Uhr & 14 – 18 Uhr

Peter Vogt Fayence und Steinzeug München 2018

EINLADUNG
ZUR VERKAUFSAUSSTELLUNG
GEGEN HÖCHSTGEBOT

Samstag, den 24. Februar 2018
um 16.00
in unseren Verkaufsräumen

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

mit Abbildung von Vertretern der Zunft
der Metzger und der Bierbrauer
und die Zünfte verbindendem Sinnspruch

In die heutige Sprache übertragen „Meine Wurst macht Euch den Durst“

(Bekannt auch aus der Gastronomie, das salzige Essen fördert den Durst der Gäste)

 

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Ein spannendes Buch zum Thema Zunft der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums aus dem Jahr 2013 hier als download ein Blick ins Buch:

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert waren Handwerker in Zünften organisiert. Das Germanische Nationalmuseum bewahrt eine der größten Sammlungen zur Handwerks- und Zunftgeschichte im deutschen Sprachraum. Ausstellung und Katalog präsentieren daraus – ergänzt um bedeutende Leihgaben – erstmals rund 260 Exponate. Neueste Forschungsergebnisse liefern die Grundlage für faszinierende Geschichten rund um kostbare Zunftladen, raffinierte Meisterstücke oder kuriose Trinkgeräte.

Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800

Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller und Ralf Schürer. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 21. März bis 7. Juli 2013
Nürnberg 2013
314 Seiten
300 farbige Abb., Festeinband 27,5 x 22,5 cm
Best.-Nr: 755
ISBN: 978-3-936688-73-3

Abbildung in der Literatur:

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

S. 84 f. Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

 

 

Creussen Kurfürsten Humpen Detail

Creussener Kurfürstenkrug 1677 datiert

Museales und seltenes Objekt aus der Manufaktur in Creußen
aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunder mit der Datierung 1677
sowie der Abbildung des römischen Kaisers nebst Kurfürsten
teilweise im Halbrelief mit
Emailbemalung:

Spruchband:
„Trinck mich auß vnd schenck mich ein, daß Du erfrischt daß Hertze Dein,
trinck vnd iß, Gott vnd  deineß Nächsten nicht vergieß“

(Klick auf das Bild für eine größere Darstellung)

Creussen Kurfürsten Humpen Detail Köln und Trier Creussen Kurfürsten Humpen Detail römischer Kaiser Creussen Kurfürsten Humpen Heidelberg Brandenburg

Ein Kurfürst (lateinisch princeps elector imperii oder elector) war einer der ursprünglich sieben, später neun und zuletzt zehn ranghöchsten Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, denen seit dem 13. Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des römisch-deutschen Königs zustand. Mit diesem Königstitel war traditionell der Anspruch auf die Krönung zum römisch-deutschen Kaiser durch den Papst verbunden.

Zusammensetzung des Kurfürstenkollegiums

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit gehörten dem Kurfürstenkollegium sieben, später neun Reichsfürsten an. Jedem Kurfürsten war eines der Reichserzämter zugeordnet. Zum ursprünglichen Kollegium gehörten:

drei geistliche Fürstbischöfe,

sowie vier weltliche Fürsten,

Im 17. Jahrhundert erlangten zwei weitere Reichsfürsten die Kurwürde:

Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Kurf%C3%BCrst

Abbildung des Kurfürstenkruges in der Literatur:

Creussener Steinzeug Joachim Kröll  Abb 45 S. 92

Creussner Steinzeug Joachim Kröll

Steinzeug in Creussen Sammlung Burkhard im Anhang A3 S.162 ff

Seinzeug in Creußen - Die Sammlung Burkardt Autor: Werner Endres Deutscher Kunstverlag 2009

 

Gmundner Fayence Jagdmotiv 18. JH

Fayence aus Gmunden um 1800

Gmundner Fayence Krüge aus unserem aktuellen Jahreskatalog 2018

Frühe Fayencen aus Gmunden aus dem 18. Jahrhundert haben ihre ganz
eigene Charakteristik und sind deshalb als Sammlerobjekte sehr beliebt.
Katharina Marchgraber beschreibt dies eindrucksvoll in
ihrer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008.

Zur Farbgebung:
„In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts begannen sich die Motive auf Gmundner Fayencen mehr und mehr an der Heimat zu orientieren.
Man bemerkt wachsendes Selbstbewusstsein und den Willen nach einem eigenständigen Erscheinungsbild, besonders im Bezug auf die Darstellungen.
Trotzdem zeigt sich das vornehme holländische Blau noch bis ins letzte Viertel des
Jahrhunderts, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits seine größte internationale
Bedeutung verloren war. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde nach einem
langen Entwicklungsprozess jene Eigenständigkeit erreicht, mit der sich die
allgemeine Vorstellung von der Gmundner Fayence verbindet. Gleichzeitig treten alle
vier Scharffeuerfarben nebeneinander auf, wobei die Rolle der vorherrschenden
blauen Farbe jetzt das Grün übernimmt“

Zur Formgebung:
„Krüge sind meist in der Form des Birnkruges – mit oder ohne Zinnmontierung –
geformt und mit Bordüren oder Horizontalstreifen am Mund- und über dem
Bodenrand versehen, sodass dazwischen ein breites Bildfeld für die Bemalung blieb.
Die Krugform erlebt nach 1800 eine Schwerpunktverlagerung zum zylindrischen
Walzenkrug, der auch eine gefälligere Trinkform darstellt.
Die Henkel der meisten Krüge und anderer Gefäße sind an ihrem unteren und oft auch oberen Ansatz zu einem Voluten- oder Schneckenende geformt.“

Zitate aus der Diplomarbeit von Katharina Marchgraber ab S. 20 ff

Quelle Literatur:

Frühe Gmundner Fayence
bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts“
Verfasserin
Katharina Marchgraber
Wien 2008

Link zur Diplomarbeit:
http://othes.univie.ac.at/1098/1/2008-09-15_0002754.pdf

Download als PDF
fruehe-gmundner-fayence-katharina-marchgraber-2008

 

Muskauer Steinzeugkrug Kobalt 17. JH

Steinzeug aus Muskau 17.JH

Muskauer Steinzeug Krüge mit Kobaltblauer Glasur –
selten in Form eines Walzenkruges zu finden:

Abgebildet in „Alte Bierkrüge – Sammlerträume
Übersichtskatalog mit Bierkrügen aus fünf Jahrhunderten
Johannes Vogt (Autor), Peter Vogt (Autor)

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27


PDF mit Ausschnitten aus dem Buch vom Verlag:
Alte Bierkrüge: Sammlerträume Battenberg J.Vogt

Alte Bierkrüge Übersichtskatalog mit Bierkrügen Vogt Battenberg Verlag

1. Auflage 2007 Battenberg Verlag
ISBN 978-3-86646-021-8

Vertiefende Hintergrundliteratur aus dem Sonderband
Historische Archäologie Band 2017

http://www.histarch.uni-kiel.de/sonderband01.htm

Helga Heinze, Holger Klein und Stefan Krabath | Eine barocke Töpferei in Bad Muskau
ab S. 377

Zusammenfassung
In Bad Muskau (Ostsachsen) wurde eine Töpferei aus dem Zeitraum von der
zweiten Hälfte des 17. bis zum 19. Jahrhundert archäologisch untersucht. Zum
Produktionsspektrum gehören Krüge, Kannen, Dosen, Fässchen und Schalen aus
Steinzeug. Außerdem wurden Teller aus malhorndekorierter Irdenware, Töpfe
und Kinderspielzeug hergestellt. In einer älteren Phase von der zweiten Hälfte
des 17. Jahrhunderts bis um 1700, wurden aufwändig dekorierte Gefäße mit
Stempel- und Ritzdekor produziert. Zu einer jüngeren Phase des 19. Jahrhunderts
gehört unverzierte Haushaltskeramik aus Steinzeug und Irdenwaren. Die Stadt
Muskau zählte im 17. und 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Töpferzentren
in Mitteldeutschland. Keramik wurde für den überregionalen Markt produziert.

Summary
A baroque pottery in Bad Muskau
In Bad Muskau (East Saxony) a pottery from the second half of the 17th to the
19th century was archaeologically examined. The production range includes
jugs, cans, barrels and bowls made of stoneware. In addition, plates were made
of malhorn-deciduous earthenware, pots and children‘s toys. In an older phase
from the second half of the 17th century to around 1700, elaborately decorated
vessels with stamp and scribe decor were produced. One of the more recent
phases of the 19th century is unpainted household ceramics made of stoneware
and earthenware. In the 17th and 18th century, the city of Muskau was one of the
most important pottery centers in Central Germany. Ceramics were produced
for the supraregional market.

Boehmischer Milchglaskrug Jagdmotiv 1750 datiert

Böhmischer Milchglaskrug 1750 datiert

Ein Highlight aus unserem aktuellen Katalog:

Ein seltener Milchglaskrug mit umlaufender Aufschrift und
Jagddekor sowie der Datierung 1750 in Emailbemalung

Vergleichstücke in Literatur und Sammlung:

Die Sammlung Joos zählt mehr als 200 emailbemalte oder geschnittene
volkstümliche Gläser
aus der Zeit zwischen 1700 und 1800.

In diesem Jahr wird die Sammlung im Glasmuseum Frauenau erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.