Archiv für den Monat: Juli 2018

Barocker Luxus Bayerisches Nationalmuseum

Barock | Bayrisches Nationalmuseum

Barock und Rokoko
Neugestaltung der Dauerausstellung im Westflügel des Bayrischen Nationalmuseums

Ein Highlight aus der Sammlung höfischer Fayencen:

Weitere Hintergrundinformationen über Fayence Objekte aus dem Barock und Rokoko
finden Sie in der Datenbank des Museums unter nachfolgendem link:
(Die Datenbank ist noch im Aufbau befindlich)

Objektdatenbank des Bayrischen Nationalmuseums

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur
– ein Beispiel aus der Datenbank

Deckelpokal Bayreuth Knöller Bayrisches Nationalmuseum München

Georg Friedrich Grebner Bayreuth, um 1737 Fayence, bemalt, vergoldet 31,5 cm Inv.-Nr. 34/1250.1-2 Vermächtnis Dr. Paul Heiland, 1934

Deckelpokal mit Monogramm und Wappen des Pächters der Fayencemanufaktur Bayreuth Johann Georg Knöller (1728-1744). Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt, Blüten-und Bandelwerkelementen.

Quelle: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=547

Sachbegriff: Deckelpokal
Funktion: Repräsentation
Formtyp: Deckelpokal
Sammlungsbereich: Keramik
Darstellung: Bandelwerk
Blütenwerk
Blattwerk
Ornamentdekor
Wappen (Knöller, Johann Georg)
Monogramm (Knöller, Johann Georg)
Künstler/in: Georg Friedrich Grebner (Nachweis Nürnberg 1717-1731, Nachweis Bayreuth 1731-1738)
Werkstatt: Fayencemanufaktur Bayreuth
Entstehungsort: Bayreuth
Datierung: um 1737
Epoche: Barock
Material / Technik: Fayence / bemalt / vergoldet / Aufglasurfarbe
Maße: Höhe 31,5 cm
Provenienz: Vermächtnis 1934
Dr. Paul Heiland, Potsdam
Inventarnummer: 34/1250.1-2
Fotonummer: D65609
Beschreibung: Wappen und Spiegelmonogramm aus den Initialen JGK auf der glockenförmigen Kuppa des Deckelpokals lassen sich auf den Kriegskommissarius Johann Georg Knöller beziehen, der im Jahr 1728 die von Markgraf Georg Wilhelm gegründete Fayencemanufaktur in Bayreuth pachtete. Unter Knöller blühte das Unternehmen rasch auf und es gelang, einige erstrangige Maler heranzuziehen. So ist seit 1731 der Nürnberger Fayencemaler Georg Friedrich Grebner in Bayreuth nachweisbar. Von ihm stammt der leuchtende Muffelfarbendekor des Pokals mit Blatt-, Blüten- und Bandlwerkelementen.
Summary: Standing cup and cover with a monogram and coat of arms; Bayreuth Faience Factory, painting Georg Friedrich Grebner (active in Bayreuth 1731-1738), ca 1737; Faience with onglaze colours and gold, height 31.5 cm; Dr. Paul Hei land Bequest, 1934. Inv. no. 34/1250
The coat of arms and the central monogram with the initials JGK on the bell-shaped bowl of this covered cup can be traced to Johann Georg Knöller, Commissioner for War, who in 1728 leased the Bayreuth Faience Factory founded by the Margrave Georg Wilhelm. Under Knöller the enterprise prospered and succeeded in attracting the services of out-standing painters. The Nuremberg faience painter Georg Friedrich Grebner, for instance, is recorded in Bayreuth from 1731. The brilliant mufflefired decoration with foliate, floral and strapwork elements is from his hand.
Dippoldiswalder Steinzeug - Ein Töpferhandwerk und seine kulturhistorische Bedeutung Anne Barth 2018

Fachliteratur | Dippoldiswalde

Neuerscheinung: »Dippoldiswalder Steinzeug – Ein Töpferhandwerk und seine kulturhistorische Bedeutung«

Anne Barth

Anne Barth Dippoldiswalder Steinzeug - Ein Töpferhandwerk und seine kulturhistorische Bedeutung 2018

Anne Barth zeigt ihr neues Buch über die Geschichte der Dippoldiswalder Töpfer. Das war ein bedeutender Handwerkszweig in der Stadt, der weit über Dippoldiswalde hinaus seine Produkte verkauft hat. Darunter waren ganz besondere Stücke. Anne Barth zeigt ihr neues Buch über die Geschichte der Dippoldiswalder Töpfer. Das war ein bedeutender Handwerkszweig in der Stadt, der weit über Dippoldiswalde hinaus seine Produkte verkauft hat. Darunter waren ganz besondere Stücke. © Egbert Kamprath

Quelle: https://www.sz-online.de/nachrichten/luxuswaren-von-dippser-toepfern-3972014.html

Die Forschungsarbeit beleuchtet unbekanntes Kapitel der
Geschichte Dippoldiswaldes.

Lange Zeit war nicht bekannt, dass bereits im 16./17. Jahrhundert in der osterzgebirgischen Stadt Dippoldiswalde aufwändig dekorierte Steinzeuggefäße hergestellt wurden.

In den Jahren 1991 bis 1993 wurden bei Notbergungen in Dippoldiswalde über 100 Kisten Keramik zusammengetragen, die lange unbeobachtet auf dem Dachboden des dortigen Stadtmuseums lagerten.

Die Archäologin Anne Barth erfasste und untersuchte diese Objekte systematisch und fand Erstaunliches heraus: Im 16. und 17. Jahrhundert war die Stadt ein florierendes Töpfereizentrum, in dem hochwertiges und begehrtes Steinzeug produziert wurde.
Noch heute zeugen die aufwändig gearbeiteten Dippoldiswalder Steinzeugkrüge, die sich in Sammlungen auf der ganzen Welt finden, von deren Qualität und Beliebtheit.

Die Autorin studierte in Bamberg die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit.
Von 2012 bis 2017 war sie Projektmitarbeiterin des ArchaeMontan-Projektes, das sich der Forschung zum mittelalterlichen Bergbau in Sachsen und Böhmen widmet und in dessen neuer Publikationsreihe diese reichbebilderte Arbeit erschienen ist.

Der neue Band ist in der Reihe der Veröffentlichungen des LfA erschienen.
(© Landesamt für Archäologie)

Blick ins Buch auf Academia

Das Buch kostet im Handel 39,00 € – link zum Buch

Anne Barth, Dippoldiswalder Steinzeug. Ein Töpferhandwerk und seine kulturhistorische Bedeutung. ArchaeoMontan Band 2
Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie Sachsen, Band 65.
320 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 21,5 x 30 cm, broschiert (Dresden 2018)
ISBN 978-3-943770-34-6