Archiv für das Jahr: 2019

Emaildose Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff um 1765

Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff | enamel snuff box

Emaildose mit der Stadtansicht von Ellwangen um 1765, bemalt vom Haus- und Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff
in Ellwangen

Inspiration für die Malerei war möglicherweise die sogenannte Prahlschen Landkarte
aus dem Jahr 1746 mit dem Ellwanger Gebiet.
Quelle: http://ihro-fuerstliche-gnaden.de.tl/Sonderaktion-Prahlsche-Karte-1746.htm

Ellwanger Stadtansicht von 1746 auf der Prahlschen Karte

Die Emaildose ist abgebildet im Katalog Süddeutsche Fayencen, Sammlung Igo Levi, Luzern, (s.u.)

Der Schmelzmaler Johann Andreas Bechdolff arbeitete von 1758 bis Ende 1761 in der Prahlschen Porzellanfabrik in Ellwangen. Am 16.12. 1761 ließ er sich von Bux, dem Inhaber der Schrezheimer Fayencemanufaktur abwerben. Bechdolff verpflichtete sich hierbei das Arkanum der Porzellanherstellung preiszugeben. Bereits nach 2 Jahren verließ er die Schrezheimer Manufaktur und machte sich im Jahre 1764 in Ellwangen als Schmelz- und Dosenmaler selbständig.

Emaildose Johann Andreas Bechdolff um 1765

Detail Jagdszenerie im Deckel Breite 9 cm

Weinmüller München, April 1962, Katalog 89, Tafel 153

Süddeutsche Fayencen - Sammlung Igo Levi Luzern - Weinmüller

Schlossmuseum Ellwangen:

Sonderausstellung 14.September 2008 – 19. Oktober 2008

Vergleichsstück im Ausstellungskatalog (s.u.) S. 88 – 89:

porzellan bechtdolff dosenmaler schrezheim

Vor über 250 Jahren, am 12. April 1758, genehmigte die fürstpröbstliche Hofkanzlei in Ellwangen der Witwe Prahl die Errichtung einer Porzellanmanufaktur. Joseph Jacob Ringler, ein erfahrener Arkanist aus Wien, leitete bis Anfang 1759 das Unternehmen, das Ende 1759 jedoch wieder geschlossen werden musste. Bereits seit 1752 besaß Johann Baptist Bux aus Schrezheim das Privileg zum Betrieb einer “Porcellain-Fabrique” in Schrezheim; doch in den ersten Jahren wurde dort ausschließlich Fayence hergestellt. 1761 gelang unter Mitwirkung des Malers und Arkanisten Johann Andreas Bechdolff die Herstellung von “echtem durchsichtigem Porcellain”, allerdings ohne den erhofften wirtschaftlichen Erfolg, bis 1773 ein weiterer, weitgereister Arkanist den Betrieb in holländischem Auftrag erneut aufnahm: der Franzose Louis Victor Gerverot. Aber nach nur zweijähriger Pachtzeit verließ dieser Schrezheim bereits 1775 wieder. Damit endete auch hier die Porzellanfertigung. Eine Ausstellung im Sommer 2008 hat erstmals die bekannten Produkte der Manufakturen in Ellwangen und Schrezheim in einer Ausstellung zusammengeführt. Das zu diesem Anlass erschienene Begleitbuch liefert das Grundlagenwerk zur Geschichte der Porzellanherstellung auf der Ostalb, verfasst von den ausgewiesenen Spezialisten auf diesem Gebiet.
Quelle:
http://www.landesstelle.de/wolfgang-rothmaier-und-eberhard-veith-porzellan-aus-ellwangen-und-schrezheim-1758-1775/

Literatur:

Rothmaier-Veit-Porzellan-aus-Ellwangen-und-Schrezheim 2008

Porzellan aus Ellwangen und Schrezheim 1758–1775.
Wolfgang Rothmaier / Eberhard Veit: Ellwangen 2008

Vergleichsstück aus der Sammlung
„The Helmut Joseph Collection of Porcelain Snuff Boxes“

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Los 36
An important Ellwangen or Schrezheim gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769


Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes 2011 No 36

The most important collection of porcelain snuff boxes ever assembled
was to be sold at Bonhams, New Bond Street, London .

Comprising 80 boxes, the Helmut Joseph Collection gives a comprehensive overview of the history of European ceramics in snuff boxes, with examples from all major factories including Capodimonte, Meissen, Fulda and Sèvres. These exceptional and exquisite objects were considered the pinnacle of refined 18th-century court culture at its most luxurious, and the collection has been exhibited in the world-renowned institutions of the Rijksmuseum, Amsterdam (1972-2000), alongside the Gilbert Collection in Somerset House (2003-2008) and most recently at the Bowes Museum, Co. Durham. The jewel-like objects are immensely tactile and widely varied in design and style.

Joseph began collecting boxes following the example of his father, who already had a substantial collection before WWII. A real connoisseur of early Meissen porcelain, he had a profound and intimate relationship with his subject, and a deep knowledge of the field.
Helmut Joseph generously made his collection available to the public; he always showed an interest in sharing information, and indeed supporting the development of knowledge on ceramics, be it by funding museums, or publishing his own collection.

Quelle Worldcollectors

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Vergleichsstücke Peter Vogt München

Muskau Stoneware in Furst Pueckler Park

Muskauer Steinzeug Museum Fürst Pückler Park

Steinzeug Objekte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Die Ausstellung wurde wegen des großen Interesses bis zum Frühjahr 2020 verlängert

Stiftung Fürst Pückler Park Bad Muskau
Ausstellung 17.08.2019 — 15.03.2020
täglich 10–18 Uhr
November/Dezember 2019 Sonderöffnungszeiten beachten

560 Leihgaben aus 16 deutschen, tschechischen und polnischen Museen und Institutionen, von 15 privaten Sammlern sowie aus dem Bestand des einstigen Museums der Stadt Bad Muskau und des Freundeskreises Historica Bad Muskau e. V. zeigen nicht nur die Vielfalt an Form und Dekor, sondern auch die Handelswege und somit die Verbreitung der Muskauer Töpferwaren auf.
Sie geben zudem einen Einblick in die Produktionspalette des technischen Steinzeugs, die innerhalb von 150 Jahren etwa 100.000 verschiedene Artikel umfasste.

English summary

560 saltglazed stoneware objects from the 16th century to the present provided by 16 German, Czech and Polish museums and institutions, by 15 private collectors as well as by the former museum of the city of Bad Muskau and the Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V. show not only the variety of form and decoration, but also the trade routes and thus the distribution of Muskau pottery.
They also give an insight into the production range of technical stoneware, which included around 100,000 different articles over a period of 150 years.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Blick in die Ausstellung

Copyright Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“.

Vergleichsstücke Peter Vogt München

Detail Muskauer Steinzeug Kanne 1811 datiert

Literatur

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine ca. 500 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel
Muskauer Steinzeug. Handwerk und Industrie“, erarbeitet von Helga Heinze, Holger Klein und Dr. Stefan Krabath,
herausgegeben vom Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V.
Dieses Werk richtet sich sowohl an Wissenschaftler, als auch an Heimatforscher und Sammler. Es beschreibt die einst bedeutende über 400-jährige Tradition der hiesigen Keramikherstellung. Im Fokus stehen nicht nur die Erzeugnisse, sondern auch die Töpfer in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld.
Das Buch erscheint im Verlag Gunter Oettel, Görlitz (ISBN: 978-3-944560-58-8) und ist im Buchhandel, beim Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V., aber auch im Tourismuszentrum im Neuen Schloss, bei der Bad Muskau Touristik GmbH, bei Schreibwaren Bänder und in der Galerie Unikat zum Preis von 55 Euro erhältlich.

Muskauer Steinzeug. Handwerk und Industrie, Helga Heinze, Holger Klein und Dr. Stefan Krabath, Herausgeber Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V. 2019

Presse

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/ausstellungstipp-zuwachs-fuer-die-keramikschau-in-bad-muskau-39935177.html

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/internationale-veranstaltung-internationale-forscher-zu-gast-in-bad-muskau-39638801.html

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/560-leihgaben-aus-16_museen-bemerkenswertes-muskauer-steinzeug-im-neuen-schloss-38331328.html

Bildatenbank Keramik in Schweizer Museen

CERAMICA CH jetzt ONLINE

Die Bilddatenbank der Keramik Bestände aller Schweizer Museen ist endlich online. Ein Mammutprojekt! Wir freuen uns auf spannende Recherchen. GLÜCKWUNSCH AUS MÜNCHEN
Hier gehts zur Datenbank

Die CERAMICA-Stiftung widmet sich seit 1954 der Förderung der kunsthistorischen Forschung auf dem Gebiet der Keramik, vor allem in Form von Druckbeiträgen. Sie hat 2009 das Publikations- und Bilddatenbankprojekt «CERAMICA CH» mit dem Ziel initiiert, ein nationales Inventar der öffentlich zugänglichen Sammlungen neuzeitlicher Gefässkeramik (1500–1950) zu erarbeiten. Dabei sollen alle Institutionen berücksichtigt werden, die über entsprechende Sammlungen verfügen.

English synopsis

Since 1954, the CERAMICA Foundation has been dedicated to the promotion of art historical research in the field of ceramics, especially in the form of print contributions. In 2009, it initiated the publication and image database project „CERAMICA CH“ with the aim of developing a national inventory of the publicly accessible collections of modern pottery (1500-1950).

This is the link for research in GERMAN and FRENCH

Die Informationen des Inventars CERAMICA CH sind folgendermassen gegliedert:

  • Bezeichnung des Objekts bzw. Gefässtyps
  • Produktionsregion oder Herstellungsort, Hersteller und Datierung, falls bekannt.
  • Kurze Beschreibung des Objekts mit Technik, Form und Dekor.
  • Marken: Falls vorhanden kurze Beschreibung der Marke oder der Marken auf dem Objekt.
  • Masse: Randdurchmesser («Rdm.»), Durchmesser («D.») – Höhe («H.») – Breite («B.» oder «Br.») – Tiefe («T.»)
  • Besitzende Institution oder Museum
  • Inventarnummer (Initialen der Institution und Inventarnummer)
  •  Art und Datum der Erwerbung. Falls Art und Datum der Erwerbung unbekannt sind, schreiben wir «Altbestand, ohne Datum», selbst wenn die Erwerbung relativ neu ist.
  • Bibliografische Angaben («Biblio.»): Literaturverweise für Objekte, die in der Literatur abgebildet und/oder erwähnt sind (vor allem Publikation CERAMICA CH I–III). Diese Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Vergleiche («Vgl.»): Verweise auf Publikationen mit Illustrationen vergleichbarer Objekte oder mit Hinweisen für eine Zuschreibung oder Datierung. Verweise auf Objekte in anderen Museen. Diese Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Copyright/Fotograf: Hinweis auf den Inhaber der Bildrechte und den Fotografen bzw. die Fotografin soweit bekannt
  • Bearbeiter: Angabe zum Ersteller und dem Datum der letzten Bearbeitung des Inventareintrages.

Hetjens Keramik Museum

Das HETJENS – Deutsches Keramikmuseum ist ein am 9. Mai 1909 gegründetes Düsseldorfer Museum für Keramikgeschichte. Aufgrund der bis zu 8000 Jahre alten und aus allen Teilen der Welt stammenden Stücke seiner Sammlung gilt es als das universellste Institut seiner Art und ist regelmäßig mit Leihgaben im In- und Ausland vertreten.

Blick in die Abteilung für europäische Fayencen

Die Sammlungsbereiche sind der Vordere Orient, Ostasien, Afrika, das präkolumbische Amerika, die Antike und das Mittelalter. Entsprechend sind alle keramischen Materialien, die Irdenware, das Steinzeug, die Fayence und das Porzellan vertreten. Besonderer Wert wird auf die gegenwärtige Keramikkunst gelegt.

Abteilung Europäische Fayence Sammlung blau/weiß
Photo Hajo Drees

English Synopsis

The Hetjens Museum was opened in 1909 as a municipal museum on the basis of the legacy of Laurenz Heinrich Hetjens (1830-1906).

Hetjens, an industrialist and art collector, donated to the city, amongst others, a considerable collection of Rhenish stoneware, which formed the foundation of the present museum.
Over the years, the collection was expanded through donations and selective purchases to present 8000 years of ceramics history.

Impressions of the Collection in the Museum Foto Hajo Drees

A unique museum developed, uniting under one roof ceramic products from across all continents.
From early Anatolian vessels from the time around 6000 B.C., to antique vases, Italian majolica, picture tiles, East Asian porcelain and contemporary ceramics, the permanent collection presents a wide range of ceramics.
Apart from utilitarian objects, there are unique pieces of accomplished craftsmanship with extravagant decorations, and three-dimensional works.
The departments are divided by regions of origin and types of ceramic: early periods and antiquity, Africa, Pre-Colombia, earthenware and stoneware from Europe, Islam, European faiences, East Asia, porcelain from European manufactures, 20th century ceramics. The largest object is a cupola from Multan (today Pakistan).
The total present inventory comprises over 20.000 pieces.
A large part of the collection is accessible to the public on the 8.500 sqm exhibition surface.

Archiv der Ausstellungen im Hetjens seit 1909

Einen Überblick über die vergangenen Ausstellungen im Hetjens Museum finden Sie unter nachfolgendem link:

https://www.duesseldorf.de/hetjens/ausstellungen/archiv.html

Hintergrundinformationen zum Sammler

Muskauer Steinzeugkrug Kobalt 17. JH

Blaues Steinzeug aus Muskau 17.JH

Muskauer Steinzeug Krüge mit Kobaltblauer Glasur – selten in Form eines Walzenkruges zu finden:

Muskau stoneware jugs with cobalt blue glaze – rarely found in the shape of a tankard

Abgebildet in „Alte Bierkrüge – Sammlerträume
Übersichtskatalog mit Bierkrügen aus fünf Jahrhunderten
Johannes Vogt (Autor), Peter Vogt (Autor)

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27


PDF mit Ausschnitten aus dem Buch vom Verlag:
Alte Bierkrüge: Sammlerträume Battenberg J.Vogt

Alte Bierkrüge Übersichtskatalog mit Bierkrügen Vogt Battenberg Verlag

1. Auflage 2007 Battenberg Verlag
ISBN 978-3-86646-021-8

Vertiefende Hintergrundliteratur aus dem Sonderband
Historische Archäologie Band 2017

http://www.histarch.uni-kiel.de/sonderband01.htm

Helga Heinze, Holger Klein und Stefan Krabath | Eine barocke Töpferei in Bad Muskau
ab S. 377

Zusammenfassung
In Bad Muskau (Ostsachsen) wurde eine Töpferei aus dem Zeitraum von der
zweiten Hälfte des 17. bis zum 19. Jahrhundert archäologisch untersucht. Zum
Produktionsspektrum gehören Krüge, Kannen, Dosen, Fässchen und Schalen aus
Steinzeug. Außerdem wurden Teller aus malhorndekorierter Irdenware, Töpfe
und Kinderspielzeug hergestellt. In einer älteren Phase von der zweiten Hälfte
des 17. Jahrhunderts bis um 1700, wurden aufwändig dekorierte Gefäße mit
Stempel- und Ritzdekor produziert. Zu einer jüngeren Phase des 19. Jahrhunderts
gehört unverzierte Haushaltskeramik aus Steinzeug und Irdenwaren. Die Stadt
Muskau zählte im 17. und 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Töpferzentren
in Mitteldeutschland. Keramik wurde für den überregionalen Markt produziert.

Summary
A baroque pottery in Bad Muskau
In Bad Muskau (East Saxony) a pottery from the second half of the 17th to the
19th century was archaeologically examined. The production range includes
jugs, cans, barrels and bowls made of stoneware. In addition, plates were made
of malhorn-deciduous earthenware, pots and children‘s toys. In an older phase
from the second half of the 17th century to around 1700, elaborately decorated
vessels with stamp and scribe decor were produced. One of the more recent
phases of the 19th century is unpainted household ceramics made of stoneware
and earthenware. In the 17th and 18th century, the city of Muskau was one of the
most important pottery centers in Central Germany. Ceramics were produced
for the supraregional market.

Zittauer Fayencen | Fachbuch

Gert & Sylke Wunderlich: Zittauer Fayencen.
Sammlung Sonja & Gert Wunderlich.

Historischer Überblick mit zahlreichen Abbildungen aus Museen und Sammlungen.

Die erste umfassende Publikation über die besonderen Fayencen stellt
die 1966 begründete Sammlung im Vergleich zu ausgesuchten
Museums
exemplaren vor.
Sie präsentiert die Formenvielfalt und Kreativität der unbekannten Fayencemaler und Töpfermeister des 17./18. Jahrhunderts.

Mehr lesen und Blick ins Buch ….

Bestellung zum Preis von: 36,- Euro, zzgl. Versandkosten bei der
Stiftung Plakat Ost

Referenzobjekt Peter Vogt München:

Rare 17th century Zittau Faience Charger dated 1686

Zittauer Fayenceplatte 1686 datiert, und mit bunten Scharffeuerfarben bemalt D. 29 cm Sehr selten ist die Ausformung des Randes der Platte in Wellenform

Fotos Peter Vogt München

Eva Zeisel MoMA Foto Fred R. conrad for New York Times 1997

Eva Zeisel | Ceramic Designer

Eva Stricker-Zeisel (Entwurf und Dekor), Schramberger Majolika-Fabrik (Ausformung), Karaffe mit Tablett, 1929, © Museum Kurhaus Kleve – Sammlung Steinecke, Kleve
(Fotografie: Annegret Gossens, Kleve)

Young Eva Zeisel was driven by two desires: to make beautiful things, and to see the world. Her long and legendary career in ceramics helped her do both. Born in Budapest in 1906, she apprenticed to a guild of potters as a teenager, then worked in Germany and later Russia (where she was imprisoned by Stalin for 16 months) and Vienna. Landing in New York in 1938 with her husband Hans, Zeisel began her second design career.

This talk was presented at an official TED conference, and was featured by our editors on the home page.

https://www.ted.com/talks/eva_zeisel_on_the_playful_search_for_beauty

The ceramics designer Eva Zeisel looks back on a 75-year career. What keeps her work as fresh today (her latest line debuted in 2008) as in 1926? Her sense of play and beauty, and her drive for adventure. Listen for stories from a rich, colorful life.

Eva Stricker-Zeisel (Entwurf und Dekor), Schramberger Majolika-Fabrik (Ausformung), Teegeschirr (Dekor Gobelin), um 1929, © Museum Kurhaus Kleve – Sammlung Steinecke, Kleve (Fotografie: Annegret Gossens, Kleve)

Eva Zeisel: Her Life and her Designs – Michele Fricke

While design is widespread, it has never been popular: it speaks only to an elite. Correspondingly, design is not concerned with the popular idea of beauty. In fact, it looks down on popular taste.
My own definition of beauty includes popular taste… Beauty is not an elitist’s enjoyment. The sunset’s colors are for all to enjoy.”

Quote by Eva Zeisel


https://www.melaniesherman.com/eva-zeisel-her-life-and-her-designs/

Eva Zeisel was born in 1906 in Hungary and died in 2011 in the United States. She was an influential figure in 20th century design, especially in the field of ceramics. She worked for more than 75 years and was one of the most important industrial designers in the United States. She not only designed and produced tableware in ceramics, but is also known for her furniture, light fixtures, chess sets, glassware, rugs and wallpaper designs. Her life and work were shaped by her desire to connect the past with the present, never to dismiss old styles and art forms. She called herself a “Modernist with a small ‘m’”[1], because of her separation from the Modern Movement (or “Machine Age”) in interwar Europe, which rejected any kind of decoration and did not look into historic sources for inspiration. She was more inclined to the more modern Second-Generation Arts and Crafts Movement, stressed the mass production of affordable but well designed, good quality wares and innovative production methods. All of her prototypes were finished by hand
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Museum

Hetjens Keramik Museum Düsseldorf

Wechselwirkungen – Meister und Gesellen des Bauhauses zwischen Werkstatt und Industrie
17. Februar bis 30. Juni 2019

Blick in die Ausstellung – © Hetjens Museum Düsseldorf

Unweit von Weimar richtete der Bildhauer Gerhard Marcks in Dornburg a. d. Saale mit Hilfe des Thüringer Töpfermeisters Max Krehan 1920 die Keramikwerkstatt des Staatlichen Bauhauses ein. Hier entstanden ganz im Sinne von Walter Gropius Entwürfe für die Industrie in einem seriellen Gieß- und Modulverfahren. Das Keramikdesign des 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die am Bauhaus entwickelten ästhetischen wie funktionalen Gefäße geprägt.

Blick-in-die-Ausstellung Objekte von Eva Stricker-Zeisel

© Hetjens Museum Düsseldorf

Zahlreiche Keramikkünstler, wie beispielsweise Eva Stricker-Zeisel, ließen sich von Theodor Bogler, Otto Lindig oder Werner Burri inspirieren. Die gewagten Farbkombinationen der Objekte aus den 1920er Jahren wirken bis heute überaus modern und spiegeln die Aufbruchsstimmung einer ganzen Generation nach dem ersten Weltkrieg wider, als alles verloren und gerade deswegen nichts unmöglich schien.

Literature

Eva Zeisel: Compact Design Portfolio: Lucie Young; Chronicle Books

Eva Zeisel: Compact Design Portfolio
Lucie Young
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten Verlag: Chronicle Books

Eva Zeisel. Keramik – Design
Herausgeber: Florian Hufnagl
Texte: Volker Hornbostel, Michael Popp,Josef Straßer, Volker Zelinsky
Deutsch / Englisch
München: Die Neue Sammlung, 2013
79 Seiten mit farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-9813755-4-1

Sceaux-Faience-Apothecary-Jar-Albarello-18th-century

Sceaux | Albarello 18th Century

A Pair of Sceaux Faience Drug Jars Periode J. Chapelle – End of 18th Century

Some interesting background information about the manufactury you can find at the J. Paul Getty Museum:

The ceramic manufactory at Sceaux, outside of Paris, was founded initially as a faience factory about 1735 under the patronage of Anne-Louise Bénédicte, duchesse du Maine. In 1748 the original owner, Louis-François de Bey, went into partnership with Jacques Chapelle and began manufacturing soft-past porcelain. Chapelle, who had previously worked as a modeler at the Rue de Charenton manufactory, became co-owner and director of the new enterprise.

http://www.getty.edu/art/collection/artists/1199/sceaux-manufactory-french-active-about-1748-1766/

Vases de pharmacie en faïence de Sceaux

Paire de pots d’apothicaires cylindriques décorés en petit feu d’inscriptions pharmaceutiques. Période de Jacques Chapelle Fin du XVIIIème siècle

Museum – Musée du Domaine départemental de Sceaux

Le musée présente quelques pièces en faïence de Sceaux. Mais depuis les années 1950, grâce à des achats nombreux, des dépôts, dons et legs importants (Millet, Hulot de Collard, Dalpayrat), le visiteur bénéficie d’une vue d’ensemble, de la diversité de la production manufacturière, et du renouveau de la fin du XIX° siècle représenté par Edmond Lachenal, Adrien Dalpayrat et Emile Decœur 

La faïence fine de Sceaux est très proche de la porcelaine par sa blancheur, sa dureté et sa résistance à la chaleur. La finesse et la malléabilité de l’argile locale ont permis le développement de pièces de style Rocaille, combinant des reliefs de fleurs et fruits, et des couleurs éclatantes, dont les deux verts associés et le Pourpre de Cassius sont caractéristiques. Photo Pascal Lemaître.

The Château and the Museum

English summary: The Musée du Domaine départemental de Sceaux was set up in 1937 and stands at the very heart of the Domaine de Sceaux, where it now houses its collections in a number of prestigious buildings such as the Château, the Orangery, the Pavillon de l’Aurore, the Petit Château and the Stables. A tour of all the buildings, together with a stroll along the paths of the park designed by Le Nôtre, the Sun King’s gardener, allows visitors to take a fascinating walk into history, from Jean-Baptiste Colbert’s time right up until the present day.

http://domaine-de-sceaux.hauts-de-seine.fr/les-collections/ceramique/

Marque au dos : fleur de lys et SS peint en bleu. Fondée par Edme Samson à Paris entre 1845 et 1849 (magasin), puis à Montreuil à partir de 1879 (manufacture), la maison Samson a produit des copies remarquables pendant quatre générations. Les bustes de L’Eté et de L’Hiver sont repris de la série créée par Nicolas Fouquay à Rouen : « Apollon entouré des saisons », iconographie inspirée par Les Métamorphoses d’Ovide. Photo Pascal Lemaître.

Literature

 French soft-paste porcelain during the 17th  and 18th centuries Edgar Vigário

A very interesting article on French soft-paste porcelain during the 17th and 18th centuries byEdgar Vigário on Academia.eu

In 1673 Louis XIV give to Edme and Louis Poterat the privilege of porcelain manufacture similar to the one bought from China becoming Rouen the first production center of soft-paste in France.
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The Art of Ceramics: European Ceramic Design, 1500-1830
Howard Coutts Yale University Press 2001
Raetisches Museum Chur Loetscher Hafner Sonderausstellung

Raetisches Museum Chur

Lötschers Kacheln. Die Hafner aus St. Antönien
Sonderausstellung vom 5. April bis 25. August 2019

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00–17:00
Montag geschlossen
Hofstrasse 1
7000 Chur
Tel. +41 81 257 48 40

Während fünf Generationen betrieb die Familie Lötscher im 19. Jahrhundert eine wichtige Keramik-Produktion. Für Graubünden war dies der bedeutendste Hafnereibetrieb in der Neuzeit, was Qualität, Funktionalität und Schönheit der Produkte anbelangt. Die Ausstellung präsentiert eine Vielzahl dieser einzigartigen Keramik und erzählt die bewegte Familien- und Handwerksgeschichte der Lötschers. Sie zeigt, wie sie im damals abgeschiedenen Prättigau eine Produktionsnische fanden und erfolgreich besetzten, aber auch, wie industriell produziertes Geschirr das alte Handwerk allmählich unter Druck setzte, bis der letzte Töpfer, Andreas Lötscher, seinen langjährigen Familienbetrieb schliesslich aufgeben musste.
Mehr zur Ausstellung als PDF zum download

Keramik aus St. Antönien
Von 1804 bis 1898 wurde in der auf 1300 m ü. M. gelegenen Walsersiedlung St. Antönien-Ascharina, im Norden des Kantons Graubünden, an der Grenze zum österreichischen Vorarlberg, Keramik hergestellt. Fünf Hafner der Familie Lötscher produzierten dort während vier Generationen Geschirrkeramik, Kachelöfen und Wasserleitungsröhren. Die Grundlage für den Betrieb bildete ein lokales Tonvorkommen. Obwohl die Lage der Töpferei, abgelegen in einem nur auf Saumpfaden erreichbaren Seitental des Prättigaus, nicht als optimal eingestuft werden kann, waren die Hafner Lötscher bis in die 1870er-Jahre wirtschaftlich erfolgreich. Ihre lokalen Produkte hatten wohl aufgrund der Transportkosten einen gewissen Vorteil gegenüber Importen aus der übrigen Deutschschweiz, Süddeutschland oder Italien. Erst mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Chur-Rheineck SG im Jahr 1858 und der Prättigauer Talstrasse um 1860 entstand die Möglichkeit für einen regelmässigeren Fracht- oder Postverkehr und einen besseren Warenverkehr, der die Konkurrenz zunehmend bevorteilte.

English Synopsis:
At St. Antönien-Ascharina, located in the north of the canton of Graubünden, on the border of the Austrian Vorarlberg, in the Walser region, at 1300 m above sea level, ceramics were made from 1804 to 1898. Five potters from the Lötscher family produced tableware, tiled stoves
and water pipes for four generations. The enterprise was established there because of the existence of a local clay deposit. Although the location of the pottery cannot be considered optimal, as it is isolated in a Prättigau side valley that can only be reached by mule tracks, Lötscher potters were economically prosperous until the 1870s. Probably the local products
had some advantage over imports from the rest of the German-speaking part of Switzerland, southern Germany or Italy because of the transport costs. It was not until the completion of the Chur-Rheineck railway line (Canton of St. Gallen) in 1858 and the Prättigau valley road in 1860 that freight or postal traffic could be more regular, thus promoting increased
competition.

4 Generationen der Lötscher Hafner Familie

Presse- und Radiobeiträge zur Eröffnung der Ausstellung

Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege
Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege

https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/2019-04-04/loetschers-kacheln-die-hafner-aus-st-antoenien
https://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/innovation-im-19-jahrhundert-als-st-antoenien-eine-hochburg-der-keramikproduktion-wa

Literatur zur Ausstellung:

Saltglazed Stoneware Creussen 17th century art

Creussen Steinzeug 17. Jhd.

Museale Highlights mit Emailfarben bemaltes Creussener Steinzeug

 

Fotos Peter Vogt München