Kategorie-Archiv: Museum

Bier Macht München Stadtmuseum

BIER.MACHT.MÜNCHEN

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Ausstellung: Bier Macht München Stadtmuseum 8. April 2016 – 8. Januar 2017

Die inhaltlich sehenswerte Ausstellung im Stadmuseum München ist in
mehrere Themenbereiche gegliedert:

Der städtebauliche Einfluss

Über die Jahrhunderte hinweg besaßen die Braustätten und ihre Verlegung an andere Orte in der Stadt großen städtebaulichen Einfluss – und besitzen diesen bis heute. Während um 1600 innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern etwa 74 bürgerliche Brauereien ihren Standort hatten, schrumpfte diese Zahl im Laufe des 19. Jahrhunderts erheblich. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb kaum mehr als eine handvoll Brauereien in München.
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Das Bier als Markenzeichen

Die großen Brauereien, die sich in wenigen Jahren von Kellerwirtschaften zu Unternehmen entwickelt hatten und teilweise hunderttausende Liter Bier im Jahr verkauften, standen in enormer Konkurrenz. Umso höher der Konkurrenzdruck wurde, desto wichtiger erschien es, sich als qualitätvolle Marke zu präsentieren. Als späte Folge der Gewerbefreiheit verabschiedete der Deutsche Reichstag 1874 das „Gesetz über Markenschutz“. Damit waren markenrechtliche Grundlagen geschaffen, die einen Schutz des eigenen Produktes und ein modernes ‚branding‘ ermöglichten. Nur am Rande sei erwähnt, dass die Spatenbrauerei sich ihr bis heute unverändert bestehendes Signet bereits 1883 hat eintragen lassen. Besipielsweise ist das farblich sehr ähnliche Coca-Cola-Zeichen einige Jahre jünger.
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Die Tradition der Münchner Bierfeste

In München wird nicht nur zu allen Festen Bier ausgeschenkt, viele der über die Monate verteilten Festtage sind erst durch ihr besonderes Bier zu entsprechender Bedeutung gekommen. So spannt sich über das Jahr ein eigener Bierkalender, der mit dem Salvator im Frühjahr beginnt, vom Maibock abgelöst, schließlich mit dem Märzen zur Oktoberfestzeit zu einem populären Höhepunkt geführt wird und mit einem besinnlichen Weihnachtsbier das Jahr beschließt. Aufgrund der Sondersude, aus denen die Spezialbiere gewonnen werden, ist die Biervielfalt in München groß – in der Regel sind die saisonalen Biere allesamt stärker eingebraut. Figuren wie der Pater Barnabas, historische Liedstücke wie der Bockwalzer oder das traditionelle „O’zapft is“ werden dem Münchner Besucher bekannt vorkommen, schließlich sind sie aus der Biertradition der Stadt nicht wegzudenken.
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Ausstellung|Bier in Bayern

Am 29. April 2016 eröffnet die diesjährige Landesausstellung im Kloster Aldersbach im Passauer Land:
500 Jahre Reinheitsgebot in Bayern

Bayerische Landesausstellung Bier in Bayern Kloster Aldersbach

Bayerische Landesausstellung 2016: „Bier in Bayern“

Bier – Bayerns fünftes Element:
Anzapfen und Anbandeln, Bieraufstand und Bierkönigin, Brezen und Radi, Freibier und Starkbier, Radler und Russ, Rausch und Genuss, Schützenliesl und Steyrer Hans, Seidla und Pfiff, Weißbier und Weißwurst, Zoigl und Zwickl.
Bier gehört von A bis Z zur bayerischen Lebensart.
Um die bayerische Bier- und Wirtshauskultur und ihren weltweiten Siegeszug dreht sich die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“.

2016 jährt sich der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots zum 500. Mal.
Das Haus der Bayerischen Geschichte nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Kulturgeschichte eines Getränks vorzustellen, das für Bayern etwas ganz Besonderes ist.

Wertgeschätzt als „Nahrungsmittel“ und Nationalgetränk, verstanden als Inbegriff bayerischer Trinkkultur, wurde das Bier zum Markenzeichen und Mythos. Die großen Bierfeste, das einträgliche Weißbiermonopol des Wittelsbacher Herrscherhauses, die Revolten bei Bierpreiserhöhungen zeigen die Verbundenheit der Bayern mit diesem Getränk, das heute das Bild des Freistaats in der Welt mitprägt.

Die „Schützenliesl“ Schützenscheibe, 1881 Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut e.V. © Haus der Bayerischen Geschichte / Philipp Mansmann

Sieben Gründe für den Besuch der Bayerischen Landesausstellung:

Sie zeigt Bayerns „fünftes Element“ in vielen Facetten,
sie fügt vor einmaliger Klosterkulisse Bier und Barock zusammen,
sie präsentiert wahre Bierschätze und Bierberühmtheiten,
sie bindet original erhaltene Einrichtungen und Großgeräte ein wie das alte Sudhaus, die „Sau“ und die Darre,
sie wartet mit eindrucksvollen multimedialen Szenerien auf,
sie eröffnet die Möglichkeit, die Brauerei Aldersbach und die Barockkirche der Gebrüder Asam zu besichtigen,
sie bietet ein umfangreiches Begleitprogramm von Konzerten über Kabarett, Theater bis hin zur Bierverkostung und mehr.

Alle Details online unter: Ausstellung Bier in Bayern

 

Jüdische Braugeschichten

BIER IST DER WEIN DIESES LANDES.
JÜDISCHE BRAUGESCHICHTEN

13. April 2016 bis 08. Januar 2016

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums München

Kurator: Bernhard Purin in Zusammenarbeit mit Lilian Harlander

Das Reinheitsgebot feiert 2016 seinen 500. Geburtstag.
Das Jüdische Museum München nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, erstmals in einer Ausstellung Geschichte und Gegenwart des Bieres in der jüdischen Tradition und Kultur zu beleuchten.

Wenn Bier statt Wein das Hauptgetränk ist, dann, so legt der Talmud fest,
„ist das Bier der Wein dieses Landes“ und darf verwendet werden.

Der Frage, was der Brauerstern und seine oberpfälzische Ausprägung, der „Zoigl“, mit dem Davidstern zu tun haben, widmet sich ein weiterer Bereich der Ausstellung. Anschaulich wird auch die Geschichte des Hopfenhandels erzählt, der in Süddeutschland über lange Zeit von jüdischen Händlern maßgeblich geprägt war.

Gut recherchierte Hintergrundinformationen zum Braustern im
BLOG Westerwaldkeramik und im BLOG von INZUAM

Brauer Stern - Zoigl - Stern der Brauer Zutaten Hopfen Malz Wasser Quelle Blog Inzuam: https://inzuam.wordpress.com/2015/04/29/ein-stern-im-klausenerkiez/

Außerdem wird nachgewiesen, dass das „Bierkrugveredelungsgewerbe“, also die Bemalung von Krügen sowie die Herstellung und Montage der Zinndeckel, ein maßgeblich von jüdischen Münchnern entwickeltes und betriebenes Gewerbe war.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die jüdischen Brauherren in München und Umgebung.

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910 Abbildung: Jüdisches Museum München

Reklamemarke Unionsbräu München, um 1910
Abbildung: Jüdisches Museum München

Abschließend widmet sich die Ausstellung der Bierkultur im heutigen Israel, die zum einen stark von der deutschen Brautradition und deutschen Bierstilen geprägt ist und andererseits durch eine junge und vielfältige Craftbeer-Szene überrascht.

Quelle:
http://www.juedisches-museum-muenchen.de/wechselausstellung/wechselausstellung-single/bier-ist-der-wein-dieses-landes-juedische-braugeschichten.html

 

 

Reichsstadtmuseum Rothenburg

Die Stiftung Baumann
ist seit 1999 integraler Bestandteil des Reichsstadtmuseum Rothenburg.

Sammlung Baumann Reischsstadtmuseum Rothenburg - Fayence und Steinzeug

Sammlung Baumann Reischsstadtmuseum Rothenburg – Fayence und Steinzeug

Die beinahe 1.000 Objekte, die die Stiftung umfasst, besteht hauptsächlich aus Kriegs- und Jagdwaffen von der Steinzeit bis zum 19. Jh., in außergewöhnlicher Qualität und Auserlesenheit. Höhepunkte sind beispielsweise das Jagdensemble der französischen Königin Marie Antoinette, das Jagdgewehr mit Säbel von Jérôme Napoleon oder der Duellpistolenkasten des Fürsten Klemenz von Metternich – alle Objekte von den LePage geschaffen, den unbestrittenen europäischen Meistern des Büchsenmacherhandwerks!

Neben der Waffensammlung werden aber auch noch Fayencen gezeigt, deren Auswahl sich mit größeren Museen durchaus messen kann. Besonders die Objekte der Ansbacher Manufaktur, aber auch die Crailsheimer, Schrezheimer und Nürnberger Stücke zeigen ein sehr hohes Niveau.

Quelle: Reichsstadtmuseum Rothenburg

V+A Highlights | Paul Preuning

Eine Auktionsreise nach London mit Ausflug in das Victoria & Albert Museum

Victoria + Albert Museum London

Nürnberger Hafnerkrug aus der Werkstatt von Paul Preuning ca. 1545-1555
in der Keramik Abteilung des Museums

Victoria + Albert Museum London

Quelle: Weitere Details im online Museumskatalog

  • Descriptive line

    Earthenware jug decorated with coloured glazes and applied moulded decoration depicting the Adoration of the Magi and Massacre of the Innocents, workshop of Paul Preuning, Nuremberg, Germany, about 1545-55

  • Public access description

    This handsome jug was made in the workshop of Paul Preuning of Nuremberg in about 1545-55. It is typical of the brightly-coloured lead-glazed wares decorated with applied moulded relief decoration which were produced at Preuning’s pottery outside the Tiergarten Gate of Nuremberg from the mid-1540s for at most fifty years.
    The distinctive style of Preuning’s pots derives from the traditional local manufacture of stove tiles. At first usually plain green or brownish-black, such tiles decorated stoves which heated grand buildings such as palaces and abbeys. Bright polychrome glazes were introduced from about 1500 and in the 16th century were added relief mouldings after engraved designs and niches containing modelled figures.
    Preuning’s wares were produced in the main for a fairly local market – that is to say, for sale in Nuremberg, throughout Germany and possibly to other lands of the Holy Roman Empire. Their decorative style and subject matter were tailored to German tastes. This vessel, probably intended for display rather than use, is decorated with scenes from the Gospels showing the Adoration of the Magi and the Massacre of the Innocents.

  • Object history note

    This handsome jug was made in Nuremberg, one of the biggest towns of the Holy Roman Empire with a population of about 45,000 by the end of the 16th century. As a Free Imperial City in the centre of Europe, it became very wealthy and fostered artistic endeavour and scientific enterprise. Among Nuremberg’s talented artists in 16th century were Durer (painter and engraver), Veit Stoss (sculptor and wood-carver), and Wenzel Jamnitzer (goldsmith).
    Paul Preuning’s pottery outside the Tiergarten Gate of Nuremberg flourished from the mid-1540s as is deduced from a combination of documentary sources, excavated material from the site and subject-matter used. Pots from his workshop are quite distinctive with their range of bright glazes and repertoire of moulded relief figures. A relief mould (formerly in the possession of Alfred Walcher von Molthein) depicting Prince Elector Johann Friedrich of Saxony was excavated on the Preuning workshop site. It was almost certainly made between 1548 and 1551 as Johann Friedrich is shown as a prisoner in a simple robe without sword or chain (he was released in 1551). Another relief mould with Preuning’s dancing peasants is preserved at the Kunstmuseum, Frankfurt.
    Some later work exists which appears similar to the pots from Preuning’s workshop but this comes from Austria as former apprentices from Preuning’s pottery took their skills and glaze recipes to Salzburg and Upper Austria. However, they could not take the Preuning moulds with them so their use of their own moulds distinguishes the work from that of the Preuning workshop.

    Historical significance: Unlike Rhineland stonewares, Preuning’s wares were not exported in large quantities. The output from his workshop was relatively small and at most of 50 years‘ duration. Nor do the jugs survive in any quantity. Most seem to have been produced for the local i.e. Nuremberg market, for Germany and possibly other lands of the Holy Roman Empire. Their decorative style and subject matter were tailored to German tastes. In France, the market was for the more finely-moulded, less solid and less brightly-glazed wares of Bernard Palissy. Although the moulded figures which Preuning applied to his pots straightforward to make and quite quick to apply, the skill was in the overall design scheme, the placing of the figures, the making of the original moulds and in the glazing with several colours. The master often made variations to the stock moulded figures or varied their glazing scheme. It would have been possible to decorate several pots simultaneously as several employees could each work with copies of the moulds and their own colour supplies.
    Many motifs derived from Mannerist engravings by Italian masters such as by Enea Vico who did vase designs after the antique, metalwork designs by Riccio, Cellini and Giulio Romano, and paintings by Raphael and Rosso Fiorentino.
    Other subjects which appear on important Preuning jugs include:
    – The Electors of the Holy Roman Empire (Walters Art Museum, Baltimore)
    – The town of Nuremberg (Kunstgewerbe Museum, Cologne)
    – Nuremberg buildings (Metropolitan Museum, New York)
    – The Judgement of Paris (on four jugs including one in the Kunstgewerbe Museum,
    Berlin)
    – Adam and a lion with Eve and a deer (V&A)
    – Adam and Eve used in combination with Christ in Gesthemane, the Sacrifice of
    Abraham and the Adoration of the Magi (the latter containing figures used on the V&A
    jug)
    – Crucifixion group including the Virgin and St. John (Mainfraenkisches Museum,
    Wuerzburg).
    – Armed figures each side of a tree (V&A)
    – A stag hunt (V&A, formerly from Coombe Abbey, Coventry – the Countess of
    Craven’s sale at Christies, 11/12 April 1923 lot 6)

  • Historical context note

    Preuning’s pots fall into a category known as „Hafner ware“ which refers to stove tiles made first with green lead glaze and later also in brownish-black. These tiles decorated stoves which heated grand buildings such as palaces and abbeys. Bright polychrome glazes were introduced from about 1500 and in 16th century were added relief mouldings after engravings by the Kleinmeister and niches containing modelled figures. Nuremberg was then one of the most important centres for stove-making in Germany. Preuning’s jugs derived from this work with their bright glazes and applied leaves, stems, threads and relief-moulded figures. Preuning’s jugs were formerly assigned to the engraver and designer Augustin Hirchvogel (1503-c.1553) as he was known to be associated with some Nuremberg potters in 1531, but his wares were later discovered to be too early and he is now thought insteadto have made maiolica plates in the Venetian style.
    Although a large decorated Preuning jug could in theory be used for water, it is far more likely that this splendid luxury item was for display only. Some jugs were specially commissioned. By the 17th century, the status of Hafner ware jugs declined to a „peasant“ craft and with the Thirty Years‘ War, Nuremberg itself declined from its ascendant position.

  • Bibliographic References (Citation, Note/Abstract, NAL no)

    W.B. Honey, European Ceramic Art. Illustrated historical survey, London, 1949, pl.16A, and Dictionary, 1952, p.456.
    Otto von Falke, Das Sigmaringer Museum III: Kunstgewerbe der Renaissance, in Pantheon I, Jan.-June 1928, p.179
    Robin Hildyard, European Ceramics, London: V&A, 1999, pp.11-13
    Alfred Walcher von Molthein, Der Fertiger (Paulus Preuning) der sogenannten Hirschvogelkruege, in Kunst und Kunsthandwerk, 1904, v.7, p.486ff.
    Alfred Walcher von Molthein, Arbeiten der Nurnberger Hafnerfamilie, in Kunst und Kunsthandwerk, 1905, v.8, p.134ff.
    Alfred Walcher von Molthein, Beitraege zur Geschichte Deutscher Keramik: Die Deutschen Hafnerarbeiten der Sammlung Bondy in Wien, in Altes Kunsthandwerk, Band I Heft 1, Vienna, 1927
    Ingolf Bauer, Keramik des 16. Jahrhunderts als Religiöses Zeichen?, in Zeitschrift fuer Bayerische Landesgeschichte, 2005 vol.68, pp.541-553

 

Künersberg | Impressionen

Ein lohnender Ausflug an Pfingsten zu den:

Künersberger Fayencen im Stadtmuseum im Hermansbau Memmingen

Höhepunkte des Museums sind die Bilder des Memminger Barockmalers Johann Heiß und die Stücke der Fayencemanufaktur Künersberg, die im 18. Jahrhundert von dem Memminger Patrizier Jakob v. Küner betrieben wurde. Diese besonders hochwertigen Fayencen zählen heute zu den begehrtesten Beispielen der europäischen Feinkeramik und werden im Museum auch in ihrem schwierigen Produktionsgang erläutert.

Impressionen aus dem Museum:

von Löwenfinck | Impressionen Fulda

Made in FD – Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayence-Manufaktur
(1741 – 1759)
Noch bis 31. Mai 2015 im Vonderau Museum Fulda

Mit dem Schmelzmaler Adam Friedrich von Löwenfinck gelangte die Fuldaer Fayence Manufaktur zu hoher künstlerischer Blüte, die dann zahlreiche weitere bedeutende Künstler anziehen konnte,

Löwenfinck gilt als der originellste und vielseitigste Porzellanmaler, der aus der Höroldt-Werkstatt hervorgegangen ist. Seine Malerei zeichnet sich durch eine starke Konturierung aus, die kontrastreiche Farbflächen einfaßt – damit wirkt seine Malerei überaus klar.
Quelle: Wikipedia – Adam Friedrich von Löwenfinck

Impressionen aus der Ausstellung:

 

Interesting Blog entry about the work of Adam Friedrich von Löwenfinck

‘Fantastical worlds. Painting on Meissen porcelain and German faience by Adam Friedrich von Löwenfinck 1714–1754’ at Staatliche Kunstsammlungen Dresden

DRESDEN – To mark the 300th anniversary of the birth of Adam Friedrich von Löwenfinck, the Porzellansammlung of the Staatliche Kunstsammlungen Dresden presents a comprehensive exhibition of this artist’s oeuvre, bringing together around 100 selected porcelain and faience exhibits from the Dresden Porzellansammlung, private collections and renowned museums, including the Metropolitan Museum of Art, New York, the Rijksmuseum, Amsterdam, the Reiss-Engelhorn Museum, Mannheim, and the Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg.- To mark the 300th anniversary of the birth of Adam Friedrich von Löwenfinck, the Porzellansammlung of the Staatliche Kunstsammlungen Dresden presents a comprehensive exhibition of this artist’s oeuvre, bringing together around 100 selected porcelain and faience exhibits from the Dresden Porzellansammlung, private collections and renowned museums, including the Metropolitan Museum of Art, New York, the Rijksmuseum, Amsterdam, the Reiss-Engelhorn Museum, Mannheim, and the Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg.

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Museum deutscher Fayencen

Mit dem Beginn der Sommerzeit wieder für Sie geöffnet!

Museum Deutscher Fayencen
Über den Tellerrand …
Schloss Höchstädt an der Donau

Öffnungszeiten
1. April – 4. Oktober: 9-18 Uhr

Museum deutscher Fayencen Schloss Höchstätt

http://www.schloss-hoechstaedt.de/deutsch/fayence/index.htm

Montags geschlossen
(ausgenommen Feiertage)
5. Oktober – März: geschlossen

Den Besucher erwartet ein einzigartiges Museum, in dem die Welt der deutschen Fayence des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert wird.

Der Ausstellungsrundgang bietet einen lebendigen Überblick über Geschichte und Technik der Fayence, informiert über Produktionsweise und Produkte der Manufakturen und macht die Bedeutung der Fayence für die Tafel- und Wohnkultur der Zeit anschaulich.

Literatur:

Museum deutscher Fayencen Schloss Höchstätt

Museum deutscher Fayencen Schloss Höchstätt
Autor: Uta Piereth Freiderike Ulrichs
Bayerische Schlösserverwaltung

 

Vonderau Museum Fulda

Adam Friedrich von Löwenfinck
Deckelvase, Fuldaer Fayence, vor 1745
Hetjens-Museum, Düsseldorf

13. März bis 31. Mai 2015

Eröffnung: Freitag, 13. März 2015 um 19.00 Uhr

Seit der Schließung der Fuldaer Fayence-Manufaktur sind gerade einmal 250 Jahre vergangen. In den Wirren des Siebenjährigen Krieges und der damit verbundenen wirtschaftlichen Katastrophe ging eine der bedeutendsten, wenn auch eine der kleinsten deutschen Fayence-Manufakturen zugrunde.
Zur Erforschung ihrer Geschichte gibt es bisher unzählige Beiträge, die im Rahmen größerer Zusammenhänge Teilaspekte kursorisch, selten auch ausführlicher behandeln, doch monographisch wurde das Thema, von zwei bis drei ernsthaften Versuchen abgesehen, nicht verwirklicht.

Einen neuen Forschungsansatz soll die vom Vonderau Museum Fulda für das Jahr 2015 vorbereitete Ausstellung zur Fuldaer Fayence-Manufaktur bieten.

Ausgehend von einer kritischen Durchsicht des durch Signaturen oder Marken gesicherten und der Manufaktur sonst zugewiesenen Materials, das in den letzten JaAdam Friedrich von Löwenfinck Hirschreiterin-Service, Teller Fuldaer Fayence, vor 1745 Bayerisches Nationalmuseum Münchenhren durch archäologische Funde in einigen Bereichen gestützt wird, über erneute Erforschung der schriftlichen Überlieferung und aufgrund des inzwischen weit schneller als für Fulda fortgeschrittenen Stands der Erforschung zahlreicher zeitgenössischer Manufakturen wird als Ergebnis der Ausstellung eine neue Monographie zur Fabrikgeschichte und ein detaillierter Katalog der Produkte erarbeitet.

Die Ausstellung ist damit ein Versuch, eine wichtige Forschungslücke zu schließen, zumal die Fuldaer Manufaktur in Bezug auf die Technologie der Fayencebemalung, insbesondere in ihren Anfängen unter den damaligen deutschen Manufakturen an der Spitze der Entwicklung stand. So wird die Sonderschau geeignet sein, dem interessierten Besucher gleichzeitig die einstige Bedeutung der Fuldaer Fayencen, die vor allem vor Ort fast in Vergessenheit geraten sind, zu vermitteln.

Adam Friedrich von Löwenfinck Tafelaufsatz für Johann Philipp Karl Anton von Fechenbach (1708- 1779) Fuldaer Fayence, vor 1745 Vonderau Museum Fulda, Slg. Prof. Dr. Hellmut Nieth

Adam Friedrich von Löwenfinck

Der Gründung der Manufaktur in Fulda gingen seit Herbst 1740 Versuche des unter anderem in Delft ausgebildeten und hier Porcilainmacher genannten Christian Ruprecht voraus. Die wohl unbefriedigenden Ergebnisse gaben dem Fuldaer Fürstabt Amand von Buseck (1737-1756, seit 1752 Fürstbischof) Anlass, sich nach neuen Lösungen umzusehen. Kurz nach Entlassung Ruprechts traf daher am 18. Februar 1741 der wenige Jahre zuvor aus Meißen entflohene, berühmte Schmelzmaler Adam Friedrich von Löwenfinck ein. Mit Löwenfinck gelangte die bald vom Fürstabt gegründete Fabrik zu hoher künstlerischer Blüte und bot vielen damals bedeutenden Künstlern Aufnahme oder auch einmalige Entwicklungsmöglichkeiten.

Auch wenn von Löwenfinck Ende 1744 Fulda für immer verlassen hatte und ihm spätestens 1746 eine Reihe wichtiger Meister nach Höchst gefolgt waren, so blieben in der Fuldaer Manufaktur doch noch genug fähige Mitarbeiter, z.B. der Modelleur Wenzel Neu, der wahrscheinlich die Leitung übernommen hatte, die ihr Fortbestehen ermöglichten.

Georg Friedrich Hess

Ignaz Hess Doppelkürbisvase mit deutschen Blumen Fuldaer Fayence, nach 1751 Mainfränkisches Museum WürzburgEinen neuen Aufschwung erlebte die Manufaktur, als Anfang 1751 Georg Friedrich Hess mit seinem Sohn Ignaz aus Höchst zurückgekehrt war und alsbald praktisch die technische Leitung übernahm. Die Tatsache, dass der berühmte Fayencemaler Joseph Philipp Dannhöfer in den Jahren 1751, 1752 und 1757/58 in Fulda tätig war, ist auch ein Beleg für die damalige Bedeutung des Unternehmens, das unter fürstlicher Regie geführt, zwar kaum mit finanziellen Problemen konfrontiert wurde, aber auch nicht wirtschaftlich arbeiten konnte.

Die Situation der Fabrik änderte sich 1756 mit dem Tod des Gründers, Fürstbischof Amand von Buseck, und mit dem bald folgenden Ausbruch des Siebenjährigen Krieges schlagartig. Zwar versuchte der damalige Verwalter Georg Friedrich Hess die Fabrik in Pacht zu übernehmen und auf eigene Rechnung zu führen, zog aber Anfang 1759 sein Angebot zurück. Diese Entscheidung bedeutete praktisch das endgültige Ende der Fuldaer Fayence-Manufaktur, die spätestens Anfang 1760 den Betrieb eingestellt hatte und in den folgenden Monaten abgewickelt wurde.

Als Fabrikmarke wurde in Fulda, ähnlich vielen der damaligen Fayence-Manufakturen, ein Buchstabenpaar aus der Orts- bzw. LandbezGeorg Friedrich Hess Doppelkürbisvase mit indianischen Blumen Fuldaer Fayence, nach 1751 Hetjens-Museum, Düsseldorfeichnung verwendet: ein “FD”-Zeichen in Mangan oder Blau, das in der Regel auf dem Boden aufgemalt wurde. Nicht selten erscheinen unterhalb eines Längsstrichs das Monogramm des Malers und gelegentlich auch das Herstellungsjahr.

Die Bedeutung der Fuldaer Fayencemanufaktur

In Fulda gelang es Adam Friedrich von Löwenfinck zum ersten Mal nach der Flucht aus Meissen eine Produktionsstätte zu gründen, in der manufakturmäßig Fayencen mit einer bunten Palette von Emaillefarben dekoriert werden konnten und somit, als ausgesprochene Schmuckware, den echten Porzellanen aus China und Meissen Konkurenz machen konnten. Auf dem Weg von karg mit den sog. Scharffeuerfarben (Blau, Mangan, Gelb und Grün) bemalten Waren zu den reich mit Muffelofenfarben verzierten Fayencen markiert die Fuldaer Fabrik des Abtes Amand von Buseck und des Erfinders Adam Friedrich von Löwenfinck keinen gradiellen Fortschritt, sondern bedeutet eine technologische Wende.

 

Schon die Zeitgenossen erkannten die Besonderheit der damals nur in Fulda produzierten Ware, die durch ausländische Händler zu sehr hohen Preisen erworben und über die deutschen Grenzen hinaus transportiert wurde.

Adam Friedrich von Löwenfinck Fisch-Service, Terrine Fuldaer Fayence, vor 1745 Designmuseum Danmark, Kopenhagenund auch heute stehen diese Objekte wegen ihrer herausragenden Qualität und Seltenheit an herausgehobenen Standorten in vielen renommierten Museen der Welt (z.B. The Metropolitan Museum New York, Victoria & Albert Museum London, Rijksmuseum Amsterdam) oder fast allen großen Kunstgewerbemuseen in Deutschland (in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Nürnberg, Kassel, Mannheim oder Stuttgart). Sie sind ebenso begehrt von privaten Sammlern, auch außerhalb von Deutschland, und erzielen auf den internationalen Kunstmärkten teilweise fünfstellige Preise, wenn sie überhaupt noch angeboten werden.