Schlagwort-Archiv: 18. Jh

Rockefeller Collection Christies Pair of Meissen Hoopoes

Meissen | Kaendler | Wiedehopf 18. JH

In diesen Tagen wird bei Christie’s der
Nachlass von David und Peggy Rockefeller versteigert.

Teil der Sammlung ist ein besonders schönes Paar Wiedehopfe von
Johann Joachim Kaendler
(1706 -1755)
Ab 1731 schuf der gelernte Bildhauer Kaendler die erste europäische Formensprache
für Porzellan und läutete damit die künstlerische Blütezeit der Porzellan Manufaktur
in Meissen ein. Der Wiedehopf steht leider auf der Roten Liste. Im 18. JH war das noch ganz anders. Da konnte Johann Joachim Kaendler die Wiedehopfe in der Natur studieren. Seine frühen Skulpturen, welche in erster Linie Motive aus der Tierwelt wiedergaben, wurden für ihre Natürlichkeit und Eleganz gerühmt, welche sie vom Pathos der
üblichen Darstellungen abhob. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang
insbesondere seine Vogelskulpturen.

Two Meissen porcelain models of hoopoes (wiedehopf), circa 174, modeled by J.J. Kändler. 12 ¼ in (31 cm) high. Estimate $20,000-30,000. This lot is offered in The Collection of David and Peggy Rockefeller English & European Furniture, Ceramics & Decorations, Part I on 9 May at Christie’s in New York

These exquisite Meissen hoopoes were the work of Johann Kändler (1706-1775), the greatest and most talented European porcelain modeller of his age.

Johann Kändler trained as a sculptor in Dresden before joining the Meissen factory in 1731. There, at the behest of Emperor Augustus, he began modelling technically challenging large figures of birds and animals for the Japanese Palace at Dresden. In 1733 he was promoted to chief modeller at Meissen, a position he held until his death.

Kändler was responsible for a new kind of porcelain, introducing a range of smaller figures with fired-on enamels in the late 1730s. He was also responsible for taking on and training the next generation of master modellers. His principal assistant was Johann Eberlein, who joined Meissen in 1735, followed by Johann Gottlieb Ehder, Peter Reinicke and Friedrich Elias Meyer. The Meissen records reflect that both Kändler and Ehder worked on these rare and exceptional hoopoe birds, which David and Peggy Rockefeller acquired from the estate of David’s brother, Laurance S. Rockefeller, in 2004.

The Meissen hoopoes were displayed in the dining room of the Rockefellers’ 65th Street home in New York, which was decorated with original 18th-century wallpaper

The Meissen hoopoes were displayed in the dining room of the Rockefellers’ 65th Street home in New York, which was decorated with original 18th-century wallpaper

‘The meticulous quality and perfect nature of these objects tells you a lot about the Rockefellers,’ says Johnson. ‘They appreciated the effort and work and skill that it took to ensure the hoopoes were as close to life as possible. They believed that doing something as well as you can is an obligation, and the painstaking qualities evident in these Meissen birds reflect that.’

These porcelain models were displayed in the dining room of David and Peggy Rockefeller’s home on 65th Street in New York, a space decorated in original wallpaper from the 18th century. ‘They were on a small table underneath a wonderful painting,’ Johnson explains. ‘When you had dinner or lunch in this room with Mr Rockefeller, all of your senses were filled with the beautiful colours and the exquisite craftsmanship surrounding you.

Quelle: Christie’s

Artenportrait des Wiedehopf:

Von I, Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4544760

Hoopoe picture by Luc Viatour / https://Lucnix.be

Im 18. Jahrhundert war der Wiedehopf in unseren Regionen noch weit verbreitet.
Heute stellt sich die Lage leider anders dar.

Der Wiedehopf ist in Bayern vom Aussterben bedroht sind und somit auf der Roten Liste (Kat. I) geführt. Nach dramatischen Bestandsrückgängen in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts in ganz Deutschland, scheint sich die Situation für den Wiedehopf in einzelnen Regionen der östlichen Bundesländer wieder zu verbessern.

Obwohl vermutlich nur noch knapp ein Dutzend Brutpaare in Bayern zu Hause sind, kann man Wiedehopfe regelmäßig auf dem Frühjahrszug beobachten, was vermutlich Durchzügler gen Nordosten sind. Zum Teil verweilen diese Tiere einzeln oder paarweise längere Zeit in Bayern und so ist ein gewisses Besiedlungspotential für neue Brutpaare durchaus vorhanden.

Bevor diese Art völlig verschwindet, möchten wir mit Sofortmaßnahmen das Nistplatzangebot dort verbessern, wo in den letzten Jahren Wiedehopfe noch brüteten bzw. anwesende Paare auf Brutversuche schließen lassen.

Sie können das Projekt des LBV bei Interesse unterstützen:
https://www.lbv.de/naturschutz/arten-schuetzen/voegel/wiedehopf/schutzprojekt/

 

Detail Datierung Friedberger Fayence Walzenkrug 1756

Friedberger Walzenkrug 1756 datiert

Ein museales Stück aus der Friedberger Manufaktur

Manufakturmarke Friedberg CB unter Kurhutmit früher Datierung
2
Jahre nach Gründung im Jahr 1754.

Darstellung eines galanten Rokoko Paares
gemeinsam „gärtnernd“ im Orangenhain in
polychromen Scharffeuerfarben.
Die Edeldame begießt ein Orangenbäumchen
mit dem Namen Johannes auf dem Blumentopf.
Die Gießkanne trägt die Datierung 1756.
Der Galan pflückt derselben eine Frucht.
Spruchband „Geliebte nehm sie dies von meinen
treuen Händen und glaub Sie ganz gewiß nichts soll
mein Lieb enden“


Detail Datierung 1756 Friedberger Fayencekrug

Ein Vergleichssstück in
Blaumalerei befindet sich
in London im
Victoria + Albert Museum

Tankard Friedberg 18. JH copyright Victoria Albert Museum

Mit dem link kommen Sie direkt
zum Objekt und der Beschreibung.
Bildrechte Victoria + Albert Museum

 

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

 

Das in der Literatur aufgeführte
früheste datierte Stück der
Friedberger Manufaktur aus dem
Jahr 1755 befindet sich in der
Sammlung des
Maximilian Museum
in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Literatur:

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 200 Jahre Friedberger Fayence

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg

Detail Crailsheimer Küfer Zunft Fayence Krug 18.Jh

Fayence Zunftkrug der Küfer um 1780

Crailsheimer Faßmacherkrug um 1780, der „Gelben Familie“
in Scharffeuermalerei, H. 23 cm

Ein seltener Zunftkrug (verbreitet sind eher die Müller, Bäcker und Bierbrauer) aus der Crailsheimer Manufaktur mit besonders schöner Ausgestaltung aller Zunft Werkzeuge
im
Zunftwappen:

  • Böttcherzirkel
  • Schägel
  • Triebel
  • Bindermesser
  • Bandhaken

Crailsheimer Zunftkrug der Küfer um 1780

Die Zunft der Küfer trägt viele Namen – je nach Region: (Quelle Wikipedia)

  • Fassbinder (dazu: Binder, Bindter, Pinter), Fassler, Fässler, Fassmacher
  • Böttcher, Böttiger (von Bottich)
  • Böttner, Büttner (von Bütte, Franken)
  • Schäffler, Scheffler (von Schaff, Bayern und Pfalz)
  • Küfner, Küffner
  • Kübler (von Kübel)
  • Kuper, Küper[1] (Niederdeutsch)
  • Schedler (alemannisch zum Hohlmaß Schedel)
  • Simmermacher (zum Hohlmaß Simmer)
  • Tonnenmacher

Alle diese Namen sind auch Hohlmaße und Maßeinheiten

Vergleichsstücke aus der Durlacher Fayencemanufaktur:

Vergleichsstück in der Literatur
Nürnberger Zunftkrug 1763 datiert:

S.-Glaser-Nürnberger-Fayencen-Germanisches-Nationalmuseum-S.-71

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen Germanisches Nationalmuseum S. 71

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Museum:
Küfermuseum Zell-Weierbach

Das Markgräfler Küfermuseum in Tannenkirch

Videobericht über das Handwerk der Faßmacher:

Der Fassmacher von Eußenheim

Der Letzte seines Standes Der Faßmacher Karl Aßmann

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KxBDAZDukIc

 

Detail Nymphenburger Porzellankrug um 1800

Nymphenburg Porzellankrug um 1800

Nymphenburger Porzellankrug mit Monogramm um 1800

Beliebt als Verlobungs- oder Hochzeitsgeschenk mit persönlichem Bezug.
Der goldene Buchstabe ist mit fein gemalten Blumengirlanden umrahmt.
Über der Mitte schwebender Blumenkranz, der auf allen Vergleichsstücken in
dieser Form zu finden ist.

Nymphenburger Porzellankrug um 1800

Nymphenburger Porzellankrug um 1800, auf dem Boden Preßmarke Rautenschild, H. 16 c

Vergleichsstücke in der Literatur:

2 Schokoladentassen mit Deckel aus der Sammlung Bäuml im Marstall Museum des Nymphenburger Schlosses.

„Die Sammlung repräsentiert den weltgrößten Bestand an Nymphenburger Porzellan aus nahezu 3 Jahrhunderten (18. Jh bis Anfang 20. Jh). Ein einzigarteiger Querschnitt durch die
künstlerische Entwicklung aller Epochen.der Nymphenburger Manufaktur“

Zitat:
Dr. Alfred Ziffer Nymphenburger Porzellan, Die Sammlumg Bäuml, Stuttgart, Arnoldsche 1997

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997 S. 221

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997 S. 221

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997

Nymphenburger Porzellan Sammlung Bäuml Ziffer, Stuttgart Arnoldsche 1997

Julius Böhler <München>   [Hrsg.]
Sammlung Frau Margarete Oppenheim: [Ausstellung vom 23. April bis 15. Mai 1936 ; Versteigerung am 18., 19., 20., u. 22. Mai 1936] — München, 1936

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Tafel 65 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Tafel 65 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Sammlung Margarethe Oppenheim 997 Nymphenburg Porzellan Walzenkrug 2. Hälfte 18. Jh

Quelle: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/boehler1936_05_18/0104

 

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Crailsheimer Fayence Jagdkrug um 1770 Detail Jäger

Crailsheim Jagdkrug um 1770

Crailsheimer Fayence Jagdkrug um 1770 mit
bunten Scharffeuerfarben bemalt
aus der Periode des Johann Georg Weiß dem Älteren.

Eine Besonderheit dieses Jagdkruges ist der breite Bandhenkel ähnlich bei Krügen aus der Bayreuther Fayence Manufaktur zu finden. Dieser Walzenkrug stammt aus der Zeit vor der „Gelben Familie“.

Vergleichsstücke in Museum und Literatur:

Museum für angewandte Kunst Köln:

Weitere Erläuterungen zu den Walzenkrügen über nachfolgende Texte –
Anklicken um zu vergrößern:

Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig

Literatur: Der Schöne Schein Deutsche Fayence Kunst Patricia Brattig | Petra Hesse (Hg.) Die Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Köln

 

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