Archiv der Kategorie: Expert Knowledge

17th century stoneware Dippoldiswalde-Annaberg-Hunting-Tankard- ca-1700

Annaberg | Dippoldiswalde Steinzeug

Annaberger Steinzeug ist eine Keramikgattung des 17. und 18. Jahrhunderts.
Das in älterer und auch noch in jüngerer Literatur und in Katalogen des internationalen Kunsthandels so bezeichnete Steinzeug hat es wahrscheinlich in Annaberg nie wirklich gegeben. Eine Steinzeug-Produktion bzw. eine Herstellung von hochgebrannter Irdenware ist hier nicht nachweisbar. Die erzgebirgische Bergstadt Dippoldiswalde konnte, wie auch für das Freiberger Steinzeug, in archivalischer, kunsthistorischer, archäologischer (Ausgrabungen Anfang der 1990er Jahre) und naturwissenschaftlicher Forschung (Töpfereiabfall) als Herstellungsort nachgewiesen werden.

Aktuelle Literatur zum Thema von Anne Barth als Beitrag in unserem Blog

Anne Barth, Dippoldiswalder Steinzeug. Ein Töpferhandwerk und seine kulturhistorische Bedeutung. ArchaeoMontan Band 2
Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie Sachsen, Band 65.

Literatur:
Andreas Becke: Auf der Suche nach den Töpfern des »Freiberger« und »Annaberger« Steinzeugs. In: Nearchos 1, 1993, S. 99–123.
Hans Mommsen, Thomas Beier, Anno Hein, Elsa Hähnel und Andreas Becke: Neue Ergebnisse zum sächsischen Steinzeug: Herkunftsbestimmung durch Neutronenaktivierungsanalyse und Auswertung von Archivalien. In: KERAMOS 169, 2000, S. 67–84.
Alexander Schwedt, Hans Mommsen, Elsa Hähnel und Andreas Becke: Neutronenaktivierungsanalysen an sächsischer Keramik zur Herkunftsbestimmung von Siedlungsware aus Freiberg. In: KERAMOS 183, 2004, S. 51–75.
Rainer G. Richter: Das Dippoldiswalder Steinzeug. Töpfereiabfälle, Bestände aus dem Kunstgewerbemuseum Dresden, ein signierter Krug von Töpfermeister Georg Burckhart aus dem Jahre 1669 und neue Erkenntnisse aufgrund archivalischer Untersuchungen durch Andreas Becke. In: Keramik in Mitteldeutschland – Stand der Forschung und Perspektiven. 41. Internationales Hafnerei-Symposium des Arbeitskreises für Keramikforschung in Dresden, Deutschland, vom 21. September bis 27. September 2008; S. 271–284 (dort auch noch weitere Literaturangaben). Herausgeber: Landesamt für Archäologie, Dresden 2012.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Annaberger_Steinzeug

Frühe Steinzeugkrüge aus der Sammlung Les Paul Beatrix Adler S. 68

Eine spannende Abhandlung zu diesem Thema hat Anne Beer geschrieben:

Vom Model zum Gefäß. Die frühneuzeitliche Keramikproduktion in Dippoldiswalde
– Ein Ausblick.

Anne Beer Vom Model zum Gefäß. Die frühneuzeitliche Keramikproduktion in Dippoldiswalde - Ein Ausblick

Hier geht es zum download ….

Vom_Model_zum_Gefaess_Anne_Beer_Dippoldiswalde

Literatur:


Sammlung von Keramik aus Dippoldiswalde im Kunstgewerbemuseum Dresden:

Dippoldiswalde Sammlung Kunstgewerbemuseum Dresden


Referenz Objekte Peter Vogt München mit der ehemaligen Bezeichnung „Annaberg“, die nach neuesten Erkenntnissen vermutlich in „Dippoldiswalde“ beheimatet sind :

Nürnberg Fayence Anbetung der Hirten Kordenbusch Krug um 1745

Anbetung der Hirten | Nürnberger Fayence Krug

Nürnberger Fayence Birnkrug mit der Anbetung der Hirten
in blauer Scharffeuermalerei aus der Kordenbusch Werkstatt um 1745
Provenienz: Sammlung Hans Cohn Los Angeles, USA
18th century Nurnberg Faience Pear-Shaped Jug with Adoration of the Shepards

Nurnberg Faience Jug Kordenbusch ca. 1745 Nürnberg Fayence birnkrug Kordenbuschmarke - Blue K mark
Nürnberger Birnkrug anbetung der Hirten um 1745, Kordenbuschmarke, H. 30 cm

Birnförmig mit Godronierter Wandung  und Zopfhenkel. Im Deckel der Zinnmontierung Medaillon mit Frauenbüste und Umschrift. Auf dem unglasierten Boden Blaue Marke „K mit 3 Punkten“. Große hochovale Kartusche mit der „Anbetung der Hirten“. Seitlich Blumen und Fiederblattranken.

Nurnberg workshop Kordenbusch (Mark „K“ with 3 dots). Painting in high-fired blue on light blue glaze. Large elongated oval cartouche with the Adoration of the Shepards (Luke 2, 8 – 20)

The Shepherds and the Angels

8 And in the same region there were shepherds out in the field, keeping watch over their flock by night. 9 And an angel of the Lord appeared to them, and the glory of the Lord shone around them, and they were filled with great fear. 10 And the angel said to them, “Fear not, for behold, I bring you good news of great joy that will be for all the people. 11 For unto you is born this day in the city of David a Savior, who is Christ the Lord. 12 And this will be a sign for you: you will find a baby wrapped in swaddling cloths and lying in a manger.” 13 And suddenly there was with the angel a multitude of the heavenly host praising God and saying,

14 “Glory to God in the highest,
and on earth peace among those with whom he is pleased!”[a]

15 When the angels went away from them into heaven, the shepherds said to one another, “Let us go over to Bethlehem and see this thing that has happened, which the Lord has made known to us.” 16 And they went with haste and found Mary and Joseph, and the baby lying in a manger. 17 And when they saw it, they made known the saying that had been told them concerning this child. 18 And all who heard it wondered at what the shepherds told them. 19 But Mary treasured up all these things, pondering them in her heart. 20 And the shepherds returned, glorifying and praising God for all they had heard and seen, as it had been told them.

https://www.biblegateway.com/passage/?search=Luke%202%3A8-20&version=ESV

Das Motiv geht zurück auf die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium
(Lk 2,8–20 EU), wo es heißt:

„In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.“

Literatur:
Seite/pages 158/159

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770 Johannes der täufer

Nürnberger Fayence mit biblischen Szenen

Nürnberger Fayence Walzenkrug um 1770
mit der Taufe Christi und Jacob kämpft mit dem Engel
Nurnberg Faience Tankard with biblical scenes 18th century

Literatur und Vergleichsstücke im Museum:

Das im Jahr 2017 erschiene umfassende Werk über Nürnberger Fayencen von Silvia Glaser enthält detaillierte Erläuterungen zu den Stücken im Germanischen Nationalmuseum, sowie Vergleichsstücken in Sammlungen.
Frau Dr. Glaser stellt erstmals die nachweisbaren Maler der Nürnberger Fayencefabrik mit Ihren wichtigsten Werken vor.

Mit diesem LINK erhalten Sie einen Einblick in das sehr empfehlenswerte Werk als PDF.

Auf den Seiten 242 ff  Lot 87 werden Vergleichsstücke ausführlich beschrieben.
(Klick auf das Bild für eine größere Ansicht)

Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Silvia Glaser Nürnberger Fayencen : Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt: Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums

Carolo Augustinum Sammlung Salzburg Fayence Werkstatt Obermillner

Fayence aus der Werkstatt Thomas Obermillner Salzburg

Das blaue Wellenband ist charakteristisch für die Werkstatt des Thomas Obermillner. Das dunkle Wellenband wird mit einem helleren Band konturiert. Dieses gliedert die Fläche in mehrere Bildfelder, die mit unterschiedlichen Motiven bemalt wurden.
Die Wellenband Geschirre aus der Werkstatt Obermillner sind eine singuläre Erscheinung. Keine andere bekannte europäische Keramik kennt das blaue Wellenband als Dekor. Die Wellenbänder sind Boden und Standfläche, sind Vegetationslinien für Gräser, bergiges Terrain für Ziegenböcke und vieles andere mehr. Die Krüge und Teller der Obermillner Werkstatt sind ideenreich und individuell gestaltet.

So erläutert Christa Svoboda im Ausstellungskatalog von 1999 die Besonderheiten der Fayencen aus der Obermillner Werkstatt.

Blaue Welle – grüne Flamme: Salzburger und Gmunder Fayencen 17.-19. Jahrhundert.
Aus der Sammlung des Carolino Augusteum Svoboda, Christa und Wolfram Morath (Hrsg.) Salzburg : Carolino Augusteum, 1999 S. 16 ff
Großer Birnkrug aus der Hafnerwerkstatt Obermillner um 1680 aus der Sammlung Sammlung des Carolino Augusteum Salzburg

Der sogenannte Savona Henkel als Inspiration für Fayencekrüge aus Salzburg

Auch die besondere Form des Henkels – „Savona Henkel“ genannt – ist charakteristisch für die Objekte aus der Werkstatt Obermillner aus der
2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Dies ist ein doppelwulstiger Henkel, dessen untere Enden seitlich schlangenförmig auslaufen. Im oberen Drittel des Henkels meist auch noch ein Querbündel, das die Handhabung erleichtert. Gebräuchlich waren diese im Fraiul und auch in Savona.

Detail eines Jagdkruges Henkel in „Savona “ Form aus der Werkstatt Obermillner ca. 1690

Referenzobjekte

Literatur

Blaue Welle – grüne Flamme: Salzburger und Gmunder Fayencen 17.-19. Jahrhundert.
Aus der Sammlung des Carolino Augusteum Svoboda, Christa und Wolfram Morath (Hrsg.) Salzburg : Carolino Augusteum, 1999

Kölner Bartmannskrug um 1580

Ein Highlight aus dem neuen Katalog: Kölner Bartmannskrug um 1580

Bartmaske am Hals. Reliefauflagen. Braunes salzglasiertes Steinzeug.

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen H. 18 cm

Literatur:

Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln
Autor:
Gisela Reineking von Bock
Köln 1986

Gisela Reineking von Bock: Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1986.

Vergleichbare Stücke:

Museum für angewandte Kunst Köln

Rheinisches Steinzeug

Steinzeug ist eine Keramik, die im späten Mittelalter entwickelt wurde und die härter, stoßunempfindlicher und daher begehrter war als andere Keramiken, die man kannte. Es konnte nur an wenigen Orten hergestellt werden, wo es den dafür notwenigen Ton gab: im Rheinland in der Nähe von Köln-Frechen, Siegburg und Raeren bei Aachen. Dies Orte entwickelten sich zu produktionsreichen Zentren. Die Blütezeit des Steinzeugs fällt dort in das 16. Jahrhundert. Es wurde von allen Ständen, selbst an Fürstenhöfen hoch geschätzt und in viele Länder bis nach Japan und Korea gehandelt. Mit den ersten Schiffen des Columbus gelangte es nach Amerika.

Schon im Mittelalter wurden Gefäße aus dem Rheinland (Brühler und Siegburger Ware) bis nach Skandinavien, Russland, Holland und England exportiert.

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Referenz Objekte Peter Vogt München

Emaildose Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff um 1765

Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff | enamel snuff box

Emaildose mit der Stadtansicht von Ellwangen um 1765, bemalt vom Haus- und Dosenmaler Johann Andreas Bechdolff
in Ellwangen

Inspiration für die Malerei war möglicherweise die sogenannte Prahlschen Landkarte
aus dem Jahr 1746 mit dem Ellwanger Gebiet.
Quelle: http://ihro-fuerstliche-gnaden.de.tl/Sonderaktion-Prahlsche-Karte-1746.htm

Ellwanger Stadtansicht von 1746 auf der Prahlschen Karte

Die Emaildose ist abgebildet im Katalog Süddeutsche Fayencen, Sammlung Igo Levi, Luzern, (s.u.)

Der Schmelzmaler Johann Andreas Bechdolff arbeitete von 1758 bis Ende 1761 in der Prahlschen Porzellanfabrik in Ellwangen. Am 16.12. 1761 ließ er sich von Bux, dem Inhaber der Schrezheimer Fayencemanufaktur abwerben. Bechdolff verpflichtete sich hierbei das Arkanum der Porzellanherstellung preiszugeben. Bereits nach 2 Jahren verließ er die Schrezheimer Manufaktur und machte sich im Jahre 1764 in Ellwangen als Schmelz- und Dosenmaler selbständig.

Emaildose Johann Andreas Bechdolff um 1765

Detail Jagdszenerie im Deckel Breite 9 cm

Weinmüller München, April 1962, Katalog 89, Tafel 153

Süddeutsche Fayencen - Sammlung Igo Levi Luzern - Weinmüller

Schlossmuseum Ellwangen:

Sonderausstellung 14.September 2008 – 19. Oktober 2008

Vergleichsstück im Ausstellungskatalog (s.u.) S. 88 – 89:

porzellan bechtdolff dosenmaler schrezheim

Vor über 250 Jahren, am 12. April 1758, genehmigte die fürstpröbstliche Hofkanzlei in Ellwangen der Witwe Prahl die Errichtung einer Porzellanmanufaktur. Joseph Jacob Ringler, ein erfahrener Arkanist aus Wien, leitete bis Anfang 1759 das Unternehmen, das Ende 1759 jedoch wieder geschlossen werden musste. Bereits seit 1752 besaß Johann Baptist Bux aus Schrezheim das Privileg zum Betrieb einer “Porcellain-Fabrique” in Schrezheim; doch in den ersten Jahren wurde dort ausschließlich Fayence hergestellt. 1761 gelang unter Mitwirkung des Malers und Arkanisten Johann Andreas Bechdolff die Herstellung von “echtem durchsichtigem Porcellain”, allerdings ohne den erhofften wirtschaftlichen Erfolg, bis 1773 ein weiterer, weitgereister Arkanist den Betrieb in holländischem Auftrag erneut aufnahm: der Franzose Louis Victor Gerverot. Aber nach nur zweijähriger Pachtzeit verließ dieser Schrezheim bereits 1775 wieder. Damit endete auch hier die Porzellanfertigung. Eine Ausstellung im Sommer 2008 hat erstmals die bekannten Produkte der Manufakturen in Ellwangen und Schrezheim in einer Ausstellung zusammengeführt. Das zu diesem Anlass erschienene Begleitbuch liefert das Grundlagenwerk zur Geschichte der Porzellanherstellung auf der Ostalb, verfasst von den ausgewiesenen Spezialisten auf diesem Gebiet.
Quelle:
http://www.landesstelle.de/wolfgang-rothmaier-und-eberhard-veith-porzellan-aus-ellwangen-und-schrezheim-1758-1775/

Literatur:

Rothmaier-Veit-Porzellan-aus-Ellwangen-und-Schrezheim 2008

Porzellan aus Ellwangen und Schrezheim 1758–1775.
Wolfgang Rothmaier / Eberhard Veit: Ellwangen 2008

Vergleichsstück aus der Sammlung
„The Helmut Joseph Collection of Porcelain Snuff Boxes“

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Los 36
An important Ellwangen or Schrezheim gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769


Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes Ellwangen gilt-metal-mounted oval snuff box with a portrait of Fürstprobst Anton Ignaz Josef Graf von Fugger, circa 1769

Bonhams The Helmut Joseph Collection of Important Snuff Boxes 2011 No 36

The most important collection of porcelain snuff boxes ever assembled
was to be sold at Bonhams, New Bond Street, London .

Comprising 80 boxes, the Helmut Joseph Collection gives a comprehensive overview of the history of European ceramics in snuff boxes, with examples from all major factories including Capodimonte, Meissen, Fulda and Sèvres. These exceptional and exquisite objects were considered the pinnacle of refined 18th-century court culture at its most luxurious, and the collection has been exhibited in the world-renowned institutions of the Rijksmuseum, Amsterdam (1972-2000), alongside the Gilbert Collection in Somerset House (2003-2008) and most recently at the Bowes Museum, Co. Durham. The jewel-like objects are immensely tactile and widely varied in design and style.

Joseph began collecting boxes following the example of his father, who already had a substantial collection before WWII. A real connoisseur of early Meissen porcelain, he had a profound and intimate relationship with his subject, and a deep knowledge of the field.
Helmut Joseph generously made his collection available to the public; he always showed an interest in sharing information, and indeed supporting the development of knowledge on ceramics, be it by funding museums, or publishing his own collection.

Quelle Worldcollectors

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Vergleichsstücke Peter Vogt München

Bildatenbank Keramik in Schweizer Museen

CERAMICA CH jetzt ONLINE

Die Bilddatenbank der Keramik Bestände aller Schweizer Museen ist endlich online. Ein Mammutprojekt! Wir freuen uns auf spannende Recherchen. GLÜCKWUNSCH AUS MÜNCHEN
Hier gehts zur Datenbank

Die CERAMICA-Stiftung widmet sich seit 1954 der Förderung der kunsthistorischen Forschung auf dem Gebiet der Keramik, vor allem in Form von Druckbeiträgen. Sie hat 2009 das Publikations- und Bilddatenbankprojekt «CERAMICA CH» mit dem Ziel initiiert, ein nationales Inventar der öffentlich zugänglichen Sammlungen neuzeitlicher Gefässkeramik (1500–1950) zu erarbeiten. Dabei sollen alle Institutionen berücksichtigt werden, die über entsprechende Sammlungen verfügen.

English synopsis

Since 1954, the CERAMICA Foundation has been dedicated to the promotion of art historical research in the field of ceramics, especially in the form of print contributions. In 2009, it initiated the publication and image database project „CERAMICA CH“ with the aim of developing a national inventory of the publicly accessible collections of modern pottery (1500-1950).

This is the link for research in GERMAN and FRENCH

Die Informationen des Inventars CERAMICA CH sind folgendermassen gegliedert:

  • Bezeichnung des Objekts bzw. Gefässtyps
  • Produktionsregion oder Herstellungsort, Hersteller und Datierung, falls bekannt.
  • Kurze Beschreibung des Objekts mit Technik, Form und Dekor.
  • Marken: Falls vorhanden kurze Beschreibung der Marke oder der Marken auf dem Objekt.
  • Masse: Randdurchmesser («Rdm.»), Durchmesser («D.») – Höhe («H.») – Breite («B.» oder «Br.») – Tiefe («T.»)
  • Besitzende Institution oder Museum
  • Inventarnummer (Initialen der Institution und Inventarnummer)
  •  Art und Datum der Erwerbung. Falls Art und Datum der Erwerbung unbekannt sind, schreiben wir «Altbestand, ohne Datum», selbst wenn die Erwerbung relativ neu ist.
  • Bibliografische Angaben («Biblio.»): Literaturverweise für Objekte, die in der Literatur abgebildet und/oder erwähnt sind (vor allem Publikation CERAMICA CH I–III). Diese Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Vergleiche («Vgl.»): Verweise auf Publikationen mit Illustrationen vergleichbarer Objekte oder mit Hinweisen für eine Zuschreibung oder Datierung. Verweise auf Objekte in anderen Museen. Diese Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Copyright/Fotograf: Hinweis auf den Inhaber der Bildrechte und den Fotografen bzw. die Fotografin soweit bekannt
  • Bearbeiter: Angabe zum Ersteller und dem Datum der letzten Bearbeitung des Inventareintrages.
Muskauer Steinzeugkrug Kobalt 17. JH

Blaues Steinzeug aus Muskau 17.JH

Muskauer Steinzeug Krüge mit Kobaltblauer Glasur – selten in Form eines Walzenkruges zu finden:

Muskau stoneware jugs with cobalt blue glaze – rarely found in the shape of a tankard

Abgebildet in „Alte Bierkrüge – Sammlerträume
Übersichtskatalog mit Bierkrügen aus fünf Jahrhunderten
Johannes Vogt (Autor), Peter Vogt (Autor)

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27

Alte-Bierkrüge-Sammlerträume-Vogt-Battenberg-S.27


PDF mit Ausschnitten aus dem Buch vom Verlag:
Alte Bierkrüge: Sammlerträume Battenberg J.Vogt

Alte Bierkrüge Übersichtskatalog mit Bierkrügen Vogt Battenberg Verlag

1. Auflage 2007 Battenberg Verlag
ISBN 978-3-86646-021-8

Vertiefende Hintergrundliteratur aus dem Sonderband
Historische Archäologie Band 2017

http://www.histarch.uni-kiel.de/sonderband01.htm

Helga Heinze, Holger Klein und Stefan Krabath | Eine barocke Töpferei in Bad Muskau
ab S. 377

Zusammenfassung
In Bad Muskau (Ostsachsen) wurde eine Töpferei aus dem Zeitraum von der
zweiten Hälfte des 17. bis zum 19. Jahrhundert archäologisch untersucht. Zum
Produktionsspektrum gehören Krüge, Kannen, Dosen, Fässchen und Schalen aus
Steinzeug. Außerdem wurden Teller aus malhorndekorierter Irdenware, Töpfe
und Kinderspielzeug hergestellt. In einer älteren Phase von der zweiten Hälfte
des 17. Jahrhunderts bis um 1700, wurden aufwändig dekorierte Gefäße mit
Stempel- und Ritzdekor produziert. Zu einer jüngeren Phase des 19. Jahrhunderts
gehört unverzierte Haushaltskeramik aus Steinzeug und Irdenwaren. Die Stadt
Muskau zählte im 17. und 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Töpferzentren
in Mitteldeutschland. Keramik wurde für den überregionalen Markt produziert.

Summary
A baroque pottery in Bad Muskau
In Bad Muskau (East Saxony) a pottery from the second half of the 17th to the
19th century was archaeologically examined. The production range includes
jugs, cans, barrels and bowls made of stoneware. In addition, plates were made
of malhorn-deciduous earthenware, pots and children‘s toys. In an older phase
from the second half of the 17th century to around 1700, elaborately decorated
vessels with stamp and scribe decor were produced. One of the more recent
phases of the 19th century is unpainted household ceramics made of stoneware
and earthenware. In the 17th and 18th century, the city of Muskau was one of the
most important pottery centers in Central Germany. Ceramics were produced
for the supraregional market.

Zittauer Fayencen | Fachbuch

Gert & Sylke Wunderlich: Zittauer Fayencen.
Sammlung Sonja & Gert Wunderlich.

Historischer Überblick mit zahlreichen Abbildungen aus Museen und Sammlungen.

Die erste umfassende Publikation über die besonderen Fayencen stellt
die 1966 begründete Sammlung im Vergleich zu ausgesuchten
Museums
exemplaren vor.
Sie präsentiert die Formenvielfalt und Kreativität der unbekannten Fayencemaler und Töpfermeister des 17./18. Jahrhunderts.

Mehr lesen und Blick ins Buch ….

Bestellung zum Preis von: 36,- Euro, zzgl. Versandkosten bei der
Stiftung Plakat Ost

Referenzobjekt Peter Vogt München:

Rare 17th century Zittau Faience Charger dated 1686

Zittauer Fayenceplatte 1686 datiert, und mit bunten Scharffeuerfarben bemalt D. 29 cm Sehr selten ist die Ausformung des Randes der Platte in Wellenform

Fotos Peter Vogt München

Raetisches Museum Chur Loetscher Hafner Sonderausstellung

Raetisches Museum Chur

Lötschers Kacheln. Die Hafner aus St. Antönien
Sonderausstellung vom 5. April bis 25. August 2019

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00–17:00
Montag geschlossen
Hofstrasse 1
7000 Chur
Tel. +41 81 257 48 40

Während fünf Generationen betrieb die Familie Lötscher im 19. Jahrhundert eine wichtige Keramik-Produktion. Für Graubünden war dies der bedeutendste Hafnereibetrieb in der Neuzeit, was Qualität, Funktionalität und Schönheit der Produkte anbelangt. Die Ausstellung präsentiert eine Vielzahl dieser einzigartigen Keramik und erzählt die bewegte Familien- und Handwerksgeschichte der Lötschers. Sie zeigt, wie sie im damals abgeschiedenen Prättigau eine Produktionsnische fanden und erfolgreich besetzten, aber auch, wie industriell produziertes Geschirr das alte Handwerk allmählich unter Druck setzte, bis der letzte Töpfer, Andreas Lötscher, seinen langjährigen Familienbetrieb schliesslich aufgeben musste.
Mehr zur Ausstellung als PDF zum download

Keramik aus St. Antönien
Von 1804 bis 1898 wurde in der auf 1300 m ü. M. gelegenen Walsersiedlung St. Antönien-Ascharina, im Norden des Kantons Graubünden, an der Grenze zum österreichischen Vorarlberg, Keramik hergestellt. Fünf Hafner der Familie Lötscher produzierten dort während vier Generationen Geschirrkeramik, Kachelöfen und Wasserleitungsröhren. Die Grundlage für den Betrieb bildete ein lokales Tonvorkommen. Obwohl die Lage der Töpferei, abgelegen in einem nur auf Saumpfaden erreichbaren Seitental des Prättigaus, nicht als optimal eingestuft werden kann, waren die Hafner Lötscher bis in die 1870er-Jahre wirtschaftlich erfolgreich. Ihre lokalen Produkte hatten wohl aufgrund der Transportkosten einen gewissen Vorteil gegenüber Importen aus der übrigen Deutschschweiz, Süddeutschland oder Italien. Erst mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Chur-Rheineck SG im Jahr 1858 und der Prättigauer Talstrasse um 1860 entstand die Möglichkeit für einen regelmässigeren Fracht- oder Postverkehr und einen besseren Warenverkehr, der die Konkurrenz zunehmend bevorteilte.

English Synopsis:
At St. Antönien-Ascharina, located in the north of the canton of Graubünden, on the border of the Austrian Vorarlberg, in the Walser region, at 1300 m above sea level, ceramics were made from 1804 to 1898. Five potters from the Lötscher family produced tableware, tiled stoves
and water pipes for four generations. The enterprise was established there because of the existence of a local clay deposit. Although the location of the pottery cannot be considered optimal, as it is isolated in a Prättigau side valley that can only be reached by mule tracks, Lötscher potters were economically prosperous until the 1870s. Probably the local products
had some advantage over imports from the rest of the German-speaking part of Switzerland, southern Germany or Italy because of the transport costs. It was not until the completion of the Chur-Rheineck railway line (Canton of St. Gallen) in 1858 and the Prättigau valley road in 1860 that freight or postal traffic could be more regular, thus promoting increased
competition.

4 Generationen der Lötscher Hafner Familie

Presse- und Radiobeiträge zur Eröffnung der Ausstellung

Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege
Radio-Südostschweiz_Lötschers Kacheln 2 mit Andreas Heege

https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/2019-04-04/loetschers-kacheln-die-hafner-aus-st-antoenien
https://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/innovation-im-19-jahrhundert-als-st-antoenien-eine-hochburg-der-keramikproduktion-wa

Literatur zur Ausstellung: