Schlagwort-Archive: 16th century

Crailsheimer Schreibzeug um 1770

Einladung zur Vorbesichtigung 2021

München hoppelt unter die 50er Inzidenz

Somit ist – entsprechend der Vorgaben zur Öffnung für den Handel – eine Vorbesichtigung der Objekte der Verkaufsausstellung 2021 nach vorheriger Anmeldung mit Termin möglich.
Bitte reservieren Sie telefonisch unter 089 294132

Vorbesichtigung Montag 8. März bis Freitag 12. März von 10:00 – 17:00

Invitation to view the upcoming sale March 13 2021

Viewing hours:
Monday 08/03 to Friday 12/03:
10:00 – 17:00
Thank you for making an appointment ahead of your visit

If you can’t make it, we will of course provide condition reports and additional images.

Peter Vogt
Antiquitäten im Rathaus
Marienplatz 8
Rathaus Rückseite – Eingang Landschaftstrasse
80331 München
Telefon 089/29 41 32

Raeren Schnelle Jan Emens saltglazed stoneware 16th century

Raerener Schnelle Jan Emens 1566

Rare Example of a Raeren saltglazed Schnelle dated 1566 with Judith, Esther and Lucretia with reliefs of exceptional quality

In den von Jan Emens mit Präzision ausgearbeiteten Reliefauflagen sind drei Frauen des Alten Testaments mit ihren Attributen dargestellt: Judith mit dem Haupte des Holofernes, Esther mit Krone und Lucretia, sich ins Schwert stürzend.

The reliefs show three standing female figures. On the left, facing the middle, Judith holding a sword and the head of Holofernes. In the middle, facing the viewer, Esther with a crown and hands raised in prayer. On the right Lucretia plunging a sword into her breast. Jan Emens chose three of the virtuous women one pagan (Lucretia) and two jewish (Judith and Esther) and could have been inspired by Hans Burgkmair (der Ältere) (1473-1531) suite of Nine Worthies engravings in 1516.
A similar Schnelle is part of the collection in the Louvre, Paris. (see reference below)

Nine worthies | Neun Heldinnen

Der ikonografische Typus der neun Heldinnen (neuf preuses) entstand im Mittelalter als Parallele zu dem Typus der männlichen neun Helden. Während die Männergruppe in der Renaissance oft zu fürstlichen Repräsentationszwecken genutzt wurden, findet man die neun Heldinnen vor allem in der Ikonographie.
Welche Frauen jeweils zu den Heldinnen gezählt werden, unterscheidet sich von Künstler zu Künstler. Bei Hans Burgkmair findet man beispielsweise:

Quelle : Wikipedia | English Version Wikipedia

The Nine Worthy Women

  • three pagans (Lucretiawife of Brutus, Veturia – mother of Coriolanus, Verginia – whose death prompted the re-establishment of the Roman Republic)
  • three Jewesses from the Old Testament (Esther, Judith and Jael)
  • three Christians from the Middle Ages (St Helena – mother of Constantine the Great, St Brigita of Sweden, and St Elisabeth of Hungary).

Lucretia
Wife of Brutus, her suicide after being raped by Tarquinius prompted the overthrow of the Roman monarchy in 510 BC
(pagan worthy woman)

Esther
from the Book of Esther, saved the Jewish people in exile from a plot to destroy them.
(jewish worthy woman)

https://jwa.org/encyclopedia/article/esther-bible

Judith
famous heroin who killed the Assyrian general Holophernes after seducing him to save theirs.
(jewish worthy woman)

https://judith2you.wordpress.com/2015/02/22/judith-and-the-nine-worthies/

Hans Burgkmayr (1473-1531), a prominent engraver from Augsburg, who made a suite of Nine Worthies engravings in 1516

http://images.zeno.org/Kunstwerke/I/big/HL10443a.jpg

Burgkmair d. Ä., Hans
Entstehungsjahr: 1519

Erlangen Sammlung:         Universitätsbibliothek

http://www.zeno.org/nid/20003911535

Burgkmair d. Ä., Hans
Entstehungsjahr: 1516

Basel
Öffentliche Kunstsammlung

Museum Reference

Raeren Schnelle Jan Emens
mit Judit, Esther und Lucretia 1568
Musée du Louvre, Paris

Abb. 141
VON FALKE, Otto. Das rheinische Steinzeug

Museum Reference same topic

Cologne Tankard (schnelle) with Judith, Esther and Lucretia

date: ‘1566’

inscription: ‘IVDIT/ ESTHER.HAT FICTORIA/ LVCRECIA’

stoneware glaze engobe

h 21.5 cm

https://www.rijksmuseum.nl/en/collection/BK-KOG-494

Duits steengoed, Ekkart Klinge, p. 16 – 19, cat.nr. 4

VON FALKE, Otto. Das rheinische Steinzeug (Osnabrück 1977). Neudruck der Ausgabe von, 1908.

VON FALKE, Otto. Das rheinische Steinzeug (Osnabrück 1977). Neudruck der Ausgabe von, 1908.

Museum Virtual Tour Raeren Museum

Töpfereimuseum Raeren :: Behind the Museum (toepfereimuseum.org)
Das Projekt Behind the Museum ist eine gemeinsame Initiative der belgischen Vereinigungen Musées et Société en Wallonie und Epicentro mit dem Ziel, das Verborgene in Museen zu zeigen, die Erinnerung an einen Ort zu bewahren und auch das kulturelle Erbe für die Zukunft festzuhalten.
Anfang 2021 bekam das Töpfereimuseum Raeren als erstes und bisher einziges Museum der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Chance, sich ebenfalls an diesem Projekt zu beteiligen: Das komplette Museum in der Burg Raeren wurde digitalisiert und ist nun in Form eines digitalen Puppenhauses bereit zum Besuch von Zuhause aus.

https://behindthemuseum.be/project/musee-de-la-poterie-de-raeren/

Fayence und Steinzeug Katalog 2021

Faience | Stoneware |Glass| Works of Art
16th, 17th and 18th century new catalogue 2021

Unser aktueller Katalog ausgewählter Objekte aus
4 Jahrhunderten Fayence | Steinzeug | Silber | Glas |Zinn

Detail Siegburger Schnelle 1765 datiert

Siegburger Schnelle 1565 datiert

Rare 16th century Siegburg stoneware Flagon (Schnelle) dated 1565 with applied reliefs of Judith, Lucretia and Susanna.

The fine white-firing clay available to Siegburg potters was ideal to create elaborate figurative relief ornaments. Siegburg became world famous in the mid 16th century when it took over the lead in stoneware production from Cologne.

Siegburg salt glazed stoneware Schnelle dated 1565
Frühe Siegburger Schnelle 1565 datiert, Zinndeckel mit Augsburger Marke, H. 21 cm

Schon im Mittelalter war Siegburg ein Töpferort mit der wohl größten Bedeutung im Rheinland und den übrigen bekannten deutschen Zentren. Basis für diese Stellung sind die Tonlager, die eine feinkörnige und weiß brennende Tonmasse ermöglichen.

Vom frühen 16. Jh. an entstehen die ersten figürlichen Gefäße (Männer und Frauen) in Form von Sturzbechern. Aber erst Mitte des 16. Jh. , als viele Kölner Töpfer nach Siegburg kamen, datiert das feinste Siegburger Steinzeug für das die Staht weit über die Grenzen bis nach England und Skandinavien berühmt wurde. Schlanke, hohe konische Gefäße die sogenannten „Schnellen“ wurden mit aufgelegtem Schmuckdekor figürlicher Szenen ausgearbeitet. Die Themen sind der Mythologie und der Bibel entlehnt.

Quelle: S. 18ff Kapitel Siegburg in „Steinzeug und Zinn“ Annaliese Ohm, Margit Bauer
Museum für Kunsthandwerk Frankfurt, 1977

Zinndeckel mit Augsburger Marke

Augsburger Zinnmarke 16. JH

 

Museum Reference and Literature:

Metropolitan Museum New York

https://www.metmuseum.org/art/collection/search/196342

Saltglazed stoneware Tankard (Schnelle) Siegburg 16th century Maker: F. Trac (active 1559–68) Height: (23,8 cm)

The Charles W. Nichols Collection and the Philadelphia Museum of Art

https://philamuseum.org/collections/permanent/37475.html?mulR=314620230|3

Hinton, J. (2012). The Art of German Stoneware, 1300-1900: From the Charles W. Nichols Collection and the Philadelphia Museum of Art. Philadelphia museum of art.

Siegburger Schnelle: Judith erschlägt Holofernes:
Quelle Lüneburger Stadtachäologie

Für viele Reliefauflagen wurden die Werke bekannter Künstler als Vorlage genutzt. Vor allem christliche Motive entstammen zumeist nicht der Fantasie der Formenschneider, sondern gehen auf die Werke (Holzschnitte, Kupferstiche usw.) anderer Künstler zurück.

Bei Ausgrabungen in Lüneburg wurde eine Schnelle geborgen, deren rechte Reliefauflage auf eine grafische Vorlagen des Künstlers Virgil Solis (1514-1562) zurückgeht.

grafische Vorlage von V. Solis

Judith erschlägt Holofernes, aus: Virgil Solis,
Biblische Figuren deß Alten Testaments. Frankfurt am Main 1565.

Bei der Darstellung der Judith von Virgil Solis handelt es sich um ein Bild im Querformat, das von einem breiten Rahmen umgeben ist. Zu sehen ist – wie auf der Längsauflage der Schnelle – Judith, die mit einen Hammer in der Hand, aus dem Zelt des Holofernes tritt. Holofernes liegt hinter ihr tot am Boden. Anders als auf dem Tonrelief zeigt die graphische Vorlage jedoch noch die Soldaten des Holofernes rechts vom Zelt und im Hintergrund die Stadt Bethulia, auf einem Berg gelegen. Da die Längsauflage, anders als das Originalbild, im Hoch- und nicht im Querformat ist, konnte vermutlich nicht die ganze Szene umgesetzt werden.

Siegburger Schnelle

Die beiden anderen Reliefauflagen zeigen Judith mit dem abgeschlagenen Kopf des Holofernes in ihrer linken Hand und die Gerechtigkeit mit Schwert und Waage.

Literatur:
Penselin, Anna, Das Steinzeug Siegburger Art mit Motivauflagen aus Lüneburg. In: Denkmalpflege in Lüneburg 2012, 36-50.

Museum für Kunsthandwerk Frankfurt

Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35
Siegburger Schnelle um 1566 Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt Abb 35
Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977
Steinzeug und Zinn Ohm Bauer Museum für Kunsthandwerk Frankfurt 1977

Sammlung Carl und Petra Amendt ausgestellt Krefelder Kunstmuseum

Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs Abb. 70
Sammlung Carl und Petra Amendt Krefelder Kunstmuseum die Kunst des Deutschen Steinzeugs: Schnelle Siegburg um 1571 Abb. 70 S. 95
die-kunst-des-deutschen-steinzeugs-karl-und-peter-amendt-ingeborg-unger
Die Kunst des Deutschen Steinzeugs-Collection Karl und Petra Amendt und der Krefelder Kunstmuseen, Ingeborg Unger Krefeld 2013

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Kölner Bartmannskrug um 1580

Ein Highlight aus dem neuen Katalog: Kölner Bartmannskrug um 1580

Bartmaske am Hals. Reliefauflagen. Braunes salzglasiertes Steinzeug.

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen H. 18 cm

Literatur:

Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln
Autor:
Gisela Reineking von Bock
Köln 1986

Gisela Reineking von Bock: Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1986.

Vergleichbare Stücke:

Museum für angewandte Kunst Köln

Rheinisches Steinzeug

Steinzeug ist eine Keramik, die im späten Mittelalter entwickelt wurde und die härter, stoßunempfindlicher und daher begehrter war als andere Keramiken, die man kannte. Es konnte nur an wenigen Orten hergestellt werden, wo es den dafür notwenigen Ton gab: im Rheinland in der Nähe von Köln-Frechen, Siegburg und Raeren bei Aachen. Dies Orte entwickelten sich zu produktionsreichen Zentren. Die Blütezeit des Steinzeugs fällt dort in das 16. Jahrhundert. Es wurde von allen Ständen, selbst an Fürstenhöfen hoch geschätzt und in viele Länder bis nach Japan und Korea gehandelt. Mit den ersten Schiffen des Columbus gelangte es nach Amerika.

Schon im Mittelalter wurden Gefäße aus dem Rheinland (Brühler und Siegburger Ware) bis nach Skandinavien, Russland, Holland und England exportiert.

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Referenz Objekte Peter Vogt München

Muskau Stoneware in Furst Pueckler Park

Muskauer Steinzeug Museum Fürst Pückler Park

Steinzeug Objekte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Die Ausstellung wurde wegen des großen Interesses bis zum Frühjahr 2020 verlängert

Stiftung Fürst Pückler Park Bad Muskau
Ausstellung 17.08.2019 — 15.03.2020
täglich 10–18 Uhr
November/Dezember 2019 Sonderöffnungszeiten beachten

560 Leihgaben aus 16 deutschen, tschechischen und polnischen Museen und Institutionen, von 15 privaten Sammlern sowie aus dem Bestand des einstigen Museums der Stadt Bad Muskau und des Freundeskreises Historica Bad Muskau e. V. zeigen nicht nur die Vielfalt an Form und Dekor, sondern auch die Handelswege und somit die Verbreitung der Muskauer Töpferwaren auf.
Sie geben zudem einen Einblick in die Produktionspalette des technischen Steinzeugs, die innerhalb von 150 Jahren etwa 100.000 verschiedene Artikel umfasste.

English summary

560 saltglazed stoneware objects from the 16th century to the present provided by 16 German, Czech and Polish museums and institutions, by 15 private collectors as well as by the former museum of the city of Bad Muskau and the Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V. show not only the variety of form and decoration, but also the trade routes and thus the distribution of Muskau pottery.
They also give an insight into the production range of technical stoneware, which included around 100,000 different articles over a period of 150 years.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Blick in die Ausstellung

Copyright Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“.

Vergleichsstücke Peter Vogt München

Detail Muskauer Steinzeug Kanne 1811 datiert

Literatur

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine ca. 500 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel
Muskauer Steinzeug. Handwerk und Industrie“, erarbeitet von Helga Heinze, Holger Klein und Dr. Stefan Krabath,
herausgegeben vom Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V.
Dieses Werk richtet sich sowohl an Wissenschaftler, als auch an Heimatforscher und Sammler. Es beschreibt die einst bedeutende über 400-jährige Tradition der hiesigen Keramikherstellung. Im Fokus stehen nicht nur die Erzeugnisse, sondern auch die Töpfer in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld.
Das Buch erscheint im Verlag Gunter Oettel, Görlitz (ISBN: 978-3-944560-58-8) und ist im Buchhandel, beim Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V., aber auch im Tourismuszentrum im Neuen Schloss, bei der Bad Muskau Touristik GmbH, bei Schreibwaren Bänder und in der Galerie Unikat zum Preis von 55 Euro erhältlich.

Muskauer Steinzeug. Handwerk und Industrie, Helga Heinze, Holger Klein und Dr. Stefan Krabath, Herausgeber Freundeskreis Historica Bad Muskau e. V. 2019

Presse

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/ausstellungstipp-zuwachs-fuer-die-keramikschau-in-bad-muskau-39935177.html

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/internationale-veranstaltung-internationale-forscher-zu-gast-in-bad-muskau-39638801.html

https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/560-leihgaben-aus-16_museen-bemerkenswertes-muskauer-steinzeug-im-neuen-schloss-38331328.html

Peter Vogt Antiquitäten im Rathaus München Barocke Fayence München

Katalog Fayence und Steinzeug 2019

Preview of the 2019 Annual Catalogue with selected
16th, 17th, 18th century European Ceramic objects and Works of Art:
Faience, Stoneware, Bohemian Glass and Enamel Snuff Boxes.

Vorschau auf den Jahreskatalog 2019 mit ausgewählten
Keramik Objekten aus Fayence, Steinzeug und Glas.

Click on the button below for the PDF of our catalogue online

EINLADUNG ZUR VERKAUFSAUSSTELLUNG – AUCTION
Samstag, den 23. Februar 2019

VORBESICHTIGUNG – PREVIEW:
Montag 18. Februar bis Freitag 22. Februar 2019
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10 – 13 Uhr & 14 – 18 Uhr


Peter Vogt Antiquitäten im Rathaus München Barock Fayence und Steinzeug