Schlagwort-Archiv: Museum im Wittelsbacher Schloss

Eröffnung nach umfassender Renovierung Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg Mai 2019

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg | Fayence Sammlung

Das neue Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg

Seit Mai 2019 wieder geöffnet. Nach mehrjähriger Schließung erstrahlt die Sammlung des Museums im Wittelsbacher Schloss in Friedberg in neuem Glanz.

2020 steht dem Wittelsbacher Schloss in Friedberg und dem Museum ein ereignisreiches Jahr ins Haus. Die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ (29. April bis 8. November 2020) ist bestimmt das Highlight des Jahres.

Manufaktur für Fayencen

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in Friedberg neben der Uhrenherstellung für kurze Zeit ein weiterer Wirtschaftszweig:
Kurfürst Maximilian III. Joseph von Bayern ließ 1754 in den Räumen des Friedberger Schlosses eine Manufaktur für Fayencen – für Tonware mit weiß deckender Glasur – einrichten.
Da die Manufaktur jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte, sind die Friedberger Fayencen von hoher Seltenheit.

Museum-im-Wittelsbacher-Schloss-Friedberg-Fayence-Teller-mit-Insekten-und-Blumen 18. JH
Friedberger Fayence Teller um 1760 mit ausdrucksstarker Blaumalerei mit Insekten und Blumen aus dem Musem im Wittelsbacher Schloss in den neu gestalteten Räumen

Der Dekor der Indianischen Blumen in stilisierender Blaumalerei nach ostasiatischem Vorbild wurde zuerst in Meißen aufgenommen und in verschiedenen Fayence Manufakturen variiert, auch in Friedberg. Unter Josef Hackel war dieser Dekor bereits in Göggingen und Augsburg üblich.
Der Dekor der deutschen und europäischen Blumen und Insekten in Blaumalerei erscheint in Friedberg erst ab dem Ausscheiden von Josef Hackl im Jahre 1758.

Quelle: 200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg 2004 S. 32 + S. 73

Mehr zum Wappen der Patrizier Familie Imhoff

in diesem Beitrag
https://www.fayence-steinzeug-vogt.de/nuernberger-wappen-teller-um-1750/

Nutzen Sie also noch die Zeit bis Ende April für einen ruhigen Besuch in in der sehenswerten und neu präsentierten Sammlung der Friedberger Fayencen im Wittelsbacher Schloss.

Vergleichsstücke von Friedberger Fayencen in Blaumalerei

Manufakturmarken

Literatur

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg 2004

Detail Datierung Friedberger Fayence Walzenkrug 1756

Friedberger Walzenkrug 1756 datiert

Ein museales Stück aus der Friedberger Manufaktur

Manufakturmarke Friedberg CB unter Kurhutmit früher Datierung
2
Jahre nach Gründung im Jahr 1754.

Darstellung eines galanten Rokoko Paares
gemeinsam „gärtnernd“ im Orangenhain in
polychromen Scharffeuerfarben.
Die Edeldame begießt ein Orangenbäumchen
mit dem Namen Johannes auf dem Blumentopf.
Die Gießkanne trägt die Datierung 1756.
Der Galan pflückt derselben eine Frucht.
Spruchband „Geliebte nehm sie dies von meinen
treuen Händen und glaub Sie ganz gewiß nichts soll
mein Lieb enden“


Detail Datierung 1756 Friedberger Fayencekrug

Ein Vergleichssstück in
Blaumalerei befindet sich
in London im
Victoria + Albert Museum

Tankard Friedberg 18. JH copyright Victoria Albert Museum

Mit dem link kommen Sie direkt
zum Objekt und der Beschreibung.
Bildrechte Victoria + Albert Museum

 

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-11

 

Das in der Literatur aufgeführte
früheste datierte Stück der
Friedberger Manufaktur aus dem
Jahr 1755 befindet sich in der
Sammlung des
Maximilian Museum
in Augsburg

 

 

 

 

 

 

Literatur:

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

250-Jahre-Friedberger-Fayencen-Museum-Wittelsbacher-Schloss-S.-18

Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 200 Jahre Friedberger Fayence

200 Jahre Friedberger Fayence – Sonderausstellung zum 250. Gründungsjubiläum der Fayencemanufaktur Friedberg

Detail Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760,
mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Sehr schön ausgeführter Dekor in Scharffeuerfarben Blau, Gelb, Ocker, Grün und Mangan mit sogenanntem „Indianischem Blumensumpf“ mit blühenden Päonien und Papageien.

Friedberger Walzenkrug Fayence Blumenmotiv um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760, mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut, H. 23 cm

Friedberger Fayence Walzenkrug um 1760 Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Friedberger Fayence Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Vergleichsstücke in der Literatur und im Museum:
Museum im Wittelsbacher Schloss der Stadt Friedberg / Bayern

Große Friedberger Fayence Platte 1754 - 1758 Museum Friedberg

Große Friedberger Fayence Platte Museum Wittelsbacher Schloss Inv. Nr. 796

 

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