Schlagwort-Archive: Scharffeuerfarben

18th century austrian faience guilt tankard dated 1766

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

English synopsis:
Rare Baroque Austrian Faience Tankard dated 1766 with illustrations of representatives of the the butcher’s and the brewer’s guild. The inscription
motto connecting the guilds –  freely translated: „My sausage is your clients thirst“

mit Abbildung von Vertretern der Zunft der Metzger und der Bierbrauerund die Zünfte verbindendem Sinnspruch

In die heutige Sprache übertragen „Meine Wurst macht Euch den Durst“

(Bekannt auch aus der Gastronomie, das salzige Essen fördert den Durst der Gäste)

Österreichischer Zunftkrug 1766 datiert

Background History:

Ein spannendes Buch zum Thema Zunft der Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums aus dem Jahr 2013 hier als download ein Blick ins Buch:

From the Middle Ages to the 19th century, craftsmen were organised in guilds. The Germanisches Nationalmuseum preserves one of the largest collections of crafts and guild history in the German-speaking world. The exhibition and catalogue – supplemented by important loans – present around 260 exhibits for the first time. The latest research results provide the basis for fascinating stories about precious guild boxes, refined masterpieces or curious drinking vessels.

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert waren Handwerker in Zünften organisiert. Das Germanische Nationalmuseum bewahrt eine der größten Sammlungen zur Handwerks- und Zunftgeschichte im deutschen Sprachraum. Ausstellung und Katalog präsentieren daraus – ergänzt um bedeutende Leihgaben – erstmals rund 260 Exponate. Neueste Forschungsergebnisse liefern die Grundlage für faszinierende Geschichten rund um kostbare Zunftladen, raffinierte Meisterstücke oder kuriose Trinkgeräte.

Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800

Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller und Ralf Schürer. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 21. März bis 7. Juli 2013
Nürnberg 2013
314 Seiten
300 farbige Abb., Festeinband 27,5 x 22,5 cm
Best.-Nr: 755
ISBN: 978-3-936688-73-3

Literature reference object:
Hunting treasures at Fuschl Castle in Austria
Provenance A. Vogel Collection

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

S. 84 f. Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Jagdschätze-Schloss-Fuschl-Droemer-Knaur-1974

Jagdschätze im Schloss Fuschl Droemer Knaur – 1974 Carl Adolf / Kalmar, Janos Vogel

Gmundner Fayence Jagdmotiv 18. JH

Fayence aus Gmunden um 1800

Gmundner Fayence Krüge aus unserem aktuellen Jahreskatalog 2018

Frühe Fayencen aus Gmunden aus dem 18. Jahrhundert haben ihre ganz
eigene Charakteristik und sind deshalb als Sammlerobjekte sehr beliebt.
Katharina Marchgraber beschreibt dies eindrucksvoll in
ihrer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008.

Zur Farbgebung:
„In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts begannen sich die Motive auf Gmundner Fayencen mehr und mehr an der Heimat zu orientieren.
Man bemerkt wachsendes Selbstbewusstsein und den Willen nach einem eigenständigen Erscheinungsbild, besonders im Bezug auf die Darstellungen.
Trotzdem zeigt sich das vornehme holländische Blau noch bis ins letzte Viertel des
Jahrhunderts, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits seine größte internationale
Bedeutung verloren war. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde nach einem
langen Entwicklungsprozess jene Eigenständigkeit erreicht, mit der sich die
allgemeine Vorstellung von der Gmundner Fayence verbindet. Gleichzeitig treten alle
vier Scharffeuerfarben nebeneinander auf, wobei die Rolle der vorherrschenden
blauen Farbe jetzt das Grün übernimmt“

Zur Formgebung:
„Krüge sind meist in der Form des Birnkruges – mit oder ohne Zinnmontierung –
geformt und mit Bordüren oder Horizontalstreifen am Mund- und über dem
Bodenrand versehen, sodass dazwischen ein breites Bildfeld für die Bemalung blieb.
Die Krugform erlebt nach 1800 eine Schwerpunktverlagerung zum zylindrischen
Walzenkrug, der auch eine gefälligere Trinkform darstellt.
Die Henkel der meisten Krüge und anderer Gefäße sind an ihrem unteren und oft auch oberen Ansatz zu einem Voluten- oder Schneckenende geformt.“

Zitate aus der Diplomarbeit von Katharina Marchgraber ab S. 20 ff

Quelle Literatur:

Frühe Gmundner Fayence
bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts“
Verfasserin
Katharina Marchgraber
Wien 2008

Link zur Diplomarbeit:
http://othes.univie.ac.at/1098/1/2008-09-15_0002754.pdf

Download als PDF
fruehe-gmundner-fayence-katharina-marchgraber-2008

 

Detail Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Walzenkrug um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760,
mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Sehr schön ausgeführter Dekor in Scharffeuerfarben Blau, Gelb, Ocker, Grün und Mangan mit sogenanntem „Indianischem Blumensumpf“ mit blühenden Päonien und Papageien.

Friedberger Walzenkrug Fayence Blumenmotiv um 1760

Friedberger Fayencewalzenkrug um 1760, mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut, H. 23 cm

Friedberger Fayence Walzenkrug um 1760 Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Friedberger Fayence Glasurfleck mit Manufakturmarke „CB“ unter Kurhut

Vergleichsstücke in der Literatur und im Museum:
Museum im Wittelsbacher Schloss der Stadt Friedberg / Bayern

Große Friedberger Fayence Platte 1754 - 1758 Museum Friedberg

Große Friedberger Fayence Platte Museum Wittelsbacher Schloss Inv. Nr. 796

 

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Detail Bayreuth Faience Tankard Manufactuer Marks "BFS"

Bayreuther Fayence Krug um 1750

Ein Highlight aus unserer diesjährigen Verkaufsausstellung:

Seltener im ostasiatischen Stil dekorierter Bayreuther Fayence Walzenkrug um 1750 mit Chinesen und floralem Dekor in Eisenrot, was eigentlich typisch für Thüringer Fayencen ist
und somit eher außergewöhnlich für die Bayreuther Manufaktur. H. 25 cm

Signatur „BFS“ für „Bayreuth Fränkel Schreck“

 

 

Dresdner Fayence Teller 1785 datiert

Ein Highlight aus unserer diesjährigen Verkaufsausstellung:

Crailsheimer Jagd Krug um 1780

Ein Highlight aus unserer diesjährigen Verkaufsausstellung:

Crailsheimer Jagdkrug der „Gelben Familie“ in Scharffeuermalerei um 1780, H. 24 cm

Crailsheimer Jagd Krug der „Gelben Familie“ in Scharffeuermalerei um 1780, H. 24 cm

Eine Besonderheit dieses Kruges aus der „Gelben Familie“ der Crailsheimer Manufaktur sind die Initialen des Auftraggebers oder Malers im Halsband des Hundes.

Detail: Crailsheimer Jagdkrug der „Gelben Familie“ in Scharffeuermalerei um 1780

Detail: Crailsheimer Jagdkrug der „Gelben Familie“ in Scharffeuermalerei um 1780

 

Nürnberger Fayence Teller um 1730

Nürnberger Fayenceteller

Ein Highlight aus dem neuen Katalog:

Nürnberger Fayence Teller um 1730
Polychrome Scharffeuerfarben
Indianische Blumen und Vogel
P. C. Schwab zugeschrieben
D. 26 cm

Vergleichbare Stücke:

Museum Deutscher Fayencen
Schloss Höchstädt an der Donau

Nürnberger Fayenceteller Museum Deutscher Fayencen Schloss Höchstädt

Literaturquelle:

Begleitende CD zum Katalog Fayence Museum Schloss Höchstädt Autor: Dr. Ziffer Herausgeber. Bayerische Schlösser und Seenverwaltung

Begleitende CD zum Katalog Fayence Museum Schloss Höchstädt Autor: Dr. Ziffer
Herausgeber. Bayerische Schlösser und Seenverwaltung

Flörsheimer-Enghalskrug-18.-JH

Flörsheimer Enghalskrug

Flörsheimer Enghalskrug um 1780, auf dem Boden die mangane Manufakturmarke „FFF“

German-Faience-Flörsheim Fayence Faience Krug um 1780 Fayence Steinzeug Vogt Rathaus München

Flörsheimer Enghalskrug um 1780, auf dem Boden die Manufakturmarke „FFF“, H. 31 cm

Großes lebhaft gemaltes Bouquet, weiße Glasur, polychromer Scharffeuerdekor mit schwärzlichen Konturen.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde im Auftrag des Mainzer Kurfürsten die
Flörsheimer-Fayence-Fabrik (Manufaktur) gegründet.
Die drei „F“ im Flörsheimer Wappen weisen auf diese Manufaktur hin.

Literatur:

Karl Schafft, Flörsheimer Fayencen, Darmstadt 1977
Flörsheimer Fayencen
Autor: Karl Schafft
Darmstadt 1977, S. 81.
Dort auch weitere Vergleichsstücke zum Dekor,
u.a. der Krug im Reiss-Museum Mannheim (Abb. 135).

Flörsheimer Fayencen
Flörsheim am Main.
Autor: Rudolf Schäfer
Ein Zeugnis kultureller und wirtschaftlicher Leistungskraft.
Hrsg. vom Magistrat der Stadt Flörsheim am Main

Heimatmuseum Flörsheim

Das Museum zeigt Exponate zur Geschichte Flörsheims. Daneben gibt es eine eigene Fayence-Abteilung, in der Flörsheimer Fayencen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts gezeigt werden. Hintergrund ist die Flörsheimer Fayence-Fabrik, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Auftrag des Mainzer Kurfürsten gegründet wurde, dem Flörsheim zu dieser Zeit unterstand. Die Flörsheimer Fayence-Fabrik besaß fast im gesamten Mainzer Erzstift das Monopol auf Fayencen

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Salzburger Fayencekrug 1785 datiert

Ein Highlight aus unserer diesjährigen Verkaufsausstellung:

Salzburger Fayencekrug 1785 datiert mit bunten
Scharffeuerfarben bemalt.

Salzburger Fayencekrug 1785 datiert, der mit bunten Scharffeuerfarben bemalt ist, H. 28 cm

Literatur:

S. 171 als Beispiel für die hohe Meisterschaft der zweiten Salzburger Fayence Periode

Alpenländische Volkskunst Autor: Helmut Nemec

Alpenländische Volkskunst
Autor: Helmut Nemec
Verlag: Kremayr & Scheria Wien 1980

 

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Crailsheimer Hirsch Jagdkrug um 1775

Ein Highlight aus unserer diesjährigen Verkaufsausstellung:

Crailsheimer Hirsch Jagdkrug um 1775

Crailsheimer Hirschjagdkrug um 1775 - Fayence Steinzeug Vogt Rathaus München

Crailsheimer Hirschjagdkrug um 1775, der mit bunten Scharffeuerfarben bemalt ist, H. 25 cm

Museum Crailsheim:

Crailsheimer Fayencen

Stadtmuseum Crailsheim - Blick in die Abteilung

Stadtmuseum Crailsheim – Blick in die Abteilung

Blick in die Abteilung

In Crailsheim wurden im 18. Jahrhundert Fayencen hergestellt, die heute als hochwertiges Kunsthandwerk gelten, in bedeutenden Museen zu sehen sind und von Sammlern begehrt werden.

Fayencen sind mit undurchsichtiger, meist weißer Glasur überzogene bemalte Tonwaren. Im Stadtmuseum im Spital in Crailsheim werden etwa 300 Fayencen auf drei Stockwerken im Kapellenanbau gezeigt.

In der Sammlung sind Beispiele annähernd des gesamten Spektrums der Crailsheimer Produktion vertreten. Die Fayencen werden im kunst- und kulturgeschichtlichen sowie wirtschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit präsentiert

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