Schlagwort-Archive: Steinzeug

Saltglazed Stoneware Creussen 17th century art

Creussen Steinzeug 17. Jhd.

Museale Highlights mit Emailfarben bemaltes Creussener Steinzeug

 

Fotos Peter Vogt München

Kölner Bartmannskrug um 1580

Ein Highlight aus dem neuen Katalog: Kölner Bartmannskrug um 1580

Bartmaske am Hals. Reliefauflagen. Braunes salzglasiertes Steinzeug.

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen

Kölner Bartmannskrug um 1580 mit Reliefauflagen H. 18 cm

Literatur:

Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln
Autor:
Gisela Reineking von Bock
Köln 1986

Gisela Reineking von Bock: Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1986.

Vergleichbare Stücke:

Museum für angewandte Kunst Köln

Rheinisches Steinzeug

Steinzeug ist eine Keramik, die im späten Mittelalter entwickelt wurde und die härter, stoßunempfindlicher und daher begehrter war als andere Keramiken, die man kannte. Es konnte nur an wenigen Orten hergestellt werden, wo es den dafür notwenigen Ton gab: im Rheinland in der Nähe von Köln-Frechen, Siegburg und Raeren bei Aachen. Dies Orte entwickelten sich zu produktionsreichen Zentren. Die Blütezeit des Steinzeugs fällt dort in das 16. Jahrhundert. Es wurde von allen Ständen, selbst an Fürstenhöfen hoch geschätzt und in viele Länder bis nach Japan und Korea gehandelt. Mit den ersten Schiffen des Columbus gelangte es nach Amerika.

Schon im Mittelalter wurden Gefäße aus dem Rheinland (Brühler und Siegburger Ware) bis nach Skandinavien, Russland, Holland und England exportiert.

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Referenz Objekte Peter Vogt München

Bunzlauer Steinzeug |Boleslawieckiej Ceramiki XVII-XVIII w.

Bunzlauer Steinzeugkrug um 1787

Auflagen: Zwischen Blütenstauden Preussischer Adler mit Krone und Kriegstrophäen

Bunzlauer Keramik mit Auflagen

Die Töpferei reicht in Bunzlau bis in das späte Mittelalter zurück. Die ältesten archäologischen Funde aus dem 16. Jahrhundert zeigen, dass bereits zu dieser Zeit die Gefäße mit Auflagen aus Ton und farbigen Glasuren dekoriert wurden. Vom späten 17. bis ins 19. Jahrhundert waren dann die braunen lehmglasierten Krüge, Kannen und Teller mit weißen Auflagen ein typisches Bunzlauer Produkt. Die Auflagen zeigen religiöse Motive (Kruzifix, Adam und Eva, Lamm Gottes), Profanes (Blumen) und Hoheitszeichen der Landesherren: Bis 1740 den kaiserlichen Doppeladler, danach das Monogramm „FR“ für „Friedericus Rex“ und den preußischen Adler.

https://www.schlesisches-museum.de/ueber-uns/sammlung/keramik-und-porzellan#gallery-1

Vergleichsstück im Muzeum Ceramiki w Bolesławcu

Dzban z herbem Rzeczypospolitej Obojga Narodów Pokrywa dzbana z datą 1778

Bunzlauer Steinzeugkrug mit polnisch-litauischen Wappen Deckel datiert 1778

Zu den künstlerischen Verzierungen auf den Bunzlauer Krügen des 18. Jahrhunderts gehörten Wappen von Staaten und Embleme ihrer Herrscher. Neben dem preußischen Adler und dem gebundenen Monogramm von König Friedrich II. dem Großen von Preußen waren zweiköpfige Adler der Habsburger Monarchie und das Wappen des Herzogtums Sachsen gängige Motive.
Eine echte Rarität in dieser Produktgruppe ist dieser Krug, der mit dem damaligen Wappen des polnischen Staates verziert ist. Die runde Kartusche zeigt das vierteilige Wappen der Union von Lublin oder Lubliner Union diese begründete 1569 die polnisch-litauische Adelsrepublik (auch Polen-Litauen oder Rzeczpospolita genannt) die faktisch die Krone des polnischen Königreichs mit dem Großfürstentum Litauen vereinigte. Zwei Felder des Wappens zeigen das Symbol Polens – den gekrönten Adler,
die anderen beiden sind ein Abbild der Pahonia, des Wappens von Litauen. Auf dem Herzschild in der Mitte der Kartusche, wo das Familienzeichen des aktuell regierenden Monarchen angebracht wurde, sieht man das Wappen von Stanisław August Poniatowski, dem letzten König von Polen. Er übernahm die Herrschaft im Jahr 1764. Auf dem Zinndeckel wiederum befindet sich ein eingravierten Monogramm „M.S.R.“. und die Jahreszahl 1778.
Quelle: Muzeum Ceramiki w Bolesławcu – Beiträge | Facebook

Vergleichsstück im Museum für Europäische Kulturen

Source
Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin
Creator Fotograf unbekannt
Copyright Notice
CC BY-NC-SA
Museum Europäischer Kulturen. (2020-08-13). Kanne mit Deckel und Bunzlauer Wappen

Bunzlauer Steinzeugflaschen aus dem 17. Jh mit Auflagen

Die beiden Flaschen waren Teil der Sonderausstellung im Keramikmuseum Boleslawiec Von den Anfängen der Bunzlauer Keramik – Funde des 15.–16. Jahrhunderts aus einem mitteleuropäischen Zentrum der Töpferei

https://muzeum.boleslawiec.pl/wystawy/wystawy-stale/dzial-ceramiki/ekspozycja-boleslawieckiej-ceramiki-do-1945-r/

Bunzlauer Keramik hat eine jahrhundertelange Tradition. Trotz zahlreicher Berichte in den Chroniken war es bis heute nicht möglich zu bestimmen, wann hier die ersten künstlerischen Steinzeugerzeugnisse entstanden sind und wo die ältesten städtischen Töpfereien verortet lagen. Dank archäologischen Untersuchungen, die im Jahr 2007 von den Mitarbeitern des Muzeum Ceramiki in Bolesławiec an der Piaskowa-Straße durchgeführt wurden, konnten Überreste der bisher ältesten neuzeitlichen Töpferei entdeckt werden.
Diese Entdeckung gab den Anlass für ein wissenschaftlich-museumspädagogisches Projekt. Das Projekt wird geleitet vom Muzeum Ceramiki in Bolesławiec und dem Schlesischen Museum zu Görlitz in Zusammenarbeit mit zwei bekannten deutschen Kultureinrichtungen: dem Sächsischen Landesamt für Archäologie, Dresden und dem Kunstgewerbemuseum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.
Im Rahmen des Projekts entstand eine Ausstellung. Die Ehrenpatenschaft darüber übernahm der Minister für Kultur und Nationales Kulturerbe der Republik Polen, Herr Bogdan Zdrojewski.

Die Ausstellung fand im Jahr 2013 im Muzeum Ceramiki in Bolesławiec, Kutuzow-Straße 14 und danach im Schlesischen Museum zu Görlitz statt. Die Ausstellung bestand aus drei großen Komplexen. Im Mittelpunkt steht Keramik, die im Laufe der archäologischen Untersuchungen an der Piaskowa-Straße in Bolesławiec entdeckt wurde und nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird. Eine Auswahl aus über 20000 Bodenfunden vermittelt einen Einblick in die Keramikformen der Spätrenaissance. Es konnten 101 Gefäße rekonstruiert werden, darunter Töpfe, Krüge, Kannen, Schalen, Teller, Dreibein- und Abgabegefäße. Sie bilden den größten Teil des Fundkomplexes, zu dem auch Schüssel- und Blattkacheln, Pfeifen, Figuren sowie technische Keramik – Brennhilfen der ehemaligen Töpferei und Retorten – gehören. Die ältesten geborgenen Keramikfragmente gehören der Falke-Gruppe an und datieren ins 15./16. Jahrhundert. Zu den jüngsten Funden zählen Pfeifen aus dem 18. Jahrhundert. Der zweite Ausstellungsbereich behandelt Bunzlauer Gefäße aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im dritten Abschnitt können Erzeugnisse aus den namhaftesten europäischen Zentren der Steinzeugproduktion wie Siegburg, Köln, Westerwald oder Dippoldiswalde bewundert werden, die zur gleichen Zeit entstanden sind. Diese Objekte stammen aus musealen und privaten Sammlungen in ganz Deutschland und Polen. Organisatoren ein wichtiges Anliegen dar.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen, deutsch-polnischen Katalog begleitet, der in einer Auflage von 1000 Exemplar erschienen ist. Diese über 350 Seiten starke Publikation hat einen wissenschaftlichen Charakter und beinhaltet folgende Themen: Bericht über den Verlauf der Untersuchungen, Analyse der entdeckten Artefakte, Objektkatalog der Bunzlauer Keramik des 17. Jahrhunderts, kurze enzyklopädische Zusammenstellung der wichtigsten europäischen Keramikzentren.

Der Katalog beinhaltet zudem zahlreiche Farbfotos, Zeichnungen, Skizzen, Diagrame und Tabellen.
Von den Anfängen der Bunzlauer Keramik Barbara Glinkowska, Stefan Krabath, Anna Bober-Tubaj, Agata Bojanowska, Michał Karpiński, Andrzej Olejniczak, Tadeusz Orawiec, Anna Puk, Robert Szwed Muzeum Ceramiki w Bolesławcu, Schlesisches Museum zu Görlitz

Quelle: Publikacje o ceramice – Muzeum Ceramiki w Bolesławcu

Mer

Mer

Creussen stoneware Jug Planets 1665 dated

Creußen Planetenkrug 1665 datiert

Creußener Planetenkrug mit Spruch und Datierung 1665
mit Emailfarben ausdrucksvoll bemalt

Vorschau auf ein wunderschönes museales Stück aus unserem
Jubiläumskatalog 30 Jahre Fayence und Steinzeug im Rathaus München

Creußener Planetenkrug Sol 1665 datiert

Creußener Planetenkrug mit bunten Emailfarben bemalt Datierung 1665 H. 20 cm

Spruch: „Drinck und iß Gott und deineß nechsten nicht vergiß“

Literatur und Vergleichsstücke:

 

S. 138 ff
Creussener Steinzeug. Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber.
Joachim Kröll
Verlag: Braunschweig, Klinkhardt & Biermann, 1980

 

Dippoldiswalde-Annaberg-Baker Guild Stoneware Stein ca. 1700 H. 21 cm

Zunft Krüge aus Fayence und Steinzeug

Schwerpunkt in unserer diesjährigen Ausstellung:
Fayence und Steinzeug mit Zunft Motiven der
Bierbrauer, Bäcker, Metzger, Müller, Zimmerleute und Küfer
aus verschiedenen Manufakturen

English summary: Focus in this year’s exhibition: Baroque 18thcentury  faience and stoneware steins with guild signs of the brewers guild, bakers guild, butchers guild, millers guild and coopers guild from various manufactures in Germany and Austria.